Der Schwerpunkt liegt auf einem messbaren und wiederherstellbaren Betrieb. Metriken, Protokolle, Sicherungen und Diagnosepfade werden so verbunden, dass Störungen nicht nur kurzfristig behoben, sondern Ursachen und Wiederholungsrisiken nachvollziehbar behandelt werden.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und Arbeitsrahmen
- Betriebsmodell und Serviceindikatoren
- Protokolle und Ereigniskorrelation
- Backupdesign und Konsistenz
- Restore und Wiederanlauf
- Kapazität und Performance
- Typische Störungsklassen
- Incident, Ursachenanalyse und Nachsorge
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele und Arbeitsrahmen
- Technische und fachliche Betriebsindikatoren festlegen.
- Protokolle aus Anwendung, Laufzeit, Proxy und Datenbank korrelieren.
- Konsistente Sicherungen planen und Wiederherstellungen nachweisen.
- Kapazitäts- und Performanceengpässe systematisch eingrenzen.
- Typische Start-, Login-, Such-, Upload- und Integrationsfehler diagnostizieren.
- Incident-Abläufe mit Belegen, Maßnahmen und Nachkontrolle dokumentieren.
Zielgruppe: Applikationsbetrieb, Linux- und Datenbankadministration, Monitoring-Teams, DevOps, Service Desk und technische Serviceverantwortung.
Voraussetzungen: Kenntnisse der Silverpeas-Architektur sowie Grundpraxis mit Linux, Datenbanken, Protokollen und Monitoringwerkzeugen.
1. Betriebsmodell und Serviceindikatoren
Ein Monitoringkonzept beginnt mit messbaren Servicezielen und eindeutigen Verantwortlichkeiten.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Kritische Benutzerwege wie Anmeldung, Suche, Publikation und Dateizugriff definieren.
- Verfügbarkeit, Antwortzeit, Fehlerquote, Warteschlangen und Speicherwachstum als Indikatoren festlegen.
- Warn- und Alarmgrenzen mit Betriebszeiten und Eskalationen verbinden.
- Dashboard, Bereitschaft und tägliche Kontrollroutine dokumentieren.
Praxisauftrag
Für einen Silverpeas-Service wird ein Indikatorenkatalog mit Schwellenwerten, Eigentümern und Reaktionszeiten erstellt.
2. Protokolle und Ereigniskorrelation
Anwendungs-, Laufzeit-, Proxy-, Datenbank- und Betriebssystemmeldungen werden zeitlich und sachlich zusammengeführt.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Relevante Protokollquellen und Aufbewahrungszeiten erfassen.
- Zeitstempel, Request-Kontext, Benutzerbezug und Fehlerklasse normalisieren.
- Ein Ereignis vom Browser über Proxy und Anwendung bis zur Datenbank verfolgen.
- Suchmuster und Diagnoseabfragen für häufige Fehlerbilder dokumentieren.
Praxisauftrag
Ein fehlgeschlagener Dateiupload wird anhand verteilter Protokolle rekonstruiert und mit einer eindeutigen Ursache versehen.
3. Backupdesign und Konsistenz
Datenbank, Dokumente, Konfiguration, Schlüsselmaterial und anwendungsnahe Indizes werden als zusammengehöriger Sicherungssatz behandelt.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Schutzbedarf, Wiederanlaufzeit und maximalen Datenverlust je Datenklasse festlegen.
- Sicherungsreihenfolge und Konsistenzpunkt für Datenbank und Dateien definieren.
- Verschlüsselung, Aufbewahrung, externe Kopie und Zugriffsschutz einrichten.
- Erfolgskontrollen und regelmäßige Stichproben automatisierbar beschreiben.
Praxisauftrag
Ein Sicherungsplan wird aus Geschäftsanforderungen abgeleitet und gegen typische Inkonsistenzrisiken geprüft.
4. Restore und Wiederanlauf
Eine Sicherung gilt erst nach erfolgreich geprüftem Restore als belastbar.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Leere Zielumgebung oder Wiederherstellungsbereich vorbereiten.
- Konfiguration, Datenbank und Dateien in definierter Reihenfolge zurückspielen.
- Anwendung starten und technische Integrität kontrollieren.
- Anmeldung, Suche, Dokumentzugriff und ausgewählte Fachprozesse als Abnahmetests ausführen.
Praxisauftrag
Ein vollständiger Restore wird durchgeführt; fehlende Datei- oder Datenbankstände werden erkannt und korrigiert.
5. Kapazität und Performance
Leistung wird entlang des gesamten Anfragepfads statt durch einzelne Tuningparameter bewertet.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- CPU, Arbeitsspeicher, Garbage Collection, Datenbank, I/O und Netzwerk gemeinsam messen.
- Langsame Benutzerwege mit Zeitmessung und Protokollbelegen erfassen.
- Engpasshypothesen priorisieren und jeweils nur eine Änderung kontrolliert testen.
- Vorher-Nachher-Werte, Nebenwirkungen und Rücknahme dokumentieren.
Praxisauftrag
Ein künstlich verlangsamter Such- und Dokumentenzugriff wird gemessen, eingegrenzt und durch eine überprüfbare Maßnahme verbessert.
6. Typische Störungsklassen
Fehlerbilder werden anhand eines festen Diagnosebaums statt durch ungeordnete Einzelmaßnahmen bearbeitet.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Startfehler nach Laufzeit, Konfiguration, Port, Datenbank und Dateirechten trennen.
- Loginprobleme nach Identität, Synchronisation, Sitzung und SSO-Pfad untersuchen.
- Such- und Indexprobleme von Berechtigungs- oder Inhaltsproblemen unterscheiden.
- Integrationsfehler bei Mail, LDAP, Proxy und externen Diensten gezielt isolieren.
Praxisauftrag
Vier vorbereitete Störungen werden mit Hypothese, Beleg, Korrektur und Verifikation bearbeitet.
7. Incident, Ursachenanalyse und Nachsorge
Der technische Befund wird in einen kontrollierten Serviceprozess mit Kommunikation und Prävention überführt.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
- Auswirkung, Beginn, betroffene Funktionen und aktuelle Belege erfassen.
- Stabilisierung und Ursachenanalyse als getrennte Arbeitsstränge führen.
- Änderungen, Entscheidungen und Kommunikationszeitpunkte protokollieren.
- Ursache, beitragende Faktoren, Präventionsmaßnahme und Wirksamkeitskontrolle dokumentieren.
Praxisauftrag
Ein kompletter Incident wird von Alarmierung über Stabilisierung bis zur Ursachenanalyse und Maßnahmenkontrolle simuliert.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- oder Bearbeitungsschritte, Praxisaufträge und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe reproduzierbar und können als Grundlage für interne Standards, Runbooks oder Redaktionsleitfäden verwendet werden.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Applikationsbetrieb, Linux- und Datenbankadministration, Monitoring-Teams, DevOps, Service Desk und technische Serviceverantwortung |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse der Silverpeas-Architektur sowie Grundpraxis mit Linux, Datenbanken, Protokollen und Monitoringwerkzeugen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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