Seminar Eclipse Papyrus – SysML 1.6: Anforderungen und Traceability

Das Seminar vermittelt ein durchgängiges Anforderungsmodell in SysML 1.6. Anforderungen werden eindeutig strukturiert, in Diagrammen und Tabellen gepflegt, mit Stakeholdern, Architektur und Verifikationsfällen verknüpft und anhand definierter Qualitäts- und Änderungsregeln kontrolliert.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Anforderungen mit eindeutiger Identität, Herkunft, Text und Status strukturieren.
  • Requirement Diagrams und Tabellen für unterschiedliche Arbeitssichten einsetzen.
  • SysML-Beziehungen fachlich korrekt und sparsam verwenden.
  • Anforderungen mit Architektur, Verhalten und Verifikationsfällen durchgängig verknüpfen.
  • Änderungs-, Review- und Qualitätsprozesse für Traceability etablieren.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Anforderungsmodell und Qualitätskriterien

Schwerpunkt: Stakeholderbedürfnisse, Systemanforderungen, abgeleitete Anforderungen, IDs, Text, Status und Verantwortlichkeiten.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Anforderungsmodell und Qualitätskriterien“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Stakeholderbedürfnisse, Systemanforderungen, abgeleitete Anforderungen, IDs, Text, Status und Verantwortlichkeiten.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein strukturiertes Anforderungsmodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

2. Requirement Diagrams und Tabellen

Schwerpunkt: grafische Sichten, hierarchische Struktur, Tabellen, Spalten, Filter, Sortierung und Bearbeitung.

  1. Voraussetzungen, Zielzustand und Abnahmekriterien für den Themenblock „Requirement Diagrams und Tabellen“ erfassen.
  2. Folgende Konfigurationsobjekte, Rollen und Abhängigkeiten werden strukturiert: grafische Sichten, hierarchische Struktur, Tabellen, Spalten, Filter, Sortierung und Bearbeitung.
  3. Die erforderlichen Einstellungen in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Darstellung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine kombinierte Diagramm- und Tabellensicht fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Beziehungen zwischen Anforderungen

Schwerpunkt: deriveReqt, refine, copy, containment, trace und semantische Einsatzregeln.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Beziehungen zwischen Anforderungen“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: deriveReqt, refine, copy, containment, trace und semantische Einsatzregeln.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein konsistentes Netz von Anforderungsbeziehungen dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

4. Satisfy und Architekturbezug

Schwerpunkt: Blöcke, Komponenten, Funktionen, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und Erfüllungsnachweise.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Satisfy und Architekturbezug“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Blöcke, Komponenten, Funktionen, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und Erfüllungsnachweise.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine nachvollziehbare Anforderung-Architektur-Zuordnung dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

5. Verify und Verifikationsfälle

Schwerpunkt: Test Cases, Verifikationsmethode, Akzeptanzkriterien, Ergebnisse und Abdeckungsstatus.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Verify und Verifikationsfälle“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Test Cases, Verifikationsmethode, Akzeptanzkriterien, Ergebnisse und Abdeckungsstatus.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine prüfbare Anforderung-Verifikation-Kette dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

6. Änderungen und Auswirkungsanalyse

Schwerpunkt: Versionen, Statuswechsel, betroffene Elemente, Lücken, Widersprüche und Freigabefolgen.

  1. Fragestellung, Systemgrenze und Entscheidungskriterien für den Themenblock „Änderungen und Auswirkungsanalyse“ festlegen.
  2. Folgende Größen, Rollen, Elemente und Annahmen werden strukturiert: Versionen, Statuswechsel, betroffene Elemente, Lücken, Widersprüche und Freigabefolgen.
  3. Das Analyse- oder Entscheidungsmodell in Papyrus schrittweise aufbauen und mit prüfbaren Daten versehen.
  4. Alternativen, Randbedingungen, Lücken und widersprüchliche Annahmen mit definierten Szenarien untersuchen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen wiederholbaren Impact-Analyse-Prozess dokumentieren und als nachvollziehbare Entscheidungsbasis freigeben.

7. Review, Kennzahlen und Baseline

Schwerpunkt: Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Verknüpfungsabdeckung, offene Punkte, Baselines und Freigabe.

  1. Serviceziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte für den Themenblock „Review, Kennzahlen und Baseline“ definieren.
  2. Folgende Betriebsobjekte und Abhängigkeiten werden erfasst und priorisiert: Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Verknüpfungsabdeckung, offene Punkte, Baselines und Freigabe.
  3. Kontrollen, Runbooks oder Betriebsabläufe in der Laborumgebung beziehungsweise am Prozessmodell umsetzen.
  4. Regelbetrieb, Störung, Wiederanlauf und Nachkontrolle mit festgelegten Szenarien prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine Anforderungsreview- und Baseline-Checkliste freigeben und in einen wiederholbaren Arbeits- oder Betriebsstandard übernehmen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Aufbau einer Anforderungshierarchie mit Diagramm und Tabelle.
  • Verknüpfung von Anforderungen mit Architektur- und Verifikationselementen.
  • Durchführung einer Änderungs- und Auswirkungsanalyse.
  • Erstellung einer Qualitäts- und Baselineauswertung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Requirements Engineering, Systementwicklung, MBSE, Testmanagement, Qualitätsmanagement und technische Projektleitung.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in SysML oder UML sowie Erfahrung mit Anforderungsmanagement.

Didaktik und Arbeitsweise

Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Modellierungsschritte, Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Beide Tage bauen auf einem gemeinsamen Beispielmodell mit definierten Prüfpunkten auf.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Requirements Engineering, Systementwicklung, MBSE, Testmanagement, Qualitätsmanagement und technische Projektleitung
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in SysML oder UML sowie Erfahrung mit Anforderungsmanagement
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
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