Seminar Genymotion Self-hosted / Device Image – Monitoring, Logging und Troubleshooting

Störungen können in Infrastruktur, Netzwerk, WebRTC, Android, Anwendung, ADB, API oder Testautomatisierung entstehen. Das Seminar verbindet Metriken, Plattformprotokolle, Logcat, Shell-Diagnose und reproduzierbare Fehleranalyse zu einem abgestuften Supportverfahren.

Seminarziel

Gesundheitszustand, Kapazität und Nutzerwirkung werden überwacht; Störungen lassen sich eingrenzen, beweissicher dokumentieren und mit Runbooks bearbeiten. Wiederkehrende Fehler fließen in Alarme, Wissensartikel und Verbesserungsmaßnahmen ein.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Servicezustand und Messmodell
  2. 2. Metriken und Schwellenwerte
  3. 3. Logquellen und Korrelation
  4. 4. Logcat und Anwendungsdiagnose
  5. 5. Netzwerk-, TLS- und WebRTC-Analyse
  6. 6. ADB-, SSH- und API-Störungen
  7. 7. Datenträger, Zustand und Wiederanlauf
  8. 8. Incident-Verfahren und Eskalation
  9. 9. Runbooks und Problem Management
  10. Praxisprojekt und Übungen
  11. Zielgruppe und Voraussetzungen
  12. Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnung

Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.

Seminarinhalte

1. Servicezustand und Messmodell

Technische Signale werden auf Nutzerwirkung und Serviceziele ausgerichtet.

  1. Schritt 1: Kernfunktionen wie Start, Webzugriff, Stream, ADB, API und App-Ausführung benennen.
  2. Schritt 2: Für jede Funktion Signal, Messintervall und Sollwert definieren.
  3. Schritt 3: Abhängigkeiten zu Compute, Speicher, Netzwerk, DNS und Zertifikaten zuordnen.
  4. Schritt 4: Ein minimales Gesundheitsmodell mit grün, beeinträchtigt und ausgefallen erstellen.

2. Metriken und Schwellenwerte

Ressourcen- und Nutzungsdaten werden ohne Alarmflut ausgewertet.

  1. Schritt 1: CPU, Speicher, Datenträger, Netzwerk, Bootzeit, Verbindungsfehler und Testdurchsatz erfassen.
  2. Schritt 2: Normalbereich aus einer repräsentativen Lastphase bestimmen.
  3. Schritt 3: Warn- und Kritisch-Schwellen mit Zeitfenster und Hysterese definieren.
  4. Schritt 4: Alarm anhand eines kontrollierten Ressourcenengpasses auslösen und bewerten.

3. Logquellen und Korrelation

Plattform-, System-, Zugriffs-, API- und Android-Protokolle werden zeitlich zusammengeführt.

  1. Schritt 1: Verfügbare Logquellen, Zeitstempel, Aufbewahrung und Zugriff erfassen.
  2. Schritt 2: Geräte-, Instanz-, Job- und Korrelationskennung vereinheitlichen.
  3. Schritt 3: Einen Testvorgang aus Web-, API- und Android-Log rekonstruieren.
  4. Schritt 4: Fehlende Felder und Zeitabweichungen als Logging-Verbesserung dokumentieren.

4. Logcat und Anwendungsdiagnose

App- und Frameworkfehler werden aus einem kontrollierten Reproduktionslauf analysiert.

  1. Schritt 1: Logpuffer bereinigen und Zielanwendung eindeutig identifizieren.
  2. Schritt 2: Fehlerfall mit präzisem Zeitpunkt und Eingabedaten auslösen.
  3. Schritt 3: Logs nach Prozess, Tag und Priorität filtern.
  4. Schritt 4: Stacktrace, Android-Systemmeldung und App-Verhalten zu einer geprüften Ursache verbinden.

5. Netzwerk-, TLS- und WebRTC-Analyse

Erreichbarkeits- und Streamingprobleme werden entlang des Kommunikationspfads eingegrenzt.

  1. Schritt 1: DNS, Route, Firewall, Zertifikatskette und Webzugriff schrittweise prüfen.
  2. Schritt 2: HTTP-, WebSocket- und Medienverbindung getrennt beobachten.
  3. Schritt 3: TURN-/STUN- oder Portanforderungen gegen die Netzmatrix vergleichen.
  4. Schritt 4: Fehlerpunkt mit positivem Gegenbeweis aus einer funktionierenden Zone bestätigen.

6. ADB-, SSH- und API-Störungen

Entwickler- und Automatisierungszugänge werden mit standardisierten Prüfungen untersucht.

  1. Schritt 1: Portfreigabe, Tunnelprozess, Schlüssel und Zieladresse kontrollieren.
  2. Schritt 2: Gerätestatus und ADB-Serverzustand abfragen.
  3. Schritt 3: API-Aufruf mit vollständigem Antwortcode, Timeout und Zertifikatsprüfung reproduzieren.
  4. Schritt 4: Fehlerklasse bestimmen und Zugriff nach der Korrektur erneut mit Negativtest absichern.

7. Datenträger, Zustand und Wiederanlauf

Persistenz- und Startprobleme werden ohne unkontrollierten Datenverlust bearbeitet.

  1. Schritt 1: Freien Speicher, Dateisystemzustand und relevante Mounts prüfen.
  2. Schritt 2: Geräte- und Plattformdienste sowie letzte Startmeldungen auswerten.
  3. Schritt 3: Kontrollierten Neustart mit vorheriger Sicherung kritischer Daten durchführen.
  4. Schritt 4: Persistenz, App-Stand und Zugänge nach einer Wiederanlaufcheckliste validieren.

8. Incident-Verfahren und Eskalation

Technische Analyse wird in einen steuerbaren Störungsprozess eingebettet.

  1. Schritt 1: Auswirkung, Dringlichkeit, betroffene Geräte und Beginn erfassen.
  2. Schritt 2: Stabilisierung vor Ursachenanalyse priorisieren.
  3. Schritt 3: Hypothesen, Tests, Ergebnisse und Änderungen chronologisch protokollieren.
  4. Schritt 4: Eskalationspaket mit Logs, Versionen, Topologie, Reproduktion und bereits geprüften Punkten erstellen.

9. Runbooks und Problem Management

Wiederkehrende Störungen werden in überprüfbare Betriebsabläufe überführt.

  1. Schritt 1: Häufige Symptome nach Nutzerwirkung und Ursache gruppieren.
  2. Schritt 2: Je Symptom Startprüfung, Diagnosebaum, sichere Korrektur und Rückfall definieren.
  3. Schritt 3: Runbook in einer Übungsstörung durch eine andere Rolle ausführen lassen.
  4. Schritt 4: Fehlertrend, dauerhafte Maßnahme und Wirksamkeitskontrolle in ein Problem-Backlog aufnehmen.

Praxisprojekt und Übungen

Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.

  1. Übung 1: Ein Monitoringmodell mit Serviceindikatoren, Schwellenwerten und Alarmwegen wird aufgebaut.
  2. Übung 2: Eine kombinierte WebRTC-, TLS- und ADB-Störung wird entlang eines Diagnosebaums eingegrenzt.
  3. Übung 3: Ein vollständiges Incident-Paket und ein wiederverwendbares Runbook werden erstellt.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Plattformbetrieb, Support, Site Reliability Engineering, Mobile QA und Security Operations.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Genymotion, Android, Netzwerken und Systembetrieb.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformbetrieb, Support, Site Reliability Engineering, Mobile QA und Security Operations
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Genymotion, Android, Netzwerken und Systembetrieb
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
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Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
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