Seminar Genymotion Self-hosted / Device Image – Intensivseminar Automatisierung, Testing und Integration

Der Engineering-Pfad bündelt Image-Strategie, ADB- und Entwicklerzugriff, Gerätesimulation, HTTP API, CI/CD, Parallelität, Web-Integration, App-Kompatibilität und Security-Testmethoden. Ein durchgängiges Testsystem wird von der Geräteauswahl bis zur automatisierten Ergebnis- und Bereinigungsphase aufgebaut.

Seminarziel

Testteams können passende Geräteprofile bereitstellen, Anwendungen automatisiert installieren, Simulationen steuern, parallele Tests ausführen, interaktive Sitzungen integrieren und Fehler mit vollständigen Artefakten analysieren. Sicherheit und Zustandsbereinigung sind in jeden Workflow eingebaut.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Tag 1: Image- und Teststrategie
  2. 2. Tag 1: ADB und reproduzierbares App-Setup
  3. 3. Tag 2: Simulationsbasiertes Testdesign
  4. 4. Tag 2: API-Client und Automatisierungsbausteine
  5. 5. Tag 3: CI/CD-Gerätelebenszyklus
  6. 6. Tag 3: Parallele Tests und Kapazität
  7. 7. Tag 4: Web-Integration und interaktive Sitzung
  8. 8. Tag 4: App-Kompatibilität und Security-Profile
  9. 9. Tag 5: Diagnose und Fehlerisolation
  10. 10. Tag 5: Ende-zu-Ende-Testplattform
  11. Praxisprojekt und Übungen
  12. Zielgruppe und Voraussetzungen
  13. Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnung

Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.

Seminarinhalte

1. Tag 1: Image- und Teststrategie

Android-Versionen, Architekturen und Profile werden aus Produkt- und Testanforderungen abgeleitet.

  1. Schritt 1: Mindestversionen, ABIs, Google-Abhängigkeiten und Testarten erfassen.
  2. Schritt 2: ARM64- und x86_64-Kandidaten mit einem Referenzlauf vergleichen.
  3. Schritt 3: Geräteprofile für Funktion, Performance, Security und interaktive Nutzung definieren.
  4. Schritt 4: Freigegebenen Testkatalog mit Auswahlregeln erstellen.

2. Tag 1: ADB und reproduzierbares App-Setup

Entwicklerzugriff und Anwendungsbereitstellung werden sicher und wiederholbar gestaltet.

  1. Schritt 1: ADB über autorisierten Pfad oder SSH-Tunnel verbinden.
  2. Schritt 2: APK, Signatur, ABI und Mindest-SDK prüfen.
  3. Schritt 3: App und Testdaten installieren sowie Berechtigungen setzen.
  4. Schritt 4: Smoke-Test, Logcat-Sicherung und vollständige Rücksetzung ausführen.

3. Tag 2: Simulationsbasiertes Testdesign

Gerätezustände werden in prüfbare Positiv-, Grenz- und Fehlerfälle übersetzt.

  1. Schritt 1: Risiken für Standort, Netzwerk, Batterie, Biometrie, Medien und Identität priorisieren.
  2. Schritt 2: Ausgangszustand und erwartete Reaktion je Fall definieren.
  3. Schritt 3: Einzelsimulationen manuell ausführen und Beobachtungspunkte validieren.
  4. Schritt 4: Kombiniertes Szenario mit Reset und zweitem Wiederholungslauf prüfen.

4. Tag 2: API-Client und Automatisierungsbausteine

Ein sicherer Client kapselt Gerätezustand, Simulation, Eingabe und Diagnose.

  1. Schritt 1: TLS, Authentisierung, Timeouts und Korrelations-ID konfigurieren.
  2. Schritt 2: Istzustand lesen und Sollwerte idempotent setzen.
  3. Schritt 3: Simulation, Shell-Prüfung und Screenshot zu einem Workflow kombinieren.
  4. Schritt 4: Fehler, Retry und Kompensation mit kontrollierten Störungen testen.

5. Tag 3: CI/CD-Gerätelebenszyklus

Provisionierung, Qualifizierung, Test, Artefakt und Rückgabe werden als Pipeline umgesetzt.

  1. Schritt 1: Gerätevertrag und Pipelinevariablen definieren.
  2. Schritt 2: Gerät auswählen, Gesundheitsprüfung ausführen und dem Job leasen.
  3. Schritt 3: App und Testdaten bereitstellen und Test starten.
  4. Schritt 4: Artefakte sichern, Gerät bereinigen und Lease zuverlässig freigeben.

6. Tag 3: Parallele Tests und Kapazität

Tests werden isoliert verteilt und an stabile Plattformkapazität angepasst.

  1. Schritt 1: Tests nach Dauer und Geräteanforderung in Shards aufteilen.
  2. Schritt 2: Eindeutige Geräte, Datenräume und Artefaktpfade zuweisen.
  3. Schritt 3: Mehrere Shards parallel ausführen und Heartbeats überwachen.
  4. Schritt 4: Sättigung, Retry-Rate und optimale Parallelität aus Messwerten ableiten.

7. Tag 4: Web-Integration und interaktive Sitzung

Automatisierte und menschliche Prüfung werden in einem gesicherten Portalfluss verbunden.

  1. Schritt 1: Sitzungszustände, Gerätezuweisung und temporäre Berechtigung modellieren.
  2. Schritt 2: Gerätesicht mit SDK in einen Portalprototyp einbetten.
  3. Schritt 3: WebRTC-Qualität, Kioskmodus und Eingabefokus testen.
  4. Schritt 4: Timeout, Browserabbruch und datenschutzgerechte Bereinigung automatisieren.

8. Tag 4: App-Kompatibilität und Security-Profile

Google-Dienste, Root und Analysezustände werden als getrennte, kontrollierte Profile betrieben.

  1. Schritt 1: App-Abhängigkeiten zu Google-Diensten, ABI und Integrität erfassen.
  2. Schritt 2: Standard-, Google- und Root-Profil bereitstellen.
  3. Schritt 3: Identischen Test auf mehreren Profilen ausführen und Abweichungen klassifizieren.
  4. Schritt 4: Konten, Zertifikate, Daten und Root-Änderungen nach Testauftrag vollständig entfernen.

9. Tag 5: Diagnose und Fehlerisolation

Pipeline-, Netzwerk-, API- und App-Fehler werden über gemeinsame Kennungen korreliert.

  1. Schritt 1: Job-, Geräte- und Korrelations-ID in Logs und Artefakten vereinheitlichen.
  2. Schritt 2: Verbindungsabbruch, fehlerhafte Simulation und App-Ausnahme kontrolliert auslösen.
  3. Schritt 3: API-Antwort, Pipeline-Log, Netzwerkprüfung und Logcat zusammenführen.
  4. Schritt 4: Fehlerklasse, sichere Retry-Entscheidung und Supportpaket dokumentieren.

10. Tag 5: Ende-zu-Ende-Testplattform

Alle Bausteine werden in einen produktionsnahen, überprüften Workflow integriert.

  1. Schritt 1: Anforderung wählt Image, Architektur und Geräteprofil aus.
  2. Schritt 2: Pipeline stellt Gerät bereit, installiert App und führt parallele Simulationstests aus.
  3. Schritt 3: Portal ermöglicht einen zeitlich begrenzten manuellen Nachtest.
  4. Schritt 4: Artefakte, Bereinigung, Kennzahlen und Abschlussstatus werden automatisch erzeugt und abgenommen.

Praxisprojekt und Übungen

Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.

  1. Übung 1: Ein sicherer API-Client und eine Pipeline für Gerätebereitstellung, Test und Rückgabe werden umgesetzt.
  2. Übung 2: Parallele simulationsbasierte Tests laufen mit isolierten Daten, vollständigen Artefakten und Kapazitätsmessung.
  3. Übung 3: Ein Portalnachtest, Security-Profil und Ende-zu-Ende-Fehlerfall werden in denselben Workflow integriert.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Testautomatisierung, Mobile QA, Android-Entwicklung, DevOps, Webintegration und Application Security.

Voraussetzungen: Erfahrung mit Android-Tests, Skripten oder Programmierung, HTTP und CI/CD.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Testautomatisierung, Mobile QA, Android-Entwicklung, DevOps, Webintegration und Application Security
Voraussetzungen: Erfahrung mit Android-Tests, Skripten oder Programmierung, HTTP und CI/CD
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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