Seminar Spline Sculpting und organische Formen

Das Seminar vermittelt die Entwicklung organischer und weich modellierter Formen mit Sculpting-Werkzeugen in Spline. Volumenaufbau, Silhouette, lokale Details, Symmetrie, Oberflächenprüfung und Echtzeitoptimierung werden zu einem kontrollierten Gestaltungsprozess verbunden.

Statt ungerichteter Detailarbeit steht die schrittweise Entwicklung von großer Form über mittlere Struktur bis zu ausgewählten Details im Vordergrund.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisprojekt
  • Methodik
  • Anwendbare Fähigkeiten

Lernziele

  • Organische Formen aus einfachen Volumen schrittweise entwickeln
  • Sculpting-Werkzeuge nach Formphase und gewünschter Wirkung auswählen
  • Silhouette, Symmetrie und Übergänge systematisch prüfen
  • Details und Oberfläche für Echtzeitdarstellung angemessen dosieren
  • Ein organisches Asset für Material, Animation und Interaktion vorbereiten

Zielgruppe

3D- und Character Designer, Illustratoren, Produkt- und Kommunikationsdesigner, Motion Designer sowie Kreative für organische Markenobjekte und stilisierte Assets.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Spline und räumlicher Navigation. Ein Grafiktablett ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Formidee und Referenz analysieren

Proportion, Hauptvolumen und charakteristische Silhouette werden vor dem Sculpting in einfache Formblöcke übersetzt.

  1. Referenz auf Vorder-, Seiten- und Dreiviertelansicht untersuchen
  2. Große Volumen und tragende Richtungen markieren
  3. Asymmetrische und symmetrische Bereiche unterscheiden
  4. Zieldetailgrad anhand der späteren Kameradistanz festlegen

Praxisaufgabe: Eine organische Form wird als vereinfachtes Volumen- und Silhouettenkonzept vorbereitet.

2. Grundvolumen blocken

Die Gesamtform entsteht zunächst aus wenigen klaren Massen ohne feine Oberflächendetails.

  1. Geeigneten Grundkörper mit ausreichender, aber begrenzter Auflösung wählen
  2. Volumen entlang der wichtigsten Achsen strecken und verdichten
  3. Silhouette aus mehreren Blickwinkeln wiederholt kontrollieren
  4. Proportionen vor jeder Detailphase stabilisieren

Praxisaufgabe: Ein vollständiges Low-Detail-Blockout mit lesbarer Gesamtform entsteht.

3. Mittlere Formen und Übergänge modellieren

Anatomische, pflanzliche oder abstrakte Strukturen werden als zusammenhängende Flächen und Übergänge ausgearbeitet.

  1. Sekundärvolumen gezielt hinzufügen oder abtragen
  2. Übergänge glätten, ohne markante Kanten vollständig zu verlieren
  3. Symmetrie nur solange einsetzen, wie sie die Formfindung unterstützt
  4. Spannung und Rhythmus der Oberfläche in wechselndem Licht prüfen

Praxisaufgabe: Das Blockout erhält charakteristische Sekundärformen und stabile Übergänge.

4. Details und stilisierte Oberfläche hinzufügen

Kleine Formen werden nur an wahrnehmungsrelevanten Stellen eingesetzt und auf ein konsistentes Formvokabular abgestimmt.

  1. Detailzonen nach Fokus und Kameranähe priorisieren
  2. Wiederkehrende Strukturen in Größe und Abstand variieren
  3. Zu gleichmäßige oder zufällige Oberflächen gezielt beruhigen
  4. Detailwirkung mit Material und Licht statt ausschließlich mit Geometrie ergänzen

Praxisaufgabe: Ein fokussierter Detailbereich wird ausgearbeitet und mit einer ruhigeren Nebenfläche ausbalanciert.

5. Form bereinigen und für Echtzeit optimieren

Das Sculpting-Ergebnis wird auf Artefakte, unnötige Komplexität und spätere Bearbeitbarkeit geprüft.

  1. Silhouette und Oberfläche unter neutralem Kontrolllicht beurteilen
  2. Nicht sichtbare oder nicht wahrnehmbare Details reduzieren
  3. Pivot, Skalierung und Ausrichtung für Szeneneinsatz korrigieren
  4. Materialzonen und mögliche bewegliche Bereiche sinnvoll trennen

Praxisaufgabe: Das organische Asset wird als saubere, weiterverwendbare Produktionsversion abgelegt.

6. Material, Präsentation und Einsatztest durchführen

Eine einfache Inszenierung prüft, ob Form, Oberfläche und Detailgrad im tatsächlichen Nutzungskontext funktionieren.

  1. Neutrales und stilisiertes Material als Vergleich anlegen
  2. Lichtwinkel für Silhouette und Oberflächenrhythmus abstimmen
  3. Kurze Rotation oder Fokusanimation zur Formprüfung erstellen
  4. Asset in einer zweiten Szene auf Maßstab und Wirkung testen

Praxisaufgabe: Das fertige Modell wird in einer kompakten Präsentations- und Testszene gezeigt.

Praxisprojekt

Über zwei Tage entsteht ein organisches oder stilisiertes 3D-Asset vom Referenzkonzept über Blockout und Sekundärformen bis zur gezielten Detailphase. Eine optimierte Version wird mit Material, Licht und kurzer Präsentationsbewegung geprüft.

Methodik

Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Live-Demonstrationen, unmittelbar anschließende Übungssequenzen, kontrollierte Zwischenstände und einen durchgängigen Projektaufbau. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer klar abgegrenzten Teilaufgabe erprobt und anschließend in die Gesamtdatei übertragen. Prüflisten sichern Benennung, Zustände, visuelle Qualität, Bedienbarkeit und technische Stabilität.

Anwendbare Fähigkeiten

  • Strukturierte Entwicklung organischer Formen aus Hauptvolumen
  • Gezielter Einsatz von Sculpting-Werkzeugen und Symmetrie
  • Qualitätsprüfung von Silhouette, Übergängen und Oberfläche
  • Dosierung von Details für Echtzeitdarstellung
  • Vorbereitung sculptierter Assets für weitere Spline-Workflows

Fachbereichsleitung und Trainingskoordination

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: 3D- und Character Designer, Illustratoren, Produkt- und Kommunikationsdesigner, Motion Designer sowie Kreative für organische Markenobjekte und stilisierte Assets.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Spline und räumlicher Navigation. Ein Grafiktablett ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachimpulse, Demonstrationen, angeleitete Übungen, Praxisprojekt und strukturierte Qualitätsprüfung am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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