Seminar Verifiable Credentials 2.0 und Data Integrity für Selective Disclosure

Seminarprofil

Das Seminar vermittelt das Verifiable-Credentials-Datenmodell und Data Integrity als Fundament für BBS-basierte und weitere selective-disclosure-fähige Nachweise. Behandelt werden Datenmodell, Kontexte, Typen, Proof Purpose, Verification Methods, Validierung, Status und sichere Verarbeitung abgeleiteter Credentials.

Lernziele

  • Credential- und Presentation-Datenmodell fachlich korrekt strukturieren
  • Data-Integrity-Proofs, Proof Purpose und Verification Methods sicher validieren
  • JSON-LD-Kontexte und RDF-Semantik kontrolliert und reproduzierbar verarbeiten
  • Base Credentials und abgeleitete selective-disclosure-Präsentationen unterscheiden
  • Datenmodell-, Trust-, Status- und Policy-Prüfungen zu einer Verifier-Pipeline verbinden

Inhaltsübersicht

  1