Seminar / Training
Das Seminar vermittelt eine feste Diagnosekette für Störungen in AnyDesk-Ultimate-On-Premises-Umgebungen.
Von der qualifizierten Aufnahme über Client-, Appliance-, Netzwerk-, TLS-, Authentisierungs-, Berechtigungs- und Performanceprüfung bis zu Trace-Sammlung, Ursachenanalyse, Korrektur und Sicherheitseskalation wird ein reproduzierbarer Analyseprozess aufgebaut.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Störung aufnehmen und reproduzierbar klassifizieren
- Client- und Appliance-Zustand prüfen
- Netzwerkdiagnose und Betriebsüberwachung etablieren
- DNS, TLS und Zertifikatsvertrauen absichern
- Authentisierung und Zugriffssteuerung diagnostizieren
- Performance-, Anzeige- und Audiofehler analysieren
- Protokolle und Trace-Dateien beweissicher sammeln
- Ursache, Korrektur und Prävention abschließen
- Praxisübungen und Checklisten
Einordnung und Lernziele
Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.
- Störungen nach Auswirkung, Fehlerklasse und Sicherheitsbezug korrekt triagieren.
- Client, Appliance, Netzwerk, TLS und Zugriffskontrolle schrittweise eingrenzen.
- Performance-, Anzeige-, Audio- und Sitzungsprobleme messwertgestützt analysieren.
- Protokolle und Trace-Dateien vollständig und datenschutzgerecht sichern.
- Root Cause, Korrektur, Rückfall und Prävention nachvollziehbar abschließen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Service Desk der zweiten und dritten Ebene, System- und Netzwerkadministration, Client Engineering, Plattformbetrieb und Incident Response.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der AnyDesk-On-Premises-Architektur, IP-Netzwerke, Betriebssystemadministration und Zugriffskonzepte. Zugriff auf eine Labor- oder Testumgebung ist hilfreich.
Seminarinhalte
1. Störung aufnehmen und reproduzierbar klassifizieren
- Schritt 1: Zeitpunkt, beteiligte IDs beziehungsweise Aliase, Plattformen, Netzpfad, Client-Build und Benutzeraktion vollständig erfassen.
- Schritt 2: Fehler in Erreichbarkeit, TLS, Authentisierung, Berechtigung, Sitzungsaufbau, Eingabe, Funktion oder Performance einordnen.
- Schritt 3: Auswirkung, Dringlichkeit, betroffene Geräteanzahl und Sicherheitsbezug bewerten.
- Schritt 4: Mit einem minimalen, sicheren Testfall prüfen, ob die Störung reproduzierbar ist.
- Schritt 5: Änderungen und bekannte Ereignisse im fraglichen Zeitraum in die Erstbewertung einbeziehen.
2. Client- und Appliance-Zustand prüfen
- Schritt 1: Dienststatus, Version, Build-Zuordnung, Konfigurationswerte und lokale Systemressourcen des Clients kontrollieren.
- Schritt 2: Appliance-Dienste, Datenbank, Speicherplatz, Zertifikate und aktuelle Warnungen prüfen.
- Schritt 3: Zeit, DNS und Netzwerkpfad auf beiden Seiten vergleichen.
- Schritt 4: Mit einem bekannten funktionierenden Referenzclient Gegenproben durchführen.
- Schritt 5: Erst nach Eingrenzung gezielte Änderungen vornehmen und jede Änderung dokumentieren.
3. Netzwerkdiagnose und Betriebsüberwachung etablieren
- Schritt 1: Erreichbarkeit, DNS, TLS-Handshake, Routing, Latenz, Paketverlust und Bandbreite in einer festen Diagnosefolge prüfen.
- Schritt 2: Client- und Appliance-Protokolle mit Firewall-, Proxy-, VPN- und Netzwerkereignissen zeitlich korrelieren.
- Schritt 3: Normale und fehlerhafte Verbindungen als Referenzfälle dokumentieren.
- Schritt 4: Schwellenwerte für Latenz, Fehlversuche und Verbindungsabbrüche in das Monitoring aufnehmen.
- Schritt 5: Eine kurze Erstdiagnose für Service Desk und eine vertiefte Analyse für Netzwerkbetrieb bereitstellen.
4. DNS, TLS und Zertifikatsvertrauen absichern
- Schritt 1: Vorwärts- und Rückwärtsauflösung aus allen relevanten Netzsegmenten prüfen.
