Das praxisorientierte Format behandelt Technologiestandards, Produkt- und Versionslebenszyklen, Risikobewertung sowie Auswirkungen auf Anwendungen und Roadmaps. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Technologieportfolio und Taxonomie
- Lifecycle-Modell und Statuswerte
- Technologiedaten erfassen und bereinigen
- Anwendungen und Technologien verknüpfen
- Risiko- und Standardbewertung
- Analysen und Heatmaps
- Modernisierungsroadmap
- Lifecycle-Governance
- Praxisaufgaben
Einordnung und Lernziele
Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld Technologiestandards, Produkt- und Versionslebenszyklen, Risikobewertung sowie Auswirkungen auf Anwendungen und Roadmaps. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.
- Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
- Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
- Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
- Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
- Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.
Zielgruppe
Technology Architects, Enterprise Architects, Infrastruktur- und Plattformverantwortliche, Application Portfolio Manager, Informationssicherheitsverantwortliche und Technologiemanager.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse der eigenen Technologie- und Anwendungslandschaft; ADOIT-Grundlagen sind hilfreich.
Seminarinhalte
Technologieportfolio und Taxonomie
Technologieobjekte werden eindeutig abgegrenzt und in einer nutzbaren Taxonomie strukturiert.
- Schritt 1: Technologieprodukt, Produktversion, Plattform, System Software, Service und Standard unterscheiden.
- Schritt 2: Technologiedomänen und Kategorien für Suche, Verantwortung und Analyse definieren.
- Schritt 3: Benennungs- und Identitätsregeln für Hersteller, Produkt und Version festlegen.
- Schritt 4: Verantwortliche Rollen und führende Datenquellen zuordnen.
- Schritt 5: Einen realistischen Startumfang aus kritischen oder weit verbreiteten Technologien bestimmen.
Praxisübung: Aufbau einer Taxonomie und eines kleinen Technologieinventars.
Lifecycle-Modell und Statuswerte
Lifecycle-Informationen werden mit eindeutiger Semantik und zeitlicher Gültigkeit gepflegt.
- Schritt 1: Hersteller-Lifecycle, interner Freigabestatus und Einsatzstatus voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Statuswerte und relevante Datumsfelder definieren.
- Schritt 3: Regeln für unbekannte, widersprüchliche oder geschätzte Termine festlegen.
- Schritt 4: Stichtag und letzte fachliche Prüfung dokumentieren.
- Schritt 5: Übergänge und notwendige Aktionen je Lifecycle-Phase bestimmen.
Praxisübung: Entwicklung eines Lifecycle-Modells mit klaren Status- und Datumsregeln.
Technologiedaten erfassen und bereinigen
Ein verlässlicher Datenbestand wird aus vorhandenen Quellen konsolidiert.
- Schritt 1: Quellen nach Aktualität, Abdeckung und Verlässlichkeit bewerten.
- Schritt 2: Produkte und Versionen anhand eindeutiger Merkmale zusammenführen.
- Schritt 3: Dubletten und uneinheitliche Schreibweisen bereinigen.
- Schritt 4: Lifecycle-, Verantwortungs- und Kritikalitätsdaten ergänzen.
- Schritt 5: Vollständigkeit und Eindeutigkeit mit Kontrollabfragen prüfen.
Praxisübung: Bereinigung eines uneinheitlichen Technologiebestands mit mehreren Produktversionen.
Anwendungen und Technologien verknüpfen
Technologierisiken werden bis zu betroffenen Anwendungen und Geschäftsfähigkeiten rückverfolgbar.
- Schritt 1: Eingesetzte Technologien und Versionen den Application Components zuordnen.
- Schritt 2: Nutzungsart und Kritikalität der Abhängigkeit dokumentieren.
- Schritt 3: Mehrstufige Abhängigkeiten über Plattformen und technische Services berücksichtigen.
- Schritt 4: Betroffene Capabilities, Prozesse oder Organisationseinheiten ergänzen.
- Schritt 5: Unklare oder fehlende Zuordnungen als Qualitätsbefund ausweisen.
