Technologische Obsoleszenz wird erst dann steuerbar, wenn Produktlebenszyklen mit tatsächlich eingesetzten Komponenten, Anwendungen und Geschäftsfähigkeiten verbunden sind. Das Seminar baut diese Wirkungskette auf und leitet priorisierte Modernisierungsmaßnahmen ab.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Schritt 1: Risikoziele und Betrachtungsbereich festlegen
- Schritt 2: Technologiebestand strukturieren
- Schritt 3: Lebenszyklus- und Supportdaten zuordnen
- Schritt 4: Technische Abhängigkeiten modellieren
- Schritt 5: Risiko bewerten
- Schritt 6: Hotspots und Kaskadeneffekte analysieren
- Schritt 7: Behandlungsoptionen und Maßnahmen planen
- Schritt 8: Kontinuierliche Kontrolle etablieren
- Praxisübungen
- Methodik
Lernziele
- einen entscheidungsfähigen Technologiebestand strukturieren
- Lebenszyklus- und Supportinformationen korrekt zuordnen
- betroffene Anwendungen und Geschäftsauswirkungen analysieren
- Risiken mit einheitlichen Kriterien priorisieren
- Modernisierungsmaßnahmen und wiederkehrende Kontrollen etablieren
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Enterprise Architects, Technology Architects, IT-Risikomanager, Infrastruktur- und Plattformverantwortliche, Application Owner und IT-Portfoliomanager
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in SAP LeanIX und Verständnis von Anwendungen, technischen Komponenten und Produktlebenszyklen
Seminarinhalte
Schritt 1: Risikoziele und Betrachtungsbereich festlegen
Der Prozess wird auf kritische Technologieklassen und konkrete Steuerungsfragen begrenzt.
- regulatorische, betriebliche und strategische Risikotreiber erfassen
- Technologieklassen und Organisationseinheiten auswählen
- Zeithorizont und Risikoschwellen festlegen
- Verantwortliche für Daten, Bewertung und Maßnahmen zuordnen
Schritt 2: Technologiebestand strukturieren
Produkte, Versionen, Provider und tatsächlich eingesetzte Komponenten werden eindeutig voneinander getrennt.
- IT Components und Technologiestandards abgrenzen
- Produkt-, Versions- und Editionsinformationen erfassen
- Provider und Bezugsquelle zuordnen
- Dubletten und uneinheitliche Benennungen bereinigen
Schritt 3: Lebenszyklus- und Supportdaten zuordnen
Herstellerinformationen werden mit internem Einsatz und eigenen Freigabestatus verbunden.
- Release-, Wartungs- und End-of-Support-Termine pflegen
- externe Produktlebenszyklen und interne Standards unterscheiden
- unbekannte oder geschätzte Termine kennzeichnen
- Aktualisierungsfrequenz und Datenverantwortung festlegen
Schritt 4: Technische Abhängigkeiten modellieren
Die Nutzung technischer Komponenten wird bis zu Anwendungen und Geschäftskontext nachvollziehbar gemacht.
- Anwendungen mit eingesetzten IT Components verbinden
- Plattformen, Datenbanken, Laufzeitumgebungen und Middleware berücksichtigen
- indirekte Abhängigkeiten und gemeinsam genutzte Komponenten erkennen
- kritische Capabilities, Prozesse und Organisationen zuordnen
Schritt 5: Risiko bewerten
Lebenszyklusdaten werden um betriebliche Exposition und Geschäftsauswirkung ergänzt.
- Zeit bis Supportende und interne Standardabweichung bewerten
- Kritikalität, Verbreitung und Ersetzbarkeit berücksichtigen
- Sicherheits-, Compliance- und Know-how-Risiken ergänzen
- Risikoklassen und Priorität nachvollziehbar berechnen
Schritt 6: Hotspots und Kaskadeneffekte analysieren
Reports zeigen, wo wenige Komponenten viele kritische Anwendungen oder Capabilities gefährden.
- Risiken nach Technologieklasse und Provider gruppieren
- Anwendungen mit mehreren gleichzeitigen Obsoleszenzen erkennen
- gemeinsam genutzte Komponenten mit hoher Auswirkung priorisieren
- zeitliche Risikowellen in Roadmaps darstellen
Schritt 7: Behandlungsoptionen und Maßnahmen planen
Für priorisierte Risiken werden Zielzustand, Verantwortlichkeit und Termin festgelegt.
- Upgrade, Austausch, Ablösung, Isolation oder Akzeptanz vergleichen
- technische und fachliche Abhängigkeiten berücksichtigen
- Maßnahmen mit Projekten und Transformation Items verbinden
- Ausnahmen, Kompensationsmaßnahmen und Ablaufdaten dokumentieren
Schritt 8: Kontinuierliche Kontrolle etablieren
Der Risikoprozess wird in regelmäßige Portfolio- und Architekturreviews integriert.
- neue oder geänderte Lebenszyklusdaten überwachen
- Schwellenwertverletzungen und auslaufende Ausnahmen eskalieren
- Maßnahmenfortschritt und Restrisiko nachhalten
- Kennzahlen und Prozesswirksamkeit regelmäßig überprüfen
Praxisübungen
- Bereinigung eines uneinheitlichen Technologiebestands
- Zuordnung von Produktlebenszyklen zu eingesetzten IT Components
- Analyse der Auswirkungen einer auslaufenden Plattformtechnologie
- Erstellung einer Risiko-Priorisierungsmatrix
- Planung einer Modernisierungsroadmap mit Ausnahmen und Kompensationsmaßnahmen
Methodik
Fachliche Einordnung, Live-Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, strukturierte Einzel- und Gruppenübungen sowie die Bearbeitung einer durchgängigen Fallstudie.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Enterprise Architects, Technology Architects, IT-Risikomanager, Infrastruktur- und Plattformverantwortliche, Application Owner und IT-Portfoliomanager |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in SAP LeanIX und Verständnis von Anwendungen, technischen Komponenten und Produktlebenszyklen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur, wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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