Der Kurs vermittelt die administrativen Verfahren, mit denen eine ClickHouse-Installation reproduzierbar konfiguriert, abgesichert und im Tagesbetrieb kontrolliert wird. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Schalter, sondern ein konsistentes Betriebsmodell aus Konfigurationsquellen, Verantwortlichkeiten, Prüfungen und dokumentierten Änderungen.
Praktische Arbeitsfolgen verbinden Serverparameter, Datenbankobjekte, Benutzerkonten, Rollen, Profile, Quotas und Systemtabellen. Jede Änderung wird mit einem definierten Ausgangszustand, einem Prüfschritt und einer Rückfalloption behandelt.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Abgrenzung
- Tag 1: Konfigurationsmodell und administrative Grundlagen
- Tag 2: Benutzer, Rollen und Ressourcensteuerung
- Tag 3: Wartung, Automatisierung und kontrollierte Änderungen
- Praxisaufgaben und Prüfpunkte
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Zielsetzung und Abgrenzung
- Konfigurationsdateien, SQL-basierte Verwaltung und Laufzeitinformationen eindeutig voneinander abgrenzen.
- Benutzer, Rollen, Rechte, Profile und Quotas nach einem wartbaren Berechtigungsmodell aufbauen.
- Ressourcenverbrauch, Hintergrundprozesse und administrative Änderungen über Systemtabellen kontrollieren.
- Wiederkehrende Betriebsaufgaben standardisieren, testen und revisionsfähig dokumentieren.
- Fehlkonfigurationen durch gestufte Freigabe-, Validierungs- und Rollbackverfahren vermeiden.
Didaktische Bemessung: Drei Seminartage sind erforderlich, weil Konfiguration, Zugriffssteuerung und Betriebsverfahren jeweils eigenständige Übungsblöcke mit Laboränderungen, Gegenprüfungen und Rückbau benötigen. Eine Verkürzung würde die sichere Übertragung in den produktiven Betrieb beeinträchtigen.
Seminarinhalte
Tag 1: Konfigurationsmodell und administrative Grundlagen
- Schritt 1: Installations- und Laufzeitarchitektur erfassen und die Zuständigkeit von Server, Datenbank und Client dokumentieren.
- Schritt 2: Konfigurationsverzeichnisse, Include-Mechanismen, Umgebungsvariablen und Prioritätsregeln systematisch aufnehmen.
- Schritt 3: Wesentliche Serverparameter nach Funktion, Änderungsrisiko und Neustartbedarf klassifizieren.
- Schritt 4: Systemdatenbanken und zentrale Systemtabellen für Version, Prozesse, Teile, Merges und Einstellungen auswerten.
- Schritt 5: Eine kontrollierte Konfigurationsänderung mit Vorprüfung, Sicherung, Syntaxkontrolle und Neustart durchführen.
- Schritt 6: Den wirksamen Zustand nach der Änderung über Laufzeitabfragen, Protokolle und definierte Akzeptanzkriterien verifizieren.
- Schritt 7: Ein Konfigurationsinventar mit Sollwert, Istwert, Eigentümer, Änderungsgrund und Rückfallwert erstellen.
Tag 2: Benutzer, Rollen und Ressourcensteuerung
- Schritt 1: Ein Rollenmodell für Administration, Datenaufnahme, Analyse, Reporting und Servicekonten entwerfen.
- Schritt 2: Benutzerkonten und Authentisierungsparameter getrennt nach Mensch, Anwendung und Automatisierung anlegen.
- Schritt 3: Rollen, Datenbank- und Tabellenrechte nach dem Prinzip minimaler Berechtigungen zuweisen.
- Schritt 4: Settings Profiles für Abfragegrenzen, Speicher, Parallelität und sicherheitsrelevante Einstellungen konfigurieren.
- Schritt 5: Quotas für Zeitfenster, Abfrageanzahl, gelesene Zeilen und Ressourcennutzung definieren und testen.
- Schritt 6: Row Policies und gezielte Freigaben für fachliche Datenräume anhand eines Mandantenbeispiels prüfen.
- Schritt 7: Berechtigungsfehler, unerwartete Vererbung und zu breite Grants mit systematischen Kontrollabfragen analysieren.
- Schritt 8: Ein Freigabe- und Rezertifizierungsverfahren für Konten, Rollen und Servicezugänge dokumentieren.
Tag 3: Wartung, Automatisierung und kontrollierte Änderungen
- Schritt 1: Hintergrundprozesse, Merges, Mutationen, Replikationszustände und Speicherbelegung in einen Betriebscheck überführen.
- Schritt 2: Log- und Metadatenaufbewahrung für Systemtabellen festlegen und die Auswirkungen auf Diagnose und Speicher bewerten.
- Schritt 3: Wiederkehrende Aufgaben wie Benutzerpflege, Konfigurationsprüfung und Kapazitätskontrolle skriptfähig strukturieren.
- Schritt 4: Änderungen zunächst in einer Prüfzone durchführen und anschließend mit messbaren Freigabekriterien stufenweise ausrollen.
- Schritt 5: Fehlerfälle wie ungültige Konfiguration, nicht wirksame Profile und blockierte Hintergrundarbeit gezielt nachstellen.
- Schritt 6: Rollback, Wiederanlauf und Nachkontrolle für jede Fehlerklasse anhand eines Runbooks ausführen.
- Schritt 7: Ein Betriebsübergabepaket aus Inventar, Rollenmatrix, Checklisten, Alarmgrenzen und Änderungsprotokoll erstellen.
- Schritt 8: Eine abschließende Administrationsaufgabe vom Änderungsantrag bis zur dokumentierten Abnahme vollständig bearbeiten.
Praxisaufgaben und Prüfpunkte
Praxisaufgaben
- Konfigurationsänderung mit Sicherung, Syntaxprüfung, kontrolliertem Neustart und Rückbau
- Aufbau eines Rollen-, Profil- und Quota-Modells für mehrere Nutzergruppen
- Täglicher Betriebscheck anhand von Systemtabellen und definierten Schwellwerten
- Fehlerübung mit nicht wirksamer Einstellung und methodischer Ursachenanalyse
Prüfpunkte
- Wirksame Einstellungen stimmen mit dem dokumentierten Sollzustand überein.
- Testkonten erhalten ausschließlich die vorgesehenen Rechte und Ressourcenlimits.
- Betriebschecks erkennen blockierte Prozesse, ungewöhnliche Last und Konfigurationsabweichungen.
- Rollback und Nachkontrolle sind ohne informelles Wissen reproduzierbar.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Datenbankadministration, Plattformbetrieb, DevOps, Site Reliability Engineering, technische Architektur und Betriebsteams
Voraussetzungen: Sichere Linux-Grundkenntnisse, Verständnis von Netzwerkdiensten und SQL sowie grundlegende Erfahrung mit Datenbankbetrieb
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, klar nummerierte Arbeitsschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Aufgabe werden Ausgangszustand, erwartetes Ergebnis, technische Prüfabfrage und Rückfallweg dokumentiert. Dadurch lassen sich die erarbeiteten Verfahren als wiederholbare Entwicklungs- oder Betriebsstandards übernehmen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenbankadministration, Plattformbetrieb, DevOps, Site Reliability Engineering, technische Architektur und Betriebsteams |
| Voraussetzungen: | Sichere Linux-Grundkenntnisse, Verständnis von Netzwerkdiensten und SQL sowie grundlegende Erfahrung mit Datenbankbetrieb |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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