Nachhaltigkeitsaussagen im Produktpass müssen fachlich erklärbar, datenmäßig rückverfolgbar und revisionsfähig sein. Das Seminar verbindet Bilanzlogik, Primärdaten, Lieferantennachweise, Qualitätsbewertung und gezielte Veröffentlichung.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Ziel, Systemgrenze und funktionelle Einheit
- Kapitel 2: Datenbeschaffung und Lieferantennachweise
- Kapitel 3: Berechnung, Allokation und Unsicherheit
- Kapitel 4: Qualität, Versionierung und Verifikation
- Kapitel 5: DPP-Veröffentlichung und gezielte Offenlegung
Zielsetzung
Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.
- PCF-Systemgrenzen und Bezugsgrößen nachvollziehbar definieren
- Primär-, Sekundär- und Lieferantendaten strukturiert erfassen
- Allokation, Unsicherheit und Datenqualität dokumentieren
- Berechnung und Nachweise versionierbar und prüfbar gestalten
- geeignete PCF-Aussagen und Evidenz im DPP veröffentlichen
Zielgruppe
- Nachhaltigkeitsmanagement und Product Carbon Footprint
- DPP- und Produktdatenmanagement
- Einkauf und Lieferantenentwicklung
- Controlling, Qualität und Audit
- Datenarchitektur und Nachhaltigkeits-IT
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Nachhaltigkeitsdaten oder Produktstrukturen sind hilfreich. Vertiefte Ökobilanzkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Didaktische Einordnung
Zwei Tage sind notwendig, um Bilanzgrenzen, Datenbeschaffung, Berechnung, Qualitätsbewertung und DPP-Veröffentlichung anhand eines vollständigen Beispiels zu bearbeiten. Ein Tag würde die Nachweis- und Verifikationskette verkürzen. Vorgesehen sind 2 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.
Kapitel 1: Ziel, Systemgrenze und funktionelle Einheit
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Produktdefinition und Bezugsgröße; Cradle-to-Gate, Cradle-to-Grave und Lebenszyklusmodule; Ein- und Ausschlusskriterien; Varianten, Regionen und Berichtsperiode
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Produktdefinition und Bezugsgröße fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Cradle-to-Gate, Cradle-to-Grave und Lebenszyklusmodule als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Ein- und Ausschlusskriterien in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Varianten, Regionen und Berichtsperiode anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Für ein Beispielprodukt werden Ziel, funktionelle Einheit, Systemgrenze, Cut-off-Regeln und Variantenbezug festgelegt.
Kapitel 2: Datenbeschaffung und Lieferantennachweise
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Aktivitätsdaten und Emissionsfaktoren; Primär- und Sekundärdaten; Lieferanten-PCF und Materialnachweise; Provenienz, Zeitraum und Verifikationsstatus
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Aktivitätsdaten und Emissionsfaktoren fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Primär- und Sekundärdaten als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Lieferanten-PCF und Materialnachweise in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Provenienz, Zeitraum und Verifikationsstatus anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Datenanforderungspaket mit Pflichtmetadaten, Qualitätsstufen und Annahmekriterien wird entwickelt.
Kapitel 3: Berechnung, Allokation und Unsicherheit
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Prozess- und Materialmodell; Allokationsregeln und Kuppelprodukte; Transport, Energie und Ausschuss; Unsicherheit, Sensitivität und Szenarien
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Prozess- und Materialmodell fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Allokationsregeln und Kuppelprodukte als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Transport, Energie und Ausschuss in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Unsicherheit, Sensitivität und Szenarien anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein vereinfachtes PCF-Modell wird berechnet und durch Sensitivitäts- sowie Plausibilitätsprüfungen bewertet.
Kapitel 4: Qualität, Versionierung und Verifikation
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Vollständigkeit, zeitliche und geografische Repräsentativität; Datenqualitätsbewertung; Methoden- und Datenversion; Review, Freigabe und Prüfspur
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Vollständigkeit, zeitliche und geografische Repräsentativität fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Datenqualitätsbewertung als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Methoden- und Datenversion in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Review, Freigabe und Prüfspur anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Quality Gate mit Nachweischeckliste, Freigabestatus und Änderungsregeln wird erstellt.
Kapitel 5: DPP-Veröffentlichung und gezielte Offenlegung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Ergebniswert, Bandbreite und Methodikmetadaten; Nachweisreferenzen und maschinenlesbare Struktur; öffentliche und geschützte Details; Aktualisierung, Vergleichbarkeit und Claims
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Ergebniswert, Bandbreite und Methodikmetadaten fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Nachweisreferenzen und maschinenlesbare Struktur als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: öffentliche und geschützte Details in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Aktualisierung, Vergleichbarkeit und Claims anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Eine DPP-Darstellung wird für Öffentlichkeit, Geschäftspartner und Prüfstelle mit jeweils passender Datentiefe entworfen.
Arbeitsunterlagen
Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Nachhaltigkeitsmanagement und Product Carbon Footprint; DPP- und Produktdatenmanagement; Einkauf und Lieferantenentwicklung; Controlling, Qualität und Audit; Datenarchitektur und Nachhaltigkeits-IT |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Nachhaltigkeitsdaten oder Produktstrukturen sind hilfreich. Vertiefte Ökobilanzkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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