Seminar Dissect – Shell, Mount und Dateiextraktion

Der Kurs konzentriert sich auf den kontrollierten Zugriff auf virtuelle Dateisysteme innerhalb eines Dissect-Targets. Target-Shell, Dateisystemansicht, Mount-Verfahren und Extraktionswerkzeuge werden so eingesetzt, dass Pfadbezug, Metadaten, Integrität und Reproduzierbarkeit erhalten bleiben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Schichten, Pfade und Mountpunkte
  2. Target-Shell vorbereiten
  3. Dateisystemnavigation und Metadaten
  4. Suche und gezielte Auswahl
  5. Kontrollierte Dateiextraktion
  6. Target-Dump und Bereichsextraktion
  7. Mount für externe Werkzeuge
  8. Besonderheiten mehrerer Dateisysteme
  9. Integrität und Qualitätssicherung

Lernziele

  • Virtuelle Pfade, Mountpunkte und Dateisystemschichten sicher navigieren
  • Dateien und Verzeichnisse mit Target-Shell und Dateisystemwerkzeugen untersuchen
  • Targets kontrolliert für externe Werkzeuge bereitstellen
  • Relevante Dateien und Bereiche mit Herkunftsmetadaten extrahieren
  • Integrität, Zugriffsgrenzen und Dokumentation bei jeder Extraktion wahren

Seminarinhalte

1. Schichten, Pfade und Mountpunkte

  1. Schritt 1: Container, Volume, Dateisystem und Betriebssystempfad voneinander unterscheiden.
  2. Schritt 2: Erkannte Dateisysteme und Mountpunkte mit target-info inventarisieren.
  3. Schritt 3: Virtuelle Pfade auf ihre zugrunde liegende Quelle zurückführen.
  4. Schritt 4: Mehrdeutige oder fehlende Pfadauflösungen im Fallprotokoll kennzeichnen.

2. Target-Shell vorbereiten

  1. Schritt 1: Target und gewünschtes Dateisystem schreibgeschützt öffnen.
  2. Schritt 2: Arbeitsverzeichnis, Ausgabeprotokoll und Fallkontext festlegen.
  3. Schritt 3: Grundlegende Navigations- und Informationsbefehle anhand eines Testpfads prüfen.
  4. Schritt 4: Shell-Sitzung mit Parametern und Versionen nachvollziehbar dokumentieren.

3. Dateisystemnavigation und Metadaten

  1. Schritt 1: Verzeichnisse, versteckte Einträge und relevante Systembereiche auflisten.
  2. Schritt 2: Dateigröße, Zeiten, Besitzer und weitere verfügbare Metadaten erfassen.
  3. Schritt 3: Symbolische oder alternative Pfadbezüge korrekt einordnen.
  4. Schritt 4: Auffällige Objekte in eine priorisierte Untersuchungsliste übernehmen.

4. Suche und gezielte Auswahl

  1. Schritt 1: Dateinamen, Erweiterungen, Pfadmuster und Größen für die Fragestellung definieren.
  2. Schritt 2: Suchraum auf relevante Volumes, Benutzer und Zeitfenster eingrenzen.
  3. Schritt 3: Trefferlisten vor der Extraktion auf Dubletten und Kontext prüfen.
  4. Schritt 4: Auswahlkriterien im Fallprotokoll festhalten.

5. Kontrollierte Dateiextraktion

  1. Schritt 1: Zielverzeichnis nach Fall, Host, Quelle und Artefaktgruppe strukturieren.
  2. Schritt 2: Dateien unter Erhalt des nachvollziehbaren Quellpfads exportieren.
  3. Schritt 3: Metadaten und Prüfsummen zusammen mit dem Extrakt speichern.
  4. Schritt 4: Fehlgeschlagene oder teilweise Exporte eindeutig markieren.

6. Target-Dump und Bereichsextraktion

  1. Schritt 1: Geeignete Werkzeuge für Datei-, Verzeichnis-, Volume- oder Rohbereichsextraktion auswählen.
  2. Schritt 2: Größe, freien Speicher und erwartete Laufzeit vor dem Start kontrollieren.
  3. Schritt 3: Ausgabe während des Laufs überwachen und Abbrüche dokumentieren.
  4. Schritt 4: Ergebnis anhand von Größe, Prüfsumme und Stichprobe validieren.

7. Mount für externe Werkzeuge

  1. Schritt 1: Zweck und Zugriffsanforderungen des externen Werkzeugs vorab klären.
  2. Schritt 2: Target schreibgeschützt in eine kontrollierte Mountstruktur bereitstellen.
  3. Schritt 3: Pfadabbildung und Dateisicht mit einer bekannten Referenz vergleichen.
  4. Schritt 4: Mount nach der Nutzung geordnet lösen und Sitzung protokollieren.

8. Besonderheiten mehrerer Dateisysteme

  1. Schritt 1: Gleichnamige Pfade auf unterschiedlichen Volumes eindeutig kennzeichnen.
  2. Schritt 2: Betriebssystem-, Daten- und Wiederherstellungsbereiche getrennt behandeln.
  3. Schritt 3: Verschachtelte oder virtuelle Dateisysteme als eigene Untersuchungsebenen führen.
  4. Schritt 4: Extrakte stets der exakten Quellschicht zuordnen.

9. Integrität und Qualitätssicherung

  1. Schritt 1: Schreibschutz und unveränderte Beweismittelquelle während der Arbeit kontrollieren.
  2. Schritt 2: Exportlisten, Fehler und Prüfsummen automatisiert oder stichprobenartig prüfen.
  3. Schritt 3: Extraktion mit einer unabhängigen Lesemethode gegenvalidieren.
  4. Schritt 4: Übergabeverzeichnis mit Herkunft, Umfang und Einschränkungen abschließen.

Praxisübungen

  • Navigation in einem Target mit mehreren Volumes und Betriebssystempfaden
  • Gezielte Suche und Extraktion einer Artefaktgruppe mit Metadaten und Prüfsummen
  • Schreibgeschützte Bereitstellung eines Targets für ein externes Analysewerkzeug
  • Validierung einer Datei- und Bereichsextraktion gegen die Quelle

Zielgruppe

DFIR-Analysten, Incident Responder, Datenaufbereiter und Spezialisten für Dateisystem- oder Artefaktanalyse

Voraussetzungen

Grundlagen digitaler Forensik, sichere Kommandozeilenbedienung und Grundverständnis von Datenträgern und Dateisystemen

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DFIR-Analysten, Incident Responder, Datenaufbereiter und Spezialisten für Dateisystem- oder Artefaktanalyse
Voraussetzungen: Grundlagen digitaler Forensik, sichere Kommandozeilenbedienung und Grundverständnis von Datenträgern und Dateisystemen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Analysen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
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