Kryptografisch gültige Credentials sind nicht automatisch fachlich vertrauenswürdig. Entscheidend ist, wer welche Aussage mit welchem Geltungsbereich ausstellen darf, wie diese Befugnis geprüft wird und welche Regeln bei Änderungen, Verstößen oder Streitfällen gelten.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Zweck, Rollen und Teilnehmerordnung
- Kapitel 2: Akkreditierung, Scope und Delegation
- Kapitel 3: Trust Registry und maschinenlesbare Vertrauensdaten
- Kapitel 4: Policy-Entscheidung und Interoperabilität
- Kapitel 5: Audit, Vorfall und Governance-Lifecycle
Zielsetzung
Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.
- Vertrauensrollen, Verantwortungen und Haftungsgrenzen definieren
- Akkreditierungs- und Delegationsketten modellieren
- Trust Registries und maschinenlesbare Scopes gestalten
- Verifier-Policies und Governance-Entscheidungen operationalisieren
- Audit, Suspendierung, Streitfall und Regeländerung beherrschen
Zielgruppe
- Governance, Compliance und Legal
- Trust-Service- und Credential-Programmverantwortliche
- Brancheninitiativen und Konsortien
- Audit, Akkreditierung und Qualitätsmanagement
- Identity-, DPP- und Security-Architektur
Voraussetzungen
Grundverständnis für Verifiable Credentials oder digitale Nachweise ist hilfreich. Rechtliche Detailkenntnisse sind nicht erforderlich.
Didaktische Einordnung
Zwei Tage werden benötigt, um Governance-Regeln nicht nur zu diskutieren, sondern als Teilnehmerordnung, Rollenmodell, Akkreditierungsprozess, Trust-Registry-Schema und Verifier-Policy auszuarbeiten. Die Dauer ist auf interdisziplinäre Abstimmung ausgelegt. Vorgesehen sind 2 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.
Kapitel 1: Zweck, Rollen und Teilnehmerordnung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Governance Authority und Scheme Owner; Issuer, Verifier, Holder und Auditor; Teilnahmebedingungen und Pflichten; Haftung, Risiko und Ausschluss
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Governance Authority und Scheme Owner fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Issuer, Verifier, Holder und Auditor als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Teilnahmebedingungen und Pflichten in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Haftung, Risiko und Ausschluss anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Eine Rollen- und Verantwortungsmatrix sowie der Aufbau einer Teilnehmerordnung werden entwickelt.
Kapitel 2: Akkreditierung, Scope und Delegation
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: fachliche Eignung und Nachweisprüfung; Produkt-, Regionen- und Claim-Scope; Delegation und Unterbeauftragung; Befristung, Erneuerung und Entzug
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: fachliche Eignung und Nachweisprüfung fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Produkt-, Regionen- und Claim-Scope als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Delegation und Unterbeauftragung in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Befristung, Erneuerung und Entzug anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Akkreditierungsworkflow mit Prüfkriterien, Entscheidungsstatus, Scope und Rechtsbehelf wird modelliert.
Kapitel 3: Trust Registry und maschinenlesbare Vertrauensdaten
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Teilnehmer- und Rollenverzeichnis; Status, Gültigkeit und Scope; Vertrauensanker und Identifikatoren; Abfrage, Cache, Signatur und Verfügbarkeit
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Teilnehmer- und Rollenverzeichnis fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Status, Gültigkeit und Scope als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Vertrauensanker und Identifikatoren in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Abfrage, Cache, Signatur und Verfügbarkeit anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Trust-Registry-Datenmodell mit Beispielabfragen und Prüfregeln wird erstellt.
Kapitel 4: Policy-Entscheidung und Interoperabilität
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: lokale und gemeinsame Policies; Claim-, Issuer- und Assurance-Anforderungen; grenzüberschreitende Anerkennung; Mapping zwischen Trust Frameworks
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: lokale und gemeinsame Policies fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Claim-, Issuer- und Assurance-Anforderungen als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: grenzüberschreitende Anerkennung in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Mapping zwischen Trust Frameworks anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Eine Verifier-Policy bewertet Credentials aus mehreren Vertrauensräumen und dokumentiert Annahme oder Ablehnung.
Kapitel 5: Audit, Vorfall und Governance-Lifecycle
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: regelmäßige und anlassbezogene Audits; Suspendierung, Widerruf und Sanktion; Beschwerde, Streitfall und Evidenz; Regelversion, Übergangsfrist und Kommunikation
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: regelmäßige und anlassbezogene Audits fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Suspendierung, Widerruf und Sanktion als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Beschwerde, Streitfall und Evidenz in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Regelversion, Übergangsfrist und Kommunikation anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Governance-Runbook beschreibt Audit, Incident, Entscheidung, Veröffentlichung und Nachkontrolle.
Arbeitsunterlagen
Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Governance, Compliance und Legal; Trust-Service- und Credential-Programmverantwortliche; Brancheninitiativen und Konsortien; Audit, Akkreditierung und Qualitätsmanagement; Identity-, DPP- und Security-Architektur |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis für Verifiable Credentials oder digitale Nachweise ist hilfreich. Rechtliche Detailkenntnisse sind nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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