Seminar Genymotion Self-hosted / Device Image – Security- und Penetration-Test-Labore

Mobile Security Tests benötigen isolierte Geräte, kontrollierte Root-Profile, nachvollziehbare Netzwerkpfade, sichere Testdaten und einen reproduzierbaren Reset. Das Seminar baut ein Genymotion-Labor für statische und dynamische App-Analysen, Proxy-Tests, Instrumentierung und beweissichere Dokumentation auf.

Seminarziel

Ein abgegrenztes Security-Lab kann sicher bereitgestellt, für unterschiedliche Testmethoden konfiguriert und nach jedem Auftrag vollständig bereinigt werden. Testschritte, Beweise und Grenzen der virtuellen Umgebung werden transparent dokumentiert.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Laborauftrag und Sicherheitsgrenzen
  2. 2. Isolierte Laborarchitektur
  3. 3. Geräte- und Root-Profile
  4. 4. Proxy und Zertifikatsprofil
  5. 5. Statische Vorprüfung und App-Bereitstellung
  6. 6. Dynamische Analyse und Instrumentierung
  7. 7. Gerätesimulation für Security-Fälle
  8. 8. Evidenz und Bericht
  9. 9. Reset und Laborfreigabe
  10. Praxisprojekt und Übungen
  11. Zielgruppe und Voraussetzungen
  12. Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnung

Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.

Seminarinhalte

1. Laborauftrag und Sicherheitsgrenzen

Zweck, Freigabe, Testobjekt und Ausschlüsse werden vor technischen Änderungen festgelegt.

  1. Schritt 1: Testauftrag, Eigentümer, Zielanwendung und erlaubte Methoden erfassen.
  2. Schritt 2: Produktivdaten, fremde Systeme und nicht freigegebene Ziele ausdrücklich ausschließen.
  3. Schritt 3: Zeitfenster, Datenaufbewahrung und Eskalationsweg definieren.
  4. Schritt 4: Laborfreigabe mit dokumentierter Autorisierung und Verantwortlichkeit abschließen.

2. Isolierte Laborarchitektur

Testverkehr und sensible Artefakte werden von Produktions- und Standardtestnetzen getrennt.

  1. Schritt 1: Geräte-, Analyse-, Proxy- und Artefaktzone in einem Netzdiagramm anordnen.
  2. Schritt 2: Nur erforderliche Verbindungen und Zielbereiche freigeben.
  3. Schritt 3: Ausgehende Kommunikation auf notwendige Ziele begrenzen oder protokollieren.
  4. Schritt 4: Isolation mit bewusst unzulässigen Verbindungsversuchen überprüfen.

3. Geräte- und Root-Profile

Unrooted, rooted und instrumentierte Zustände werden versioniert und getrennt betrieben.

  1. Schritt 1: Baseline-Image mit Android-Version, Architektur und Prüfsumme festlegen.
  2. Schritt 2: Root-Status und benötigte Analysekomponenten kontrolliert aktivieren.
  3. Schritt 3: Änderungen, Zertifikate und Systemparameter im Profil dokumentieren.
  4. Schritt 4: Profil mit Smoke-Test und anschließendem Wiederaufbau validieren.

4. Proxy und Zertifikatsprofil

HTTP- und TLS-Verkehr wird innerhalb des freigegebenen Testauftrags beobachtbar gemacht.

  1. Schritt 1: Proxyadresse und Netzroute für das Laborgerät konfigurieren.
  2. Schritt 2: Testzertifikat nur im vorgesehenen Laborprofil installieren.
  3. Schritt 3: Verbindung und Zertifikatsvertrauen mit einer kontrollierten Testanwendung prüfen.
  4. Schritt 4: Pinning- oder Vertrauensfehler als Beobachtung dokumentieren, ohne Schutzmechanismen unkontrolliert zu verändern.

5. Statische Vorprüfung und App-Bereitstellung

Paketmerkmale bestimmen den anschließenden dynamischen Testplan.

  1. Schritt 1: Paketname, Version, Signatur, Berechtigungen, Komponenten und ABIs erfassen.
  2. Schritt 2: Testhypothesen aus exponierten Komponenten und Datenflüssen ableiten.
  3. Schritt 3: Anwendung auf ein frisches Laborgerät installieren.
  4. Schritt 4: Ausgangszustand, Konten und Testdaten eindeutig kennzeichnen.

6. Dynamische Analyse und Instrumentierung

Laufzeitverhalten wird mit begrenzten, dokumentierten Eingriffen untersucht.

  1. Schritt 1: Relevante Prozesse, Dateien, Logs und Netzwerkverbindungen beobachten.
  2. Schritt 2: Einen freigegebenen Testfall mit definierten Eingaben ausführen.
  3. Schritt 3: Beobachtungen mit Zeitstempel, Gerätezustand und App-Version korrelieren.
  4. Schritt 4: Hypothese bestätigen, verwerfen oder mit einem gezielten Folgetest präzisieren.

7. Gerätesimulation für Security-Fälle

Standort, Identität, Netzwerk, Batterie und weitere Zustände erweitern die Testabdeckung.

  1. Schritt 1: Sicherheitsrelevanten Missbrauchs- oder Fehlerfall in Vorbedingungen zerlegen.
  2. Schritt 2: Benötigte simulierte Eigenschaften festlegen.
  3. Schritt 3: Zustände reproduzierbar setzen und App-Reaktion beobachten.
  4. Schritt 4: Simulation vollständig zurücksetzen und Aussagegrenzen dokumentieren.

8. Evidenz und Bericht

Beweise bleiben nachvollziehbar, datensparsam und einem konkreten Testschritt zugeordnet.

  1. Schritt 1: Screenshots, Logs, Netzwerkbeobachtungen und Konfiguration mit Fall-ID versehen.
  2. Schritt 2: Zeit, Version, Gerät, Root-Status und Eingaben je Evidenz erfassen.
  3. Schritt 3: Personenbezogene oder geheime Daten minimieren oder schwärzen.
  4. Schritt 4: Befund mit Reproduktion, Auswirkung, Risiko und Korrekturhinweis strukturieren.

9. Reset und Laborfreigabe

Nach dem Auftrag verbleiben keine Konten, Tokens, Zertifikate oder Testdaten.

  1. Schritt 1: Aktive Sitzungen, Proxyzugänge und Testkonten schließen.
  2. Schritt 2: Artefakte gemäß Aufbewahrungsregel übertragen und lokal entfernen.
  3. Schritt 3: Gerät aus freigegebener Baseline neu erstellen oder vollständig zurücksetzen.
  4. Schritt 4: Negativprüfung durchführen und Laborressource erst danach freigeben.

Praxisprojekt und Übungen

Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.

  1. Übung 1: Ein isoliertes Labor mit getrennten Geräte-, Proxy- und Artefaktpfaden wird entworfen.
  2. Übung 2: Eine Beispielanwendung wird statisch vorgeprüft und in einem rooted sowie unrooted Profil dynamisch untersucht.
  3. Übung 3: Evidenz, Befund und vollständige Laborbereinigung werden anhand eines kontrollierten Testfalls durchgeführt.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Mobile Security, Penetration Testing, Application Security, Red Team, Security Engineering und Plattformbetrieb.

Voraussetzungen: Android-, Netzwerk- und Anwendungssicherheitskenntnisse; sichere Nutzung von Analysewerkzeugen.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Mobile Security, Penetration Testing, Application Security, Red Team, Security Engineering und Plattformbetrieb
Voraussetzungen: Android-, Netzwerk- und Anwendungssicherheitskenntnisse; sichere Nutzung von Analysewerkzeugen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
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