Speicherleistung lässt sich nur im Zusammenhang mit Workload, Replikation, Datenträgern, CPU und Netzwerk belastbar bewerten.
Die Schulung entwickelt ein messbares Sizing-Modell für Longhorn. Benchmarking, Instance-Manager-Ressourcen, Data Locality, Rebuild-Last und Kapazitätswachstum werden praktisch untersucht und in eine Referenzarchitektur überführt.
Inhaltsübersicht
- Anforderungsprofil erstellen
- Referenzarchitektur dimensionieren
- Replikation und Datenlokalität
- Instance Manager Ressourcen
- Benchmark durchführen
- Rebuild- und Backup-Last
- Kapazität planen
- Sizing dokumentieren
Zielsetzung
Die Schulung verfolgt folgende fachliche und betriebliche Ziele:
- Workloads nach I/O-Profil, Verfügbarkeit und Wachstum klassifizieren.
- Knoten, Datenträger, Netzwerk und Replikation belastbar dimensionieren.
- Benchmarks reproduzierbar durchführen und korrekt interpretieren.
- Reserven für Betrieb, Rebuild, Backup und Wachstum planen.
Lernmodule und praktische Übungen
1. Anforderungsprofil erstellen
Messbare Ziele ersetzen pauschale Performanceaussagen.
- Schritt 1: IOPS, Durchsatz, Latenz, Blockgröße und Parallelität erfassen.
- Schritt 2: Lese-/Schreibverhältnis und Synchronitätsanforderungen bestimmen.
- Schritt 3: Verfügbarkeit, RPO und RTO als Randbedingungen aufnehmen.
- Schritt 4: Wachstum und Lastspitzen in ein Profil überführen.
2. Referenzarchitektur dimensionieren
Hardware- und Clusterdesign werden aus dem Lastprofil abgeleitet.
- Schritt 1: Anzahl und Rolle der Storage-Knoten festlegen.
- Schritt 2: Datenträgertyp, Controller und Dateisystem bewerten.
- Schritt 3: Netzbandbreite aus Replikation, Rebuild und Backup ableiten.
- Schritt 4: CPU- und Arbeitsspeicherbedarf reservieren.
3. Replikation und Datenlokalität
Schutz und Leistung werden gemeinsam betrachtet.
- Schritt 1: Replikatanzahl gegen Fehlertoleranz und Schreibaufwand abwägen.
- Schritt 2: Data Locality für ausgewählte Workloads aktivieren.
- Schritt 3: Latenz und Netzlast vor und nach der Änderung messen.
- Schritt 4: Platzierungsregeln für verschiedene Datenträgerklassen ableiten.
4. Instance Manager Ressourcen
Zu geringe Reserven führen unter Last zu schwer deutbaren Engpässen.
- Schritt 1: Aktuellen CPU-Verbrauch und Limits erfassen.
- Schritt 2: Guaranteed Instance Manager CPU für V1 und V2 einordnen.
- Schritt 3: Werte schrittweise erhöhen und Latenz vergleichen.
- Schritt 4: Knotenspezifische Abweichungen dokumentieren.
5. Benchmark durchführen
Messungen werden mit kontrollierten Parametern und Vergleichswerten erstellt.
- Schritt 1: Testvolume mit bekannten Einstellungen anlegen.
- Schritt 2: Sequenzielle und zufällige I/O-Profile definieren.
- Schritt 3: Warm-up, Laufzeit, Blockgröße und Queue Depth konstant halten.
- Schritt 4: Ergebnisse mit CPU-, Netz- und Diskmetriken speichern.
6. Rebuild- und Backup-Last
Normalbetrieb und Schutzvorgänge konkurrieren um dieselben Ressourcen.
- Schritt 1: Baseline ohne Hintergrundvorgänge messen.
- Schritt 2: Replica-Rebuild und Backup kontrolliert parallel auslösen.
- Schritt 3: Einfluss auf Latenz und Durchsatz erfassen.
- Schritt 4: Parallelität, QoS und Zeitfenster anpassen.
7. Kapazität planen
Thin Provisioning ersetzt keine physische Reserve.
- Schritt 1: Nutzdaten, Replikate, Snapshots, Backups und Reserve getrennt berechnen.
- Schritt 2: Worst-Case-Bedarf bei Knotenverlust berücksichtigen.
- Schritt 3: Warn-, Beschaffungs- und Abschaltschwellen festlegen.
- Schritt 4: Wachstum mit Messdaten fortschreiben.
8. Sizing dokumentieren
Ein Referenzaufbau muss prüfbar und wiederholbar sein.
- Schritt 1: Hardware, Versionen und Konfigurationen festhalten.
- Schritt 2: Messwerte, Grenzen und ungeeignete Einsatzfälle dokumentieren.
- Schritt 3: Skalierungsstufen und Auslösekriterien definieren.
- Schritt 4: Abnahmecheckliste für neue Workloads erstellen.
Zielgruppe
Plattformarchitektur, Kubernetes- und Storage-Administration, Performance Engineering, Site Reliability Engineering und Kapazitätsmanagement.
Voraussetzungen
Praktische Longhorn- und Kubernetes-Erfahrung, Linux-Grundkenntnisse und Verständnis von IOPS, Durchsatz und Latenz.
Methodik
Die Inhalte werden durch fachliche Einordnung, Live-Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und eigenständige Laborübungen vermittelt. Jeder Themenblock endet mit einer technischen Kontrolle anhand definierter Sollzustände.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
-

René Launa
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail: rené.launa@seminar-experts.at -

Adam Steyer
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail:
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformarchitektur, Kubernetes- und Storage-Administration, Performance Engineering, Site Reliability Engineering und Kapazitätsmanagement. |
| Voraussetzungen: | Praktische Longhorn- und Kubernetes-Erfahrung, Linux-Grundkenntnisse und Verständnis von IOPS, Durchsatz und Latenz. |
| Standorte: | Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - alle Präsenzformate mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Festlegung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
