Seminar Interoperabilität und Migration zwischen SD-JWT VC, AnonCreds und BBS

Seminarprofil

Das Seminar entwickelt Interoperabilitäts- und Migrationsstrategien für heterogene Credential-Landschaften. Es trennt fachliche Semantik, Credential-Format, kryptografischen Proof, Austauschprotokoll, Status und Governance und zeigt sichere Koexistenz statt verlustbehafteter Formatkonvertierung.

Lernziele

  • Interoperabilität auf Daten-, Protokoll-, Trust- und Policy-Ebene unterscheiden
  • Gemeinsame Fachmodelle und kontrollierte Vokabulare formatübergreifend definieren
  • Gateway-, Dual-Issuance- und Re-Issuance-Strategien mit ihren Risiken bewerten
  • Migrationswellen mit Rückwärtskompatibilität und nachvollziehbarer Vertrauenskette planen
  • Konformitäts- und Cross-Stack-Tests für Issuer, Wallet und Verifier aufbauen

Inhaltsübersicht

  1. Interoperabilitätsebenen
  2. Fachliches Claim-Modell
  3. Vertrauens- und Issuer-Mapping
  4. Proof-Eigenschaften vergleichen
  5. Protokolle und Wallet-Fähigkeiten
  6. Status und Lebenszyklus
  7. Migrationsmuster
  8. Gateway- und Übersetzungsrisiken
  9. Cross-Format-Verifier
  10. Testmatrix und Conformance
  11. Migrationsroadmap

Seminarinhalte

Schritt 1: Interoperabilitätsebenen

Syntaxkompatibilität, semantische Gleichheit, kryptografische Prüfbarkeit, Protokollkompatibilität und gemeinsame Governance werden getrennt. Ein erfolgreiches JSON-Parsing gilt ausdrücklich nicht als Ende-zu-Ende-Interoperabilität.

Schritt 2: Fachliches Claim-Modell

Attribute, Datentypen, Kardinalitäten und zulässige Werte werden unabhängig vom Credential-Format beschrieben. Mapping-Regeln dokumentieren Informationsverlust, Rundung, Normalisierung und unterschiedliche Null-Semantik.

Schritt 3: Vertrauens- und Issuer-Mapping

Issuer-Identifier, Schlüsselmodelle, Registries und Trust Lists unterscheiden sich. Die Migration definiert, wann Identitäten übernommen, neu geprüft oder durch einen Bridge-Issuer attestiert werden dürfen.

Schritt 4: Proof-Eigenschaften vergleichen

Hash-basierte Disclosures, CL-basierte Prädikate und BBS-derived Proofs bieten unterschiedliche Aussagen. Eine Konvertierung darf keine stärkere Privacy- oder Security-Eigenschaft vortäuschen, als die Quelle tatsächlich besitzt.

Schritt 5: Protokolle und Wallet-Fähigkeiten

Issuance und Presentation werden von Credential-Formaten getrennt. Capability Negotiation, Format-Metadaten, Wallet-Auswahl und klare Fehlermeldungen ermöglichen parallele Unterstützung.

Schritt 6: Status und Lebenszyklus

Statuslisten, Revocation Registries, Ablauf und Re-Issuance werden auf gemeinsame Geschäftsregeln abgebildet. Unterschiede bei Aktualität und Offline-Verifikation werden in der Policy sichtbar gehalten.

Schritt 7: Migrationsmuster

Big Bang, Parallelbetrieb, Dual Issuance, Re-Issuance und Verifier-first-Migration werden verglichen. Für jedes Muster werden Vertrauensrisiko, Nutzerbelastung, Rollback und Betriebsdauer bewertet.

Schritt 8: Gateway- und Übersetzungsrisiken

Ein Gateway, das Credentials liest und neu ausstellt, wird faktisch zu einem zusätzlichen Issuer und Datenschutzakteur. Schlüssel, Audit, Haftung und Datenminimierung müssen entsprechend behandelt werden.

Schritt 9: Cross-Format-Verifier

Ein Verifier normalisiert nur nach erfolgreicher formatspezifischer Prüfung in ein internes Entscheidungsmodell. Herkunft, Proof-Typ, Assurance und Offenlegungsumfang bleiben als Sicherheitskontext erhalten.

Schritt 10: Testmatrix und Conformance

Testfälle decken Formatverhandlung, Claim-Mapping, Status, Holder Binding, Fehlercodes und Downgrade-Angriffe ab. Referenzartefakte werden versioniert und zwischen Implementierungen ausgetauscht.

Schritt 11: Migrationsroadmap

Abhängigkeiten, Pilotgruppen, Datenbereinigung, Re-Issuance, Abschaltung alter Verifier und Support werden zeitlich geordnet. Messpunkte zeigen, wann die nächste Welle freigegeben werden kann.

Praxisanteil

  • Formatübergreifendes Claim- und Trust-Mapping erstellen
  • Dual-Issuance- oder Re-Issuance-Migrationsmuster bewerten
  • Cross-Stack-Testmatrix für Wallet und Verifier entwickeln
  • Downgrade- und Gateway-Risiken in einem Threat Model prüfen

Zielgruppe

Enterprise-Architekten, Integrations- und Plattformteams, Programmleitungen, Governance-Verantwortliche und technische Product Owner

Voraussetzungen

Gute Kenntnisse mindestens eines Credential-Stacks und Erfahrung mit Schnittstellen- oder Migrationsprojekten

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Enterprise-Architekten, Integrations- und Plattformteams, Programmleitungen, Governance-Verantwortliche und technische Product Owner
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse mindestens eines Credential-Stacks und Erfahrung mit Schnittstellen- oder Migrationsprojekten
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, moderierte Architekturarbeit, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 3 Tage
Stream live 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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Bregenz 3 Tage
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