Ein stabiler Android-Gerätebetrieb benötigt kontrollierte Updates, Wartungsfenster, Versionsinventar, Freigaben und nachvollziehbare Stilllegung. Das Seminar entwickelt einen durchgängigen Lifecycle von der Aufnahme eines Images bis zur geordneten Ablösung.
Seminarziel
Ein Betriebsmodell für Inventar, Patch- und Releasebewertung, Test, Rollout, Rückfall, Dokumentation und End-of-Life wird erstellt. Änderungen lassen sich mit definierten Prüfpunkten und Verantwortlichkeiten wiederholbar durchführen.
Inhaltsübersicht
- 1. Inventar und Sollzustand
- 2. Release- und Updatebewertung
- 3. Staging und Regressionstest
- 4. Rolloutwellen und Wartungsfenster
- 5. Rollback und Wiederanlauf
- 6. End-of-Life und Bereinigung
- 7. Betriebskalender und Kennzahlen
- Praxisprojekt und Übungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung
Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.
Seminarinhalte
1. Inventar und Sollzustand
Geräte, Images, Versionen und Konfigurationen werden als steuerbarer Bestand geführt.
- Schritt 1: Pflichtfelder für Instanz, Image, Android-Version, Architektur, Profil, Eigentümer und Status definieren.
- Schritt 2: Ist-Bestand automatisiert oder manuell erfassen und Dubletten bereinigen.
- Schritt 3: Freigegebene Sollstände je Nutzungsklasse festlegen.
- Schritt 4: Abweichungen nach Kritikalität und Bearbeitungsfrist klassifizieren.
2. Release- und Updatebewertung
Neue Plattform- oder Android-Stände werden nach Nutzen, Risiko und Kompatibilität geprüft.
- Schritt 1: Releaseinformationen in Funktions-, Sicherheits-, Kompatibilitäts- und Betriebsänderungen zerlegen.
- Schritt 2: Betroffene Geräteklassen, Anwendungen und Integrationen ermitteln.
- Schritt 3: Testumfang und Freigabekriterien risikobasiert festlegen.
- Schritt 4: Entscheidung mit Verantwortlichem, Termin und Rückfalloption dokumentieren.
3. Staging und Regressionstest
Änderungen werden vor Produktion in einer repräsentativen Umgebung validiert.
- Schritt 1: Referenzgerät aus freigegebenem Profil bereitstellen.
- Schritt 2: Konfiguration, Anwendungen, Daten und Integrationen kontrolliert nachbilden.
- Schritt 3: Smoke-, Regressions-, Performance- und Sicherheitsprüfungen ausführen.
- Schritt 4: Abweichungen bewerten und Freigabe oder Nacharbeit protokollieren.
4. Rolloutwellen und Wartungsfenster
Änderungen werden begrenzt, messbar und mit geringer Betriebsunterbrechung verteilt.
- Schritt 1: Geräte nach Kritikalität, Nutzung und Wiederherstellbarkeit gruppieren.
- Schritt 2: Pilot-, Frühadopter-, Haupt- und Nachzüglerwelle festlegen.
- Schritt 3: Kommunikation, Sperrzeiten und Verantwortliche je Welle planen.
- Schritt 4: Nach jeder Welle Messwerte prüfen und Fortsetzung ausdrücklich freigeben.
5. Rollback und Wiederanlauf
Fehlgeschlagene Änderungen können ohne improvisierte Eingriffe zurückgenommen werden.
- Schritt 1: Rückfallauslöser und maximal tolerierbare Störungsdauer definieren.
- Schritt 2: Vorherigen Image- oder Datenstand verfügbar halten.
- Schritt 3: Rollback in einer Testumgebung vollständig ausführen.
- Schritt 4: Wiederanlauf, Datenkonsistenz und Schnittstellen nach Prüfliste bestätigen.
6. End-of-Life und Bereinigung
Nicht mehr benötigte oder unsichere Stände werden kontrolliert entfernt.
- Schritt 1: Ablösekandidaten anhand Supportstatus, Nutzung und Sicherheitsrisiko bestimmen.
- Schritt 2: Abhängigkeiten, Restnutzer und Archivierungsbedarf ermitteln.
- Schritt 3: Migration und Abschaltung mit Frist und Verantwortlichem planen.
- Schritt 4: Zugänge, Daten, Zertifikate, Schlüssel und Inventareintrag nachweisbar bereinigen.
7. Betriebskalender und Kennzahlen
Regelmäßige Aufgaben und Steuerungsinformationen werden in einen planbaren Rhythmus gebracht.
- Schritt 1: Tägliche, wöchentliche, monatliche und releasebezogene Kontrollen definieren.
- Schritt 2: Kennzahlen für Verfügbarkeit, Fehlerquote, Updategrad, Kapazität und Wiederherstellungszeit auswählen.
- Schritt 3: Schwellenwerte und Eskalationswege festlegen.
- Schritt 4: Betriebskalender und Monatsreport anhand eines Beispieldatensatzes erproben.
Praxisprojekt und Übungen
Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.
- Übung 1: Ein Image-Update wird von der Bewertung bis zur Pilotfreigabe vollständig geplant.
- Übung 2: Eine Rolloutwelle mit Messpunkten, Abbruchkriterien und Rückfall wird simuliert.
- Übung 3: Inventar, Betriebskalender und End-of-Life-Liste werden als Betriebsartefakte erstellt.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Plattformbetrieb, Systemadministration, Release Management, Mobile QA und Service Management.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zur Genymotion-Plattform und zu IT-Betriebsprozessen.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformbetrieb, Systemadministration, Release Management, Mobile QA und Service Management |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zur Genymotion-Plattform und zu IT-Betriebsprozessen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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