Seminar M-Files Workflows und Prozessautomatisierung

Zielsetzung

Geschäftsprozesse werden mit verständlichen Status, eindeutigen Verantwortlichkeiten und beherrschbarer Automatisierung umgesetzt. Normal- und Ausnahmefälle bleiben nachvollziehbar und testbar.

Inhaltsübersicht

  • Prozessziel und Automatisierungsgrenze klären
  • Ist-Prozess mit Varianten aufnehmen
  • Statusmodell entwerfen
  • Übergänge und Entscheidungspunkte definieren
  • Aufgaben und Verantwortlichkeiten zuordnen
  • Fristen, Erinnerungen und Eskalationen gestalten
  • Freigaben und Vier-Augen-Prinzip umsetzen
  • Automatische Aktionen kontrolliert einsetzen
  • Berechtigungen statusabhängig steuern
  • Ausnahme- und Fehlerfälle beherrschen
  • Workflow systematisch testen
  • Produktivsetzung und Optimierung steuern

Seminarinhalte

Die Themen werden in einer festen Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration oder Durchführung, Kontrolle und dokumentierter Auswertung bearbeitet.

1. Prozessziel und Automatisierungsgrenze klären

  1. Geschäftszweck, Auslöser, Ergebnis, Beteiligte und messbare Probleme des heutigen Prozesses erfassen.
  2. Notwendige Entscheidungen von bloßen Weiterleitungen und manuellen Routinen unterscheiden.
  3. Festlegen, welche Teile standardisiert, automatisiert oder bewusst manuell bleiben.

2. Ist-Prozess mit Varianten aufnehmen

  1. Normalfall, Rückfrage, Korrektur, Ablehnung, Abbruch, Vertretung und Fristüberschreitung dokumentieren.
  2. Informationsbedarf, Verantwortlichkeit und Wartezeit je Schritt erfassen.
  3. Nicht wertschöpfende Schleifen und historisch gewachsene Sonderwege identifizieren.

3. Statusmodell entwerfen

  1. Status nach fachlich erkennbarem Zustand statt nach einzelnen Bedienhandlungen benennen.
  2. Eintritts- und Abschlusskriterien für jeden Status festlegen.
  3. Zu viele Zwischenzustände vermeiden und den Prozessfluss mit realen Fällen durchspielen.

4. Übergänge und Entscheidungspunkte definieren

  1. Erlaubte Übergänge, auslösende Rolle, Pflichtinformationen und Ergebnis je Schritt beschreiben.
  2. Automatische und manuelle Übergänge eindeutig voneinander trennen.
  3. Unzulässige Sprünge, Rücksetzungen und Parallelentscheidungen mit Negativfällen prüfen.

5. Aufgaben und Verantwortlichkeiten zuordnen

  1. Aufgabenempfänger aus Rolle, Objektbeziehung oder festgelegter Gruppe ableiten.
  2. Aufgabeninhalt, Fälligkeit, Vertretung und Abschlussnachweis verständlich formulieren.
  3. Verwaiste Aufgaben bei Rollenwechsel, Austritt oder fehlendem Verantwortlichen verhindern.

6. Fristen, Erinnerungen und Eskalationen gestalten

  1. Fälligkeit aus fachlichem Ereignis, Priorität und Bearbeitungszeit ableiten.
  2. Erinnerung, Eskalation und Neuverteilung als unterschiedliche Maßnahmen definieren.
  3. Kalender, Abwesenheit, wiederholte Eskalation und bereits erledigte Aufgaben testen.

7. Freigaben und Vier-Augen-Prinzip umsetzen

  1. Prüfung, Genehmigung, Veröffentlichung und Kenntnisnahme fachlich unterscheiden.
  2. Unabhängigkeit der freigebenden Rolle und Umgang mit Selbstfreigabe festlegen.
  3. Mehrstufige, parallele und bedingte Freigaben auf Abbruch- und Änderungsfälle prüfen.

8. Automatische Aktionen kontrolliert einsetzen

  1. Metadatenänderungen, Benachrichtigungen, Dokumenterzeugung und Integrationsaufrufe nach Nutzen bewerten.
  2. Auslöser, Reihenfolge, Wiederholbarkeit und Fehlerbehandlung für jede Aktion dokumentieren.
  3. Automatisierung mit kleinen, nachvollziehbaren Schritten statt undurchsichtiger Gesamtroutine aufbauen.

9. Berechtigungen statusabhängig steuern

  1. Lesen, Bearbeiten und Freigeben nach Rolle und Prozessphase festlegen.
  2. Automatische Rechteänderungen mit Objektbeziehungen und vertraulichen Fällen abstimmen.
  3. Vorherige Zugriffe, Vertretung und nachträgliche Korrekturen mit Testkonten prüfen.

10. Ausnahme- und Fehlerfälle beherrschen

  1. Fehlende Metadaten, nicht erreichbare Integration, ungültige Rolle und technische Abbrüche getrennt behandeln.
  2. Sicheren Zwischenzustand, Wiederanlauf, manuelle Korrektur und Eskalation je Fehlerart definieren.
  3. Fehlermeldungen so formulieren, dass Anwender oder Betrieb eine konkrete nächste Handlung erkennen.

11. Workflow systematisch testen

  1. Testmatrix aus Status, Rolle, Datenvariante, Übergang und erwartetem Ergebnis aufbauen.
  2. Normal-, Negativ-, Grenz-, Vertretungs- und Regressionstests durchführen.
  3. Protokoll, Aufgaben, Benachrichtigungen, Rechte und Folgeaktionen in jedem Fall mitprüfen.

12. Produktivsetzung und Optimierung steuern

  1. Migration laufender Vorgänge, Schulung, Support, Rückfall und Kommunikationsplan vorbereiten.
  2. Durchlaufzeit, Wartezeit, Abbruch, Rückfragen und überfällige Aufgaben als Kennzahlen beobachten.
  3. Änderungen nach belegtem Problem, fachlicher Freigabe und vollständigem Regressionstest umsetzen.

Praxisübungen

Konfiguration eines vollständigen Freigabeprozesses mit Statusmodell, Rollen, Aufgaben, Fristen, Rückfragen, Ablehnung, Vertretung, automatischen Aktionen, Berechtigungen, Testmatrix und Betriebskennzahlen.

Zielgruppe

Business Administratoren, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Fachverantwortliche, Applikationsbetreuung und Projektteams mit Verantwortung für digitale Freigabe- oder Bearbeitungsprozesse.

Voraussetzungen

Sichere M-Files-Anwenderkenntnisse und Verständnis des zu automatisierenden Fachprozesses. Grundkenntnisse des Metadatenmodells werden empfohlen.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage, ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag: 10:00 Uhr, an den Folgetagen: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Business Administratoren, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Fachverantwortliche, Applikationsbetreuung und Projektteams mit Verantwortung für digitale Freigabe- oder Bearbeitungsprozesse.
Voraussetzungen: Sichere M-Files-Anwenderkenntnisse und Verständnis des zu automatisierenden Fachprozesses. Grundkenntnisse des Metadatenmodells werden empfohlen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete praktische Übungen am System und Fallstudien
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop; alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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