Seminar Batteriepass: EU-Anforderungen, Datenmodell und Umsetzung

Im Mittelpunkt steht die Übersetzung der batteriebezogenen Produktpasspflichten in ein fachliches Datenmodell, eine tragfähige Systemarchitektur und einen kontrollierbaren Betriebsprozess. Regulatorische, datenbezogene und technische Aufgaben werden in einem durchgängigen Fallbeispiel verbunden.

Inhaltsübersicht

  1. Kapitel 1: Regulatorische Einordnung und Geltungsbereich
  2. Kapitel 2: Fachliches Datenmodell des Batteriepasses
  3. Kapitel 3: Nachhaltigkeits- und Lieferkettennachweise
  4. Kapitel 4: Identifikation, Datenträger und technische Architektur
  5. Kapitel 5: Zugriff, Sicherheit und Governance
  6. Kapitel 6: Pilotierung, Prüfung und Rollout

Zielsetzung

Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.

  • batteriebezogene Anforderungen in prüfbare Daten- und Prozessanforderungen überführen
  • ein versionierbares Datenmodell mit Herkunft, Qualität und Verantwortlichkeiten entwerfen
  • Identifikatoren, Datenträger, Registry-, Repository- und Zugriffsbausteine einordnen
  • Nachhaltigkeits- und Lieferkettennachweise konsistent integrieren
  • Pilot, Konformitätsprüfung und Rollout mit klaren Entscheidungspunkten planen

Zielgruppe

  • DPP- und Batteriepass-Projektleitungen
  • Produktmanagement und Product Compliance
  • Nachhaltigkeitsmanagement und Lieferkettenmanagement
  • Enterprise Architecture, Datenarchitektur und Integration
  • Qualitätsmanagement, Einkauf und Produktion

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu Produktdaten, Lieferketten oder Nachhaltigkeitsberichterstattung sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

Didaktische Einordnung

Drei Seminartage sind erforderlich, weil neben der fachlichen Auslegung auch Datenmodellierung, Nachweisführung, Systementwurf, Governance und ein belastbarer Umsetzungsplan praktisch bearbeitet werden. Ein kürzeres Format würde entweder die regulatorische Einordnung oder die technische Umsetzung auf Überblicksniveau reduzieren. Vorgesehen sind 3 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.

Kapitel 1: Regulatorische Einordnung und Geltungsbereich

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Produkt- und Batterieklassen; Wirtschaftsakteure und Rollen; Pflichtdaten und zeitliche Reifegrade; Produkt- und Chargenbezug

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: Produkt- und Batterieklassen fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: Wirtschaftsakteure und Rollen als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Pflichtdaten und zeitliche Reifegrade in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Produkt- und Chargenbezug anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Für ein Batterieportfolio wird eine Geltungsbereichsmatrix mit Produktklassen, Rollen, Pflichtdaten und offenen Auslegungsfragen erstellt.

Kapitel 2: Fachliches Datenmodell des Batteriepasses

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Stammdaten und technische Merkmale; Materialzusammensetzung und kritische Rohstoffe; Leistung, Haltbarkeit und Zustandsdaten; Datenherkunft, Einheit und Qualitätsstatus

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: Stammdaten und technische Merkmale fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: Materialzusammensetzung und kritische Rohstoffe als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Leistung, Haltbarkeit und Zustandsdaten in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Datenherkunft, Einheit und Qualitätsstatus anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Ein kanonisches Datenmodell mit Felddefinitionen, Kardinalitäten, Einheiten, Herkunftsnachweisen und Freigabestatus wird modelliert.

Kapitel 3: Nachhaltigkeits- und Lieferkettennachweise

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Product Carbon Footprint; Rezyklatanteile und Materialherkunft; Sorgfaltspflichten und Konformitätsnachweise; Reparatur, Second Life und Recycling

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: Product Carbon Footprint fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: Rezyklatanteile und Materialherkunft als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Sorgfaltspflichten und Konformitätsnachweise in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Reparatur, Second Life und Recycling anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Aus mehreren Nachweisquellen wird eine konsistente Evidenzkette aufgebaut und auf Datenfelder des Batteriepasses abgebildet.

Kapitel 4: Identifikation, Datenträger und technische Architektur

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: eindeutige Produkt- und Chargenidentifikation; QR-Code und alternative Datenträger; Resolver, Registry und Repository; Online- und Offline-Verfügbarkeit

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: eindeutige Produkt- und Chargenidentifikation fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: QR-Code und alternative Datenträger als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Resolver, Registry und Repository in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Online- und Offline-Verfügbarkeit anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Eine Referenzarchitektur mit Identifikationsschema, Datenträger, Auflösungsdienst, Datenhaltung und Ausfallszenario wird entworfen.

Kapitel 5: Zugriff, Sicherheit und Governance

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: öffentliche und beschränkte Daten; Rollen- und Berechtigungsmatrix; Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten; Änderung, Widerruf und Audit

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: öffentliche und beschränkte Daten fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: Rollen- und Berechtigungsmatrix als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Änderung, Widerruf und Audit anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Für Hersteller, Behörden, Reparatur, Recycling und Öffentlichkeit wird eine Zugriffs- und Verantwortungsmatrix mit Auditregeln erstellt.

Kapitel 6: Pilotierung, Prüfung und Rollout

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Readiness Assessment; Testdaten und Konformitätskriterien; Lieferanten-Onboarding; Betriebsmodell und kontinuierliche Verbesserung

Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.

  1. Schritt 1: Readiness Assessment fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
  2. Schritt 2: Testdaten und Konformitätskriterien als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
  3. Schritt 3: Lieferanten-Onboarding in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
  4. Schritt 4: Betriebsmodell und kontinuierliche Verbesserung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.

Praxisarbeit: Ein Pilotplan mit Arbeitspaketen, Testfällen, Abnahmekriterien, Lieferantenwellen und Betriebskennzahlen wird ausgearbeitet.

Arbeitsunterlagen

Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.

Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DPP- und Batteriepass-Projektleitungen; Produktmanagement und Product Compliance; Nachhaltigkeitsmanagement und Lieferkettenmanagement; Enterprise Architecture, Datenarchitektur und Integration; Qualitätsmanagement, Einkauf und Produktion
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Produktdaten, Lieferketten oder Nachhaltigkeitsberichterstattung sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.at All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben