Einordnung: Das Seminar konzentriert sich auf die Entwicklung hochwertiger Pulsar-Regeln. Aus Bedrohungshypothesen werden passende Ereignistypen und Felder abgeleitet, Bedingungen in YAML formuliert, Tests automatisiert, Fehlalarme reduziert und versionierte Regelpakete für unterschiedliche Geräteprofile aufgebaut.
Inhaltsübersicht
- Bedrohungshypothesen formulieren
- Ereigniskatalog und Felder nutzen
- Regeln strukturiert aufbauen
- Prozess- und Ausführungsregeln entwickeln
- Datei- und Integritätsregeln entwickeln
- Netzwerkregeln entwickeln
- Regeln testen und härten
- Regelpakete betreiben
Zielgruppe
Security- und Detection-Engineers, SOC-Analysten, Embedded-Security-Fachkräfte, Linux-Administratoren, Incident Responder und technische Regelverantwortliche.
Lernziele
- Bedrohungshypothesen in geeignete Pulsar-Ereignisse übersetzen.
- Regelbedingungen mit stabilen Feldern und nachvollziehbarer Logik formulieren.
- Positive, negative und Grenzfalltests für Regeln entwickeln.
- Fehlalarme reduzieren, ohne die Erkennungswirkung zu verlieren.
- Regelpakete dokumentieren, versionieren, prüfen und ausrollen.
Seminarinhalte
Bedrohungshypothesen formulieren
- Schritt 1: Schutzobjekt, unerwünschtes Verhalten, Angreifervoraussetzung und erwartete Auswirkung beschreiben.
- Schritt 2: Das Szenario in einzelne beobachtbare Systemaktionen zerlegen.
- Schritt 3: Erfolgskriterium und bewusste Nichtziele der Erkennung festhalten.
Ereigniskatalog und Felder nutzen
- Schritt 1: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse nach ihrer Semantik auswählen.
- Schritt 2: Header-, Prozess- und Payload-Felder auf Stabilität und Eindeutigkeit prüfen.
- Schritt 3: Fehlende Kontextinformationen erkennen und eine angemessene Annäherung dokumentieren.
Regeln strukturiert aufbauen
- Schritt 1: Name, Ereignistyp und Bedingung lesbar und eindeutig formulieren.
- Schritt 2: Vergleiche, Listen, logische Verknüpfungen und Pfadbedingungen schrittweise kombinieren.
- Schritt 3: Komplexe Bedingungen in verständliche Teilhypothesen zerlegen und kommentierbar halten.
Prozess- und Ausführungsregeln entwickeln
- Schritt 1: Unerlaubte Werkzeuge, temporäre Ausführung und ungewöhnliche Prozessketten erkennen.
- Schritt 2: Pfade, Prozessnamen, Elternprozesse und Benutzerkontext angemessen kombinieren.
- Schritt 3: Legitime Wartungs- und Supportabläufe durch enge Ausnahmen berücksichtigen.
Datei- und Integritätsregeln entwickeln
- Schritt 1: Zugriffe auf Schlüsseldateien, Konfigurationen, Startskripte und ausführbare Dateien überwachen.
- Schritt 2: Erstellen, Öffnen, Löschen und Verknüpfen nach Prozess und Zielpfad unterscheiden.
- Schritt 3: Sensible Pfade priorisieren und dynamische Dateinamen kontrolliert behandeln.
Netzwerkregeln entwickeln
- Schritt 1: Unerwartete Verbindungen, Listener und Kommunikationsziele als prüfbare Bedingungen formulieren.
- Schritt 2: Dynamische Adressen, Namensauflösung und erlaubte Infrastrukturdienste berücksichtigen.
- Schritt 3: Netzwerkregeln mit Prozesskontext verbinden, um breite Fehlalarme zu vermeiden.
Regeln testen und härten
- Schritt 1: Einen positiven Test erstellen, der die Regel eindeutig auslöst.
- Schritt 2: Legitime Negativtests und Grenzfälle systematisch sammeln.
- Schritt 3: Fehlalarme reproduzieren, Ursache bestimmen und die Bedingung mit möglichst kleiner Änderung schärfen.
Regelpakete betreiben
- Schritt 1: Regeln nach Produkt, Plattform, Schutzbereich und Reifegrad strukturieren.
- Schritt 2: Review, Freigabe, Versionierung, Änderungsprotokoll und Rückfall organisieren.
- Schritt 3: Treffer, Fehlalarme und nicht mehr relevante Regeln regelmäßig auswerten und pflegen.
Praxisübungen
- Bedrohungshypothesen für Prozess-, Datei- und Netzwerkangriffe werden in Regeln umgesetzt.
- Für jede Regel entstehen positive, negative und Grenzfalltests.
- Ein absichtlich fehleranfälliges Regelpaket wird analysiert und mit minimalen Ausnahmen gehärtet.
- Ein versioniertes Regelset mit Review- und Rolloutstatus wird aufgebaut.
Arbeitsweise
Threat Modeling, YAML-Regelarbeit und reproduzierbare Tests bilden kurze, wiederholte Detection-Engineering-Zyklen.
Voraussetzungen
Pulsar-Grundkenntnisse, sichere Linux-Kenntnisse und Verständnis typischer Angriffs- und Systemabläufe. Programmierkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Detection Engineering, SOC, Embedded Security, Linux-Administration und Incident Response |
| Voraussetzungen: | Pulsar- und Linux-Grundkenntnisse sowie Verständnis typischer Angriffsmuster |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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