Das praxisorientierte Format behandelt fortgeschrittene ArchiMate-Modellierung, Viewpoint-Design, Schichtenintegration und konsistente Architekturbeschreibungen in ADOIT. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Modellierungsauftrag und Viewpoint-Logik
- Strategie- und Motivationselemente
- Business-, Application- und Technology-Schicht
- Implementation und Migration
- Komposition, Aggregation und Spezialisierung
- Viewpoint-Portfolio und Modelllandkarte
- Modellqualität und Review
- Praxisaufgaben
Einordnung und Lernziele
Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld fortgeschrittene ArchiMate-Modellierung, Viewpoint-Design, Schichtenintegration und konsistente Architekturbeschreibungen in ADOIT. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.
- Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
- Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
- Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
- Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
- Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.
Zielgruppe
Erfahrene Modellierende, Enterprise Architects, Domain Architects, Solution Architects, Methodikverantwortliche und Repository-Verantwortliche.
Voraussetzungen
Sichere ArchiMate-Grundlagen und praktische Erfahrung mit einfachen ADOIT-Modellen.
Seminarinhalte
Modellierungsauftrag und Viewpoint-Logik
Architektursichten werden konsequent aus Adressat, Fragestellung und Entscheidung abgeleitet.
- Schritt 1: Stakeholder, Anliegen und gewünschte Entscheidung für eine Sicht präzisieren.
- Schritt 2: Geeignete ArchiMate-Konzepte und Beziehungen auf den notwendigen Umfang begrenzen.
- Schritt 3: Viewpoint, Modelltyp und Detailgrad passend zur Kommunikationsaufgabe auswählen.
- Schritt 4: Konventionen für Benennung, Abstraktion und visuelle Struktur festlegen.
- Schritt 5: Eine Prüffrage formulieren, mit der die Aussagekraft der Sicht bewertet wird.
Praxisübung: Entwurf dreier unterschiedlicher Sichten auf denselben Architekturfall für Management, Fachbereich und Technik.
Strategie- und Motivationselemente
Treiber, Ziele, Anforderungen und Prinzipien werden konsistent mit Architekturentscheidungen verknüpft.
- Schritt 1: Stakeholder, Treiber und Assessments als Ausgangslage modellieren.
- Schritt 2: Ziele und Outcomes mit klarer Wirkungskette strukturieren.
- Schritt 3: Prinzipien, Anforderungen und Constraints aus Zielsetzungen ableiten.
- Schritt 4: Konflikte und Prioritäten zwischen Anforderungen sichtbar machen.
- Schritt 5: Realisierungsbeziehungen zu Capabilities, Ressourcen und Arbeitspaketen herstellen.
Praxisübung: Modellierung einer nachvollziehbaren Kette von strategischem Treiber bis zur Architekturanforderung.
Business-, Application- und Technology-Schicht
Schichten werden in sich korrekt und übergreifend nachvollziehbar modelliert.
- Schritt 1: Geschäftsakteure, Rollen, Prozesse, Funktionen, Services und Objekte sauber voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Application Components, Functions, Services, Interfaces und Data Objects fachlich korrekt einsetzen.
- Schritt 3: Nodes, System Software, Technology Services, Devices und Artefakte im technischen Kontext modellieren.
- Schritt 4: Serving-, Realization-, Access- und Flow-Beziehungen gezielt für schichtenübergreifende Aussagen verwenden.
- Schritt 5: Übermodellierung und semantisch schwache Verknüpfungen anhand von Prüfregeln erkennen.
Praxisübung: Aufbau einer durchgängigen Sicht von Capability und Geschäftsprozess bis zur technischen Plattform.
Implementation und Migration
Veränderungsvorhaben und Übergänge werden mit Zielarchitekturen verbunden.
- Schritt 1: Work Packages, Deliverables, Plateaus, Gaps und Events semantisch korrekt unterscheiden.
- Schritt 2: Ist-, Übergangs- und Zielzustand mit passenden Plateaus strukturieren.
- Schritt 3: Lücken zwischen Zuständen konkret beschreiben und priorisieren.
- Schritt 4: Arbeitspakete den zu realisierenden Architekturelementen zuordnen.
- Schritt 5: Abhängigkeiten und zeitliche Reihenfolge in eine Roadmap-Sicht überführen.
Praxisübung: Modellierung eines Übergangs vom Ausgangszustand über ein Zwischenplateau zur Zielarchitektur.
Komposition, Aggregation und Spezialisierung
Strukturbeziehungen werden konsistent eingesetzt, damit Modelle analysierbar bleiben.
- Schritt 1: Whole-Part-Semantik von Composition und Aggregation anhand konkreter Beispiele unterscheiden.
- Schritt 2: Assignment und Realization gegenüber strukturellen Beziehungen abgrenzen.
- Schritt 3: Spezialisierungen nur bei stabiler fachlicher Bedeutung einsetzen.
- Schritt 4: Beziehungsketten auf implizite Aussagen und mögliche Fehlinterpretationen prüfen.
- Schritt 5: Konventionen für erlaubte, bevorzugte und zu vermeidende Beziehungen dokumentieren.
Praxisübung: Bereinigung eines fehlerhaften Modells mit widersprüchlichen Struktur- und Realisierungsbeziehungen.
Viewpoint-Portfolio und Modelllandkarte
Ein abgestimmtes Set von Sichten verhindert Doppelarbeit und unterstützt wiederkehrende EA-Fragen.
- Schritt 1: Wiederkehrende Stakeholderfragen sammeln und nach Entscheidungstyp clustern.
- Schritt 2: Sichten für Strategie, Capability, Anwendungen, Technologien, Migration und Governance auswählen.
- Schritt 3: Verantwortung, Aktualisierungsanlass und Qualitätskriterien je Sicht festlegen.
- Schritt 4: Wiederverwendbare Objekte und Beziehungen als gemeinsame Informationsbasis bestimmen.
- Schritt 5: Eine Modelllandkarte mit Abhängigkeiten zwischen den Sichten erstellen.
Praxisübung: Entwicklung eines Viewpoint-Katalogs für eine unternehmensweite EA-Praxis.
Modellqualität und Review
Fortgeschrittene Modelle werden semantisch, syntaktisch und kommunikativ geprüft.
- Schritt 1: Formale Validierungsregeln und fachliche Review-Kriterien kombinieren.
- Schritt 2: Unverbundene Elemente, redundante Sichten und unklare Beziehungsketten erkennen.
- Schritt 3: Modelllesbarkeit durch Layout, Gruppierung, Filter und gezielte Beschriftung verbessern.
- Schritt 4: Review-Befunde nach Kritikalität klassifizieren und nachvollziehbar korrigieren.
- Schritt 5: Ein wiederholbares Peer-Review mit Rollen und Abnahmekriterien organisieren.
Praxisübung: Durchführung eines strukturierten Reviews für eine mehrschichtige Architektur- und Migrationssicht.
Praxisaufgaben
- Aufgabe 1: Mehrere stakeholderbezogene Viewpoints aus einer gemeinsamen Repository-Basis entwickeln.
- Aufgabe 2: Eine schichtenübergreifende Architekturbeschreibung mit Strategie- und Migrationselementen modellieren.
- Aufgabe 3: Fehlerhafte Beziehungssemantik systematisch erkennen und korrigieren.
- Aufgabe 4: Einen Viewpoint-Katalog und einen belastbaren Review-Prozess entwerfen.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Modellierende, Enterprise Architects, Domain Architects, Solution Architects, Methodikverantwortliche und Repository-Verantwortliche |
| Voraussetzungen: | Sichere ArchiMate-Grundlagen und praktische Erfahrung mit einfachen ADOIT-Modellen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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