- Schritt 2: Zertifikatsnamen, vollständige Vertrauenskette, Ablaufdatum und Schlüsselverwendung gegen die vorgesehenen Servernamen kontrollieren.
- Schritt 3: CA-Zertifikate korrekt in Custom Clients oder verwaltete Profile übernehmen und fehlerhafte Vertrauensketten gezielt diagnostizieren.
- Schritt 4: Zeitabweichungen, abgelaufene Zertifikate und Namenskonflikte mit reproduzierbaren Testfällen erkennen.
- Schritt 5: Erneuerungs- und Rollback-Verfahren für Zertifikate unterbrechungsarm erproben.
5. Authentisierung und Zugriffssteuerung diagnostizieren
- Schritt 1: Interaktiven und unbeaufsichtigten Zugriff getrennt testen.
- Schritt 2: Permission Profile, ACL, Kennwort, 2FA, Clientrolle und administrative Erhöhung kontrollieren.
- Schritt 3: Unerwartete Ablehnungen mit der tatsächlich wirksamen Konfiguration und nicht nur mit dem Sollzustand vergleichen.
- Schritt 4: Gespeicherte Zugangsdaten und alte Clientzuordnungen als Fehlerquelle ausschließen.
- Schritt 5: Zugriff nach Korrektur mit einem erlaubten und einem ausdrücklich unerlaubten Testkonto verifizieren.
6. Performance-, Anzeige- und Audiofehler analysieren
- Schritt 1: Latenz, Paketverlust, Bandbreite, CPU, Grafiklast und direkte beziehungsweise vermittelte Verbindung messen.
- Schritt 2: Qualitätsprofil, Auflösung, Farbtiefe, Mehrschirmbetrieb und Renderingpfad schrittweise reduzieren oder anpassen.
- Schritt 3: Audioübertragung, Wiedergabegerät und Plattformberechtigungen getrennt prüfen.
- Schritt 4: Einfluss von VPN, Proxy, WLAN, Sicherheitssoftware und Energiesparzustand durch Vergleichstests isolieren.
- Schritt 5: Die Ursache mit Messwerten belegen, statt nur subjektive Geschwindigkeitsangaben zu übernehmen.
7. Protokolle und Trace-Dateien beweissicher sammeln
- Schritt 1: Relevante Client-, Appliance-, System-, Netzwerk- und Sicherheitsprotokolle für denselben Zeitraum sichern.
- Schritt 2: Zeitstempel synchronisieren und sensible Daten vor Weitergabe angemessen schützen.
- Schritt 3: Trace-Erfassung nur so lange aktivieren, wie für die Reproduktion erforderlich.
- Schritt 4: Dateien mit Fallnummer, System, Version, Zeitzone und Reproduktionsschritten kennzeichnen.
- Schritt 5: Sicherstellen, dass die Sammlung den Fehler enthält, bevor temporäre Diagnoseeinstellungen zurückgenommen werden.
8. Ursache, Korrektur und Prävention abschließen
- Schritt 1: Beobachtung, technische Ursache, beitragende Faktoren und Auswirkung klar voneinander trennen.
- Schritt 2: Korrekturmaßnahme in Testumgebung oder Pilotgruppe prüfen und einen Rückfallweg bereithalten.
- Schritt 3: Nach der Behebung alle ursprünglichen Testfälle und Sicherheitskontrollen wiederholen.
- Schritt 4: Wissensartikel, Monitoring, Richtlinie oder Build anpassen, damit der Fehler früher erkannt oder verhindert wird.
- Schritt 5: Abschlussnachweis mit betroffenen Versionen, Gültigkeitsbereich und offenen Restrisiken erstellen.
Praxisübungen und Checklisten
- Diagnose eines nicht erreichbaren Clients mit DNS-, TLS- und Firewallfehlern.
- Analyse eines abgelehnten unbeaufsichtigten Zugriffs mit ACL- und Profileffekt.
- Messwertgestützte Untersuchung einer instabilen Sitzung über VPN oder Proxy.
- Erstellung eines Root-Cause-Berichts mit Korrektur-, Rückfall- und Präventionsmaßnahme.
Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Service Desk der zweiten und dritten Ebene, System- und Netzwerkadministration, Client Engineering, Plattformbetrieb und Incident Response. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der AnyDesk-On-Premises-Architektur, IP-Netzwerke, Betriebssystemadministration und Zugriffskonzepte. Zugriff auf eine Labor- oder Testumgebung ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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