Template Images, externe Datenbereiche und Sicherungsverfahren verkürzen Bereitstellung und unterstützen reproduzierbare Zustände. Ohne Versionierung, Konsistenzprüfung und Restore-Test entstehen jedoch schwer erkennbare Abhängigkeiten. Das Seminar entwickelt einen kontrollierten Template- und Recovery-Lifecycle.
Seminarziel
Referenzzustände können erstellt, versioniert, geprüft und als Templates bereitgestellt werden. Daten- und Konfigurationssicherungen werden nach Recovery-Zielen geplant und durch vollständige Wiederherstellungstests bestätigt.
Inhaltsübersicht
- 1. Referenzzustand definieren
- 2. Template vorbereiten
- 3. Template erstellen und versionieren
- 4. Template validieren
- 5. Daten- und Persistenzmodell
- 6. Backup-Plan und Konsistenz
- 7. Wiederherstellung durchführen
- 8. Rückfall und regelmäßiger Recovery-Test
- Praxisprojekt und Übungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung
Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.
Seminarinhalte
1. Referenzzustand definieren
Ein Template enthält nur freigegebene, wiederverwendbare und dokumentierte Bestandteile.
- Schritt 1: Android-Version, Architektur, Geräteprofil und vorgesehenen Einsatzzweck festlegen.
- Schritt 2: Zulässige Systemänderungen, Pakete, Zertifikate und Basiskonfiguration bestimmen.
- Schritt 3: Personenbezogene Daten, Konten, Tokens und temporäre Dateien ausschließen.
- Schritt 4: Sollwert- und Ausschlussliste für den Golden State freigeben.
2. Template vorbereiten
Der Ausgangszustand wird in kontrollierter Reihenfolge aufgebaut.
- Schritt 1: Frisches Gerät aus passendem Basisimage bereitstellen.
- Schritt 2: Konfiguration und freigegebene Pakete nach Runbook installieren.
- Schritt 3: Logs, Caches, Konten, Verlauf und gerätespezifische Daten bereinigen.
- Schritt 4: Gerät neu starten und Sollwerte sowie Ausschlüsse erneut prüfen.
3. Template erstellen und versionieren
Jede Vorlage erhält eindeutige Herkunft, Version und Freigabestatus.
- Schritt 1: Template-Erstellung mit Plattformfunktion oder vorgesehenem Image-Prozess auslösen.
- Schritt 2: Versionsschema, Änderungsbeschreibung und Erstellungsdatum vergeben.
- Schritt 3: Abhängigkeiten zu Android-, Plattform- und App-Versionen dokumentieren.
- Schritt 4: Vorlage zunächst als Kandidat und erst nach Test als freigegeben kennzeichnen.
4. Template validieren
Nicht die Erstellung, sondern ein erfolgreicher Neuaufbau bestätigt die Nutzbarkeit.
- Schritt 1: Neues Gerät ausschließlich aus dem Template bereitstellen.
- Schritt 2: Bootzeit, Konfiguration, Pakete, Zugänge und Speicherzustand prüfen.
- Schritt 3: Referenzanwendung und einen repräsentativen Test ausführen.
- Schritt 4: Abweichungen korrigieren und Validierung mit einer neuen Version wiederholen.
5. Daten- und Persistenzmodell
Systemzustand, Anwendungsdaten und externe Datenbereiche werden bewusst getrennt.
- Schritt 1: Daten nach temporär, wiederherstellbar, vertraulich und langfristig klassifizieren.
- Schritt 2: Speicherort und Persistenzverhalten je Datenklasse dokumentieren.
- Schritt 3: Externe Datenbereiche nur für klar definierte Inhalte und Zugriffe verwenden.
- Schritt 4: Lösch-, Aufbewahrungs- und Verschlüsselungsanforderungen ergänzen.
6. Backup-Plan und Konsistenz
Sicherungen werden an Wiederherstellungszielen statt an verfügbaren Werkzeugen ausgerichtet.
- Schritt 1: Recovery Point und Recovery Time je Geräte- oder Datenklasse festlegen.
- Schritt 2: Sicherungsumfang für Konfiguration, Datenbereich, Templates und Dokumentation bestimmen.
- Schritt 3: Anwendungs- und Dateikonsistenz vor dem Sicherungslauf gewährleisten.
- Schritt 4: Sicherung mit Prüfsumme, Zeitstempel, Version und Aufbewahrungsstatus registrieren.
7. Wiederherstellung durchführen
Restore-Schritte werden unter realistischen Bedingungen vollständig geprüft.
- Schritt 1: Ausfall- oder Verlustszenario sowie Zielzeit definieren.
- Schritt 2: Ersatzgerät oder Zielumgebung aus freigegebenem Basisstand bereitstellen.
- Schritt 3: Konfiguration und Daten in vorgesehener Reihenfolge wiederherstellen.
- Schritt 4: App-Funktion, Datenkonsistenz, Zugänge und Integrationen gegen eine Abnahmeliste prüfen.
8. Rückfall und regelmäßiger Recovery-Test
Templates und Sicherungen bleiben nur durch wiederholte Tests vertrauenswürdig.
- Schritt 1: Testfrequenz nach Kritikalität und Änderungsrate festlegen.
- Schritt 2: Stichprobe aus aktuellen und älteren Sicherungen auswählen.
- Schritt 3: Wiederherstellungszeit, Fehler und manuelle Abhängigkeiten messen.
- Schritt 4: Verbesserungen, ungültige Sicherungen und neue Baseline im Recovery-Register dokumentieren.
Praxisprojekt und Übungen
Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.
- Übung 1: Ein bereinigter Golden State wird erstellt, versioniert und über ein neues Gerät validiert.
- Übung 2: Ein Daten- und Backup-Plan mit RPO-/RTO-orientierten Klassen wird ausgearbeitet.
- Übung 3: Ein vollständiger Restore auf eine Ersatzinstanz wird ausgeführt und abgenommen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Plattformbetrieb, Systemadministration, Testarchitektur, Release Management und Business Continuity.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Genymotion-Administration, Datenträgern und Backup-Verfahren.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformbetrieb, Systemadministration, Testarchitektur, Release Management und Business Continuity |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Genymotion-Administration, Datenträgern und Backup-Verfahren |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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