Lakehouse-Architekturen verbinden günstigen Objektspeicher mit tabellarischer Verwaltung und analytischer Verarbeitung. Der Kurs zeigt, wie Datenlayout, Dateigröße, Partitionierung, Metadaten und Kataloge die Lesbarkeit und Leistung aus ClickHouse bestimmen.
Die Übungen betrachten direkte Abfragen, kontrollierte Übernahmen in native Tabellen und hybride Muster. Neben Funktion und Performance werden Schemaentwicklung, Governance, Berechtigungen, Fehlerbehandlung und Betriebsverantwortung berücksichtigt.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Abgrenzung
- Tag 1: Objektspeicher, Parquet und Datenlayout
- Tag 2: Iceberg, Delta Lake und Schemaentwicklung
- Tag 3: Performance, Governance und produktiver Betrieb
- Praxisaufgaben und Prüfpunkte
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Zielsetzung und Abgrenzung
- Objektspeicher, Parquet-Dateien und offene Tabellenformate architektonisch einordnen.
- Datei-, Partitions- und Metadatenlayout für effiziente analytische Zugriffe gestalten.
- Iceberg- und Delta-Lake-Datenbestände sicher anbinden, prüfen und weiterverarbeiten.
- Hybride Abfrage- und Ladepfade anhand von Latenz, Kosten, Governance und Betriebsrisiko auswählen.
- Schemaänderungen, defekte Dateien und Katalogabweichungen mit reproduzierbaren Verfahren behandeln.
Didaktische Bemessung: Drei Tage sind notwendig, weil Grundlagen des Objektspeichers, Tabellenformat-Integration und produktive Optimierung jeweils praktische Datenbestände und eigenständige Prüfpfade erfordern. Ein zweitägiges Format könnte die Betriebs- und Fehlerfälle nicht ausreichend abdecken.
Seminarinhalte
Tag 1: Objektspeicher, Parquet und Datenlayout
- Schritt 1: Anforderungen an Datenvolumen, Aktualität, Zugriffsprofile, Aufbewahrung und gemeinsame Nutzung erfassen.
- Schritt 2: Bucket-, Präfix-, Datei- und Partitionskonventionen für nachvollziehbare Datenzonen definieren.
- Schritt 3: Parquet-Spalten, Datentypen, Statistiken, Kompression und Dateigrößen anhand eines Beispieldatensatzes untersuchen.
- Schritt 4: Zugriffsparameter und Anmeldeinformationen getrennt von Abfragelogik und Tabellenbeschreibung verwalten.
- Schritt 5: Dateibestände direkt abfragen und gelesene Dateien, Zeilen, Bytes und Laufzeit messen.
- Schritt 6: Kleine Dateien, ungleichmäßige Partitionen und ungeeignete Datentypen als Leistungsrisiken identifizieren.
- Schritt 7: Ein optimiertes Dateilayout erzeugen und die Wirkung durch wiederholbare Vergleichsabfragen belegen.
- Schritt 8: Datenqualität mit Schema-, Nullwert-, Bereichs- und Vollständigkeitsprüfungen absichern.
Tag 2: Iceberg, Delta Lake und Schemaentwicklung
- Schritt 1: Tabellenmetadaten, Snapshots, Manifeststrukturen und Datenfiles als getrennte Ebenen analysieren.
- Schritt 2: Einen Iceberg-Datenbestand anbinden und Tabellenstruktur, Partitionierung und Snapshotauswahl prüfen.
- Schritt 3: Einen Delta-Lake-Datenbestand anbinden und Transaktionsprotokoll, Versionen und Dateireferenzen kontrollieren.
- Schritt 4: Schemaänderungen wie neue Spalten, Typanpassungen und umbenannte Felder mit Testabfragen bewerten.
- Schritt 5: Katalog- und Pfadkonfigurationen für Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen dokumentieren.
- Schritt 6: Fehlende Dateien, inkonsistente Metadaten und unzulässige Schemaänderungen in kontrollierten Fehlerfällen untersuchen.
- Schritt 7: Direkte Lakehouse-Abfrage und Übernahme in native Tabellen hinsichtlich Aktualität, Leistung und Betrieb vergleichen.
- Schritt 8: Ein Entscheidungsraster für Tabellenformat, Zugriffsmuster und Verantwortungsmodell erstellen.
Tag 3: Performance, Governance und produktiver Betrieb
- Schritt 1: Abfrageprofile mit Filterselektivität, Spaltenprojektion, Dateiauswahl und Übertragungsvolumen auswerten.
- Schritt 2: Caching-, Parallelitäts- und Ressourcenparameter anhand eines repräsentativen Workloads abstimmen.
- Schritt 3: Inkrementelle Übernahmen mit Wasserzeichen, Snapshotbezug und idempotenter Verarbeitung entwerfen.
- Schritt 4: Berechtigungen für Bucket, Katalog, Tabellen und ClickHouse-Rollen zu einem durchgängigen Zugriffspfad verbinden.
- Schritt 5: Datenklassifikation, Aufbewahrung, Löschung und Nachvollziehbarkeit in ein Governance-Modell übertragen.
- Schritt 6: Monitoring für Fehlerquote, Datenalter, Dateimenge, Scanvolumen und Pipeline-Laufzeit definieren.
- Schritt 7: Wiederanlauf nach Netzwerk-, Katalog- oder Schemafehlern anhand eines Runbooks ausführen.
- Schritt 8: Ein produktionsreifes Zielbild mit Datenvertrag, Betriebsgrenzen, Abnahme und Übergabe dokumentieren.
Praxisaufgaben und Prüfpunkte
Praxisaufgaben
- Analyse und Optimierung eines Parquet-Dateilayouts
- Abfrage und Vergleich von Iceberg- und Delta-Lake-Datenbeständen
- Kontrollierte Schemaänderung mit Kompatibilitätsprüfung
- Entwurf eines hybriden Lade- und Abfragemodells mit Governance
Prüfpunkte
- Abfragen lesen nur die erforderlichen Spalten, Dateien und Partitionen.
- Schema- und Metadatenänderungen werden vor Produktion durch definierte Tests erkannt.
- Zugriffsrechte sind über Objektspeicher, Katalog und Datenbank konsistent.
- Betriebskennzahlen und Wiederanlaufverfahren decken die wesentlichen Fehlerklassen ab.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Data Engineering, Datenarchitektur, Plattformteams, Analytics Engineering, DevOps und technische Datenverantwortung
Voraussetzungen: SQL-Kenntnisse, Grundverständnis von Datenformaten und Objektspeichern sowie Erfahrung mit analytischen Datenpipelines
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, klar nummerierte Arbeitsschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Aufgabe werden Ausgangszustand, erwartetes Ergebnis, technische Prüfabfrage und Rückfallweg dokumentiert. Dadurch lassen sich die erarbeiteten Verfahren als wiederholbare Entwicklungs- oder Betriebsstandards übernehmen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Engineering, Datenarchitektur, Plattformteams, Analytics Engineering, DevOps und technische Datenverantwortung |
| Voraussetzungen: | SQL-Kenntnisse, Grundverständnis von Datenformaten und Objektspeichern sowie Erfahrung mit analytischen Datenpipelines |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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