Der viertägige Entwicklerworkshop führt von der Papyrus-Plattformarchitektur bis zu einer installierbaren Erweiterung. Desktop- und Web-nahe Dienste, Eclipse-Plug-ins, modellbasierte Konfigurationen, automatisierte Tests und reproduzierbare Builds werden in einer zusammenhängenden Entwicklungsstrecke umgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Die technische Architektur von Papyrus Desktop, Papyrus-Web und gemeinsam genutzten Domain Services einordnen.
- Eine reproduzierbare Entwicklungsumgebung mit Zielplattform und Buildwerkzeugen aufbauen.
- Erweiterungen über Dienste, Extension Points, Commands und modellbasierte Konfigurationen implementieren.
- Sirius-Diagramme und EEF-Eigenschaftsansichten kontrolliert ergänzen.
- Tests, Update-Site, RCP-Build, Versionierung und Diagnose in einen Releaseprozess integrieren.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Plattformarchitektur und Erweiterungsstrategie
Schwerpunkt: Papyrus Desktop, Papyrus-Web, UML2, EMF, Sirius, EEF und Domain Services.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Plattformarchitektur und Erweiterungsstrategie“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Papyrus Desktop, Papyrus-Web, UML2, EMF, Sirius, EEF und Domain Services.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine technische Erweiterungsarchitektur versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
2. PDE, Zielplattform und Workspace
Schwerpunkt: Plug-in-Projekte, Bundles, Features, Target Definition, Abhängigkeiten und Laufzeitinstanz.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „PDE, Zielplattform und Workspace“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Plug-in-Projekte, Bundles, Features, Target Definition, Abhängigkeiten und Laufzeitinstanz.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine reproduzierbare Entwicklungsumgebung versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
3. Tycho und automatisierter Build
Schwerpunkt: Maven-Tycho, Reactor, Produktdefinition, p2-Metadaten und Buildprofile.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Tycho und automatisierter Build“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Maven-Tycho, Reactor, Produktdefinition, p2-Metadaten und Buildprofile.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Kommandozeilen-Build versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
4. Extension Points und Servicearchitektur
Schwerpunkt: Registries, OSGi-Services, Commands, Handler, Menüs, Preferences und Lebenszyklen.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Extension Points und Servicearchitektur“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Registries, OSGi-Services, Commands, Handler, Menüs, Preferences und Lebenszyklen.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine sauber gekapselte Papyrus-Erweiterung versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
5. Papyrus Domain Services
Schwerpunkt: UML-Elemente, Abfragen, Änderungen, Transaktionen, Validierung und wiederverwendbare Operationen.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Papyrus Domain Services“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: UML-Elemente, Abfragen, Änderungen, Transaktionen, Validierung und wiederverwendbare Operationen.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen getesteten Domain Service für UML-Manipulationen versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
6. Befehle, Transaktionen und Undo/Redo
Schwerpunkt: Editing Domains, Commands, Schreibtransaktionen, Fehlerbehandlung und Wiederherstellung.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Befehle, Transaktionen und Undo/Redo“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Editing Domains, Commands, Schreibtransaktionen, Fehlerbehandlung und Wiederherstellung.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen transaktionssicheren Bearbeitungsbefehl versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
7. Sirius-Diagramme und EEF-Integration
Schwerpunkt: Repräsentationsbeschreibungen, Werkzeuge, Services, Formulare, Widgets und Sichtbarkeitsregeln.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Sirius-Diagramme und EEF-Integration“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Repräsentationsbeschreibungen, Werkzeuge, Services, Formulare, Widgets und Sichtbarkeitsregeln.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine integrierte Diagramm- oder Property-View-Erweiterung versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
8. Profile und Konfigurationsmodelle paketieren
Schwerpunkt: Profile, Architekturmodelle, Element Types, CSS, Paletten und Erstellungsmenüs.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Profile und Konfigurationsmodelle paketieren“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: Profile, Architekturmodelle, Element Types, CSS, Paletten und Erstellungsmenüs.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein versioniertes Konfigurationsfeature versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
9. Automatisierte Tests und Qualitätsgates
Schwerpunkt: JUnit, Plug-in-Tests, Modellfixtures, UI-nahe Tests, Validierung und Regression.
- Architektur, Schnittstellen und Qualitätskriterien für den Themenblock „Automatisierte Tests und Qualitätsgates“ festlegen.
- Folgende Entwicklungsartefakte und Abhängigkeiten werden strukturiert: JUnit, Plug-in-Tests, Modellfixtures, UI-nahe Tests, Validierung und Regression.
- Die Erweiterung oder Automatisierung in kleinen, testbaren Schritten implementieren.
- Build, Laufzeitverhalten, Transaktionen, Fehlerfälle und Regression mit automatisierten oder geführten Tests prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine automatisierte Teststrecke mit Abnahmekriterien versionieren, dokumentieren und reproduzierbar bereitstellen.
10. Update-Site, RCP und Releasepflege
Schwerpunkt: Feature-Kategorien, Signierung, Versionen, Migration, Logs, Performance und Supportpakete.
- Serviceziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte für den Themenblock „Update-Site, RCP und Releasepflege“ definieren.
- Folgende Betriebsobjekte und Abhängigkeiten werden erfasst und priorisiert: Feature-Kategorien, Signierung, Versionen, Migration, Logs, Performance und Supportpakete.
- Kontrollen, Runbooks oder Betriebsabläufe in der Laborumgebung beziehungsweise am Prozessmodell umsetzen.
- Regelbetrieb, Störung, Wiederanlauf und Nachkontrolle mit festgelegten Szenarien prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine installierbare Distribution mit Release-Runbook freigeben und in einen wiederholbaren Arbeits- oder Betriebsstandard übernehmen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau einer Zielplattform und eines mehrmoduligen Tycho-Builds.
- Implementierung eines Domain Service mit transaktionssicherem Command.
- Erweiterung einer Sirius-Repräsentation oder EEF-Property-View.
- Erstellung automatisierter Modell- und Plug-in-Tests.
- Bau einer Update-Site und einer installierbaren Testdistribution.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Eclipse- und Java-Entwicklung, Papyrus-Toolsmiths, Plattformteams, Entwickler modellbasierter Werkzeuge und technische Produktverantwortung.
Voraussetzungen: Gute Java-, Eclipse-PDE-, Maven- und EMF-Grundkenntnisse sowie praktische Erfahrung mit UML-Modellen.
Didaktik und Arbeitsweise
Der Workshop ist als Entwicklungswerkstatt aufgebaut. Architekturentscheidungen werden unmittelbar implementiert, gebaut, getestet und paketiert. Fehlerdiagnose, Regression und reproduzierbare Builds sind Bestandteil jedes Entwicklungsschritts.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Eclipse- und Java-Entwicklung, Papyrus-Toolsmiths, Plattformteams, Entwickler modellbasierter Werkzeuge und technische Produktverantwortung |
| Voraussetzungen: | Gute Java-, Eclipse-PDE-, Maven- und EMF-Grundkenntnisse sowie praktische Erfahrung mit UML-Modellen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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