Seminar Pulsar: Regelentwicklung und Threat Detection

Einordnung: Das Seminar konzentriert sich auf die Entwicklung hochwertiger Pulsar-Regeln. Aus Bedrohungshypothesen werden passende Ereignistypen und Felder abgeleitet, Bedingungen in YAML formuliert, Tests automatisiert, Fehlalarme reduziert und versionierte Regelpakete für unterschiedliche Geräteprofile aufgebaut.

Inhaltsübersicht

  1. Bedrohungshypothesen formulieren
  2. Ereigniskatalog und Felder nutzen
  3. Regeln strukturiert aufbauen
  4. Prozess- und Ausführungsregeln entwickeln
  5. Datei- und Integritätsregeln entwickeln
  6. Netzwerkregeln entwickeln
  7. Regeln testen und härten
  8. Regelpakete betreiben

Zielgruppe

Security- und Detection-Engineers, SOC-Analysten, Embedded-Security-Fachkräfte, Linux-Administratoren, Incident Responder und technische Regelverantwortliche.

Lernziele

  • Bedrohungshypothesen in geeignete Pulsar-Ereignisse übersetzen.
  • Regelbedingungen mit stabilen Feldern und nachvollziehbarer Logik formulieren.
  • Positive, negative und Grenzfalltests für Regeln entwickeln.
  • Fehlalarme reduzieren, ohne die Erkennungswirkung zu verlieren.
  • Regelpakete dokumentieren, versionieren, prüfen und ausrollen.

Seminarinhalte

Bedrohungshypothesen formulieren

  1. Schritt 1: Schutzobjekt, unerwünschtes Verhalten, Angreifervoraussetzung und erwartete Auswirkung beschreiben.
  2. Schritt 2: Das Szenario in einzelne beobachtbare Systemaktionen zerlegen.
  3. Schritt 3: Erfolgskriterium und bewusste Nichtziele der Erkennung festhalten.

Ereigniskatalog und Felder nutzen

  1. Schritt 1: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse nach ihrer Semantik auswählen.
  2. Schritt 2: Header-, Prozess- und Payload-Felder auf Stabilität und Eindeutigkeit prüfen.
  3. Schritt 3: Fehlende Kontextinformationen erkennen und eine angemessene Annäherung dokumentieren.

Regeln strukturiert aufbauen

  1. Schritt 1: Name, Ereignistyp und Bedingung lesbar und eindeutig formulieren.
  2. Schritt 2: Vergleiche, Listen, logische Verknüpfungen und Pfadbedingungen schrittweise kombinieren.
  3. Schritt 3: Komplexe Bedingungen in verständliche Teilhypothesen zerlegen und kommentierbar halten.

Prozess- und Ausführungsregeln entwickeln

  1. Schritt 1: Unerlaubte Werkzeuge, temporäre Ausführung und ungewöhnliche Prozessketten erkennen.
  2. Schritt 2: Pfade, Prozessnamen, Elternprozesse und Benutzerkontext angemessen kombinieren.
  3. Schritt 3: Legitime Wartungs- und Supportabläufe durch enge Ausnahmen berücksichtigen.

Datei- und Integritätsregeln entwickeln

  1. Schritt 1: Zugriffe auf Schlüsseldateien, Konfigurationen, Startskripte und ausführbare Dateien überwachen.
  2. Schritt 2: Erstellen, Öffnen, Löschen und Verknüpfen nach Prozess und Zielpfad unterscheiden.
  3. Schritt 3: Sensible Pfade priorisieren und dynamische Dateinamen kontrolliert behandeln.

Netzwerkregeln entwickeln

  1. Schritt 1: Unerwartete Verbindungen, Listener und Kommunikationsziele als prüfbare Bedingungen formulieren.
  2. Schritt 2: Dynamische Adressen, Namensauflösung und erlaubte Infrastrukturdienste berücksichtigen.
  3. Schritt 3: Netzwerkregeln mit Prozesskontext verbinden, um breite Fehlalarme zu vermeiden.

Regeln testen und härten

  1. Schritt 1: Einen positiven Test erstellen, der die Regel eindeutig auslöst.
  2. Schritt 2: Legitime Negativtests und Grenzfälle systematisch sammeln.
  3. Schritt 3: Fehlalarme reproduzieren, Ursache bestimmen und die Bedingung mit möglichst kleiner Änderung schärfen.

Regelpakete betreiben

  1. Schritt 1: Regeln nach Produkt, Plattform, Schutzbereich und Reifegrad strukturieren.
  2. Schritt 2: Review, Freigabe, Versionierung, Änderungsprotokoll und Rückfall organisieren.
  3. Schritt 3: Treffer, Fehlalarme und nicht mehr relevante Regeln regelmäßig auswerten und pflegen.

Praxisübungen

  • Bedrohungshypothesen für Prozess-, Datei- und Netzwerkangriffe werden in Regeln umgesetzt.
  • Für jede Regel entstehen positive, negative und Grenzfalltests.
  • Ein absichtlich fehleranfälliges Regelpaket wird analysiert und mit minimalen Ausnahmen gehärtet.
  • Ein versioniertes Regelset mit Review- und Rolloutstatus wird aufgebaut.

Arbeitsweise

Threat Modeling, YAML-Regelarbeit und reproduzierbare Tests bilden kurze, wiederholte Detection-Engineering-Zyklen.

Voraussetzungen

Pulsar-Grundkenntnisse, sichere Linux-Kenntnisse und Verständnis typischer Angriffs- und Systemabläufe. Programmierkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Detection Engineering, SOC, Embedded Security, Linux-Administration und Incident Response
Voraussetzungen: Pulsar- und Linux-Grundkenntnisse sowie Verständnis typischer Angriffsmuster
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
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