Seminar Pulsar und Exein Runtime Intensivseminar: Runtime Security Engineering

Einordnung: Dieses Intensivseminar bündelt sämtliche Pulsar- und Runtime-Fachthemen in einer zusammenhängenden Engineering-Woche. Von eBPF-Grundlagen, Installation, Regel- und Modulentwicklung über Embedded-Deployment und Performance bis zu Runtime-Agentenintegration, aktiver Abwehr, Fleet Operations, Incident Response und Legacy-Systemen wird eine vollständige Laufzeitsicherheitsarchitektur umgesetzt.

Inhaltsübersicht

  1. Runtime-Sicherheitsarchitektur und eBPF-Grundlagen
  2. Pulsar installieren und administrieren
  3. Pulsar-Regeln entwickeln
  4. Eigenes Pulsar-Modul prototypisch umsetzen
  5. Embedded- und Container-Deployment
  6. Performance, Hardening und Troubleshooting
  7. Exein Runtime Agent integrieren
  8. Detection Engineering und aktive Abwehr
  9. Fleet Operations und Incident Response
  10. Runtime Lite und gemischte Flotten
  11. Abschlussübung und Produktionsentscheidung

Zielgruppe

Runtime- und Detection-Engineers, Embedded-Linux-Entwickler, Product-Security-Spezialisten, Plattformteams, SOC Engineering und technische Security-Leads.

Lernziele

  • Pulsar auf geeigneten Linux- und Embedded-Plattformen installieren und produktionsnah betreiben.
  • Regeln und ein einfaches eigenes Modul entwickeln und testen.
  • Performance, Diensthärtung und Fehlerdiagnose methodisch durchführen.
  • Exein Runtime in eine Firmware und Pilotflotte integrieren.
  • Detection, aktive Reaktion, Fleet Operations und Incident Response verbinden.
  • Moderne und Legacy-Linux-Geräte in einer gemeinsamen Schutzstrategie berücksichtigen.

Seminarinhalte

Runtime-Sicherheitsarchitektur und eBPF-Grundlagen

  1. Schritt 1: Bedrohungsmodell, Geräteklassen und Laufzeitkontrollen der Fallstudie festlegen.
  2. Schritt 2: eBPF, BTF, Kernel-Hooks, Userspace und Ereignisbus technisch einordnen.
  3. Schritt 3: Moderne, containerisierte und Legacy-Zielsysteme nach geeigneter Agentenstrategie segmentieren.

Pulsar installieren und administrieren

  1. Schritt 1: Kernel- und Systemvoraussetzungen prüfen und eine Referenzinstallation aufbauen.
  2. Schritt 2: Daemon, CLI, Module, Konfiguration und Statuskontrollen sicher bedienen.
  3. Schritt 3: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse erzeugen und interpretieren.

Pulsar-Regeln entwickeln

  1. Schritt 1: Bedrohungshypothesen in Ereignistypen und stabile Felder übersetzen.
  2. Schritt 2: YAML-Regeln für Prozess-, Datei- und Netzwerkverhalten formulieren.
  3. Schritt 3: Positive, negative und Grenzfalltests automatisieren und Fehlalarme reduzieren.

Eigenes Pulsar-Modul prototypisch umsetzen

  1. Schritt 1: Anwendungsfall, Kernel-Hook und minimales Ereignisschema entwerfen.
  2. Schritt 2: Eine kleine eBPF- und Rust-Userspace-Erweiterung integrieren.
  3. Schritt 3: Ereignisverarbeitung, Regelanbindung und grundlegende Tests durchführen.

Embedded- und Container-Deployment

  1. Schritt 1: Architekturartefakte, Systemdienst, Pfade und Read-only-Dateisysteme vorbereiten.
  2. Schritt 2: Host- und Containerkontext in Ereignissen unterscheiden.
  3. Schritt 3: Module, Regeln und Logging auf Geräte- und Workloadprofile zuschneiden.

Performance, Hardening und Troubleshooting

  1. Schritt 1: Baseline und Pulsar-Ressourcenprofil unter reproduzierbarer Last messen.
  2. Schritt 2: Module, Regeln, Rechte, Dienst und Protokollierung optimieren und härten.
  3. Schritt 3: Kernel-, BPF-, Socket-, Modul- und Regelfehler mit einer festen Diagnosemethode beheben.

Exein Runtime Agent integrieren

  1. Schritt 1: Zielgerät, Build-Einbaupunkt, Privilegien, Identität und Kommunikationspfad festlegen.
  2. Schritt 2: Agent und Grundkonfiguration in eine vorbereitete Embedded-Firmware integrieren.
  3. Schritt 3: Pilotgruppe, Richtlinienbaseline, Gesundheitsprüfung und Rückfalloptionen einrichten.

Detection Engineering und aktive Abwehr

  1. Schritt 1: Gerätebedrohungen in Richtlinien für Prozesse, Dateien und Netzwerkaktivität überführen.
  2. Schritt 2: Beobachten, alarmieren und blockieren nach Risiko und Produktfunktion abstufen.
  3. Schritt 3: Angriffssimulationen durchführen und Richtlinien stufenweise produktionsreif machen.

Fleet Operations und Incident Response

  1. Schritt 1: Geräte gruppieren, Agenten- und Richtlinienstände überwachen und Abweichungen eskalieren.
  2. Schritt 2: Alarme mit Prozesshierarchie, Gerätehistorie und Produktkritikalität triagieren.
  3. Schritt 3: Eindämmung, Beweissicherung, Wiederherstellung, SIEM-Weiterleitung und Nachbereitung umsetzen.

Runtime Lite und gemischte Flotten

  1. Schritt 1: Legacy-Geräte auf Fanotify-, Netlink- und Capability-Voraussetzungen prüfen.
  2. Schritt 2: Deklarative Richtlinien und Prozessforensik für ein älteres Linux-System anwenden.
  3. Schritt 3: Koexistenz, gemeinsame Richtlinienziele und Betriebsgrenzen in einer heterogenen Flotte planen.

Abschlussübung und Produktionsentscheidung

  1. Schritt 1: Einen mehrstufigen Angriff auf Pilotgeräte erkennen und kontrolliert eindämmen.
  2. Schritt 2: Regel-, Agenten- und Betriebsänderungen dokumentiert ausrollen und verifizieren.
  3. Schritt 3: Produktionsfreigabe, Restrestrisiken, Kennzahlen und nächste Ausbaustufen präsentieren.

Praxisübungen

  • Pulsar-Installation, Ereignisanalyse und Entwicklung eines vollständigen Regelpakets.
  • Prototyp eines eigenen Pulsar-Moduls mit eBPF- und Rust-Anteil.
  • Embedded- und Container-Deployment mit Performance- und Hardening-Prüfung.
  • Runtime-Agentenintegration, aktiver Richtlinienrollout und simulierte Incident Response.
  • Runtime-Lite-Labor und abschließende Architektur für eine gemischte Geräteflotte.

Arbeitsweise

Die gesamte Woche folgt einer gemeinsamen Geräteflotte. Entwicklung, Deployment, Messung, Angriffssimulation, Incident-Arbeit und Betriebsentscheidung bauen unmittelbar aufeinander auf.

Voraussetzungen

Gute Linux- und Netzwerkkenntnisse, Erfahrung in Systemadministration oder Entwicklung. Für die Modulprogrammierung sind Rust-Grundkenntnisse hilfreich.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Runtime und Detection Engineering, Embedded Linux, Product Security, Plattformteams und SOC
Voraussetzungen: Gute Linux- und Netzwerkkenntnisse; Rust-Grundkenntnisse sind für Entwicklungsanteile hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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