Praxisübung: Aufbau einer Anwendungs-Technologie-Matrix für einen kritischen Plattformbereich.
Risiko- und Standardbewertung
Lifecycle, Kritikalität, Sicherheitslage und Standardkonformität werden zu einer handlungsorientierten Bewertung verbunden.
- Schritt 1: Bewertungsdimensionen und Schwellenwerte für Technologierisiken festlegen.
- Schritt 2: End-of-Support, fehlende Freigabe, geringe Verbreitung und kritische Abhängigkeit unterscheiden.
- Schritt 3: Technologien als strategisch, toleriert, zu beobachten oder abzulösen klassifizieren.
- Schritt 4: Ausnahmen mit Begründung, Verantwortlichkeit und Enddatum dokumentieren.
- Schritt 5: Bewertung auf betroffene Anwendungen und Transformationsvorhaben übertragen.
Praxisübung: Durchführung einer Risikobewertung und Ableitung eines internen Standardstatus.
Analysen und Heatmaps
Kritische Technologiecluster werden über Portfolio- und Abhängigkeitsanalysen sichtbar.
- Schritt 1: Abfragen für ablaufende, nicht standardisierte und unvollständig bewertete Technologien erstellen.
- Schritt 2: Lifecycle-Zeitpunkte in Roadmap- oder Gantt-Darstellungen auswerten.
- Schritt 3: Technologie-Anwendungs-Matrizen nach Kritikalität und Status einfärben.
- Schritt 4: Konzentrationsrisiken und Single Points of Failure identifizieren.
- Schritt 5: Befunde nach Zeitdruck, Geschäftsauswirkung und Veränderungsaufwand priorisieren.
Praxisübung: Erstellung eines Technologie-Risikodashboards mit mehreren Perspektiven.
Modernisierungsroadmap
Risikobefunde werden in abgestimmte Ablösungs- und Upgradefolgen überführt.
- Schritt 1: Betroffene Anwendungen und Abhängigkeiten je Technologie zusammenstellen.
- Schritt 2: Optionen wie Upgrade, Austausch, Isolation oder Risikoakzeptanz vergleichen.
- Schritt 3: Technische und organisatorische Voraussetzungen bestimmen.
- Schritt 4: Maßnahmen nach Lifecycle-Frist, Kritikalität und Abhängigkeit sequenzieren.
- Schritt 5: Roadmap mit Verantwortlichkeit, Meilenstein und Review-Punkt dokumentieren.
Praxisübung: Entwicklung einer abgestimmten Roadmap für mehrere auslaufende Technologieversionen.
Lifecycle-Governance
Das Technologieportfolio wird durch regelmäßige Pflege und klare Entscheidungswege aktuell gehalten.
- Schritt 1: Pflegeereignisse für neue Produkte, Versionen, Supportänderungen und Außerbetriebnahme definieren.
- Schritt 2: Verantwortung für Recherche, Bewertung, Freigabe und Ausnahmeentscheidung zuordnen.
- Schritt 3: Erinnerungen und Eskalationen vor kritischen Lifecycle-Terminen festlegen.
- Schritt 4: Qualitäts- und Risikokennzahlen regelmäßig prüfen.
- Schritt 5: Portfolio- und Standardentscheidungen in einem Technologiegremium verankern.
Praxisübung: Erstellung eines Lifecycle-Governance-Zyklus mit Rollen und Entscheidungsterminen.
Praxisaufgaben
- Aufgabe 1: Eine konsistente Technologietaxonomie und ein Lifecycle-Modell definieren.
- Aufgabe 2: Technologien mit Anwendungen und Geschäftsauswirkungen verknüpfen.
- Aufgabe 3: Risiken, Standardstatus und Lifecycle-Fristen analysieren.
- Aufgabe 4: Eine Modernisierungsroadmap und einen dauerhaften Governance-Zyklus entwickeln.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Technology Architects, Enterprise Architects, Infrastruktur- und Plattformverantwortliche, Application Portfolio Manager, Informationssicherheitsverantwortliche und Technologiemanager |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der eigenen Technologie- und Anwendungslandschaft; ADOIT-Grundlagen sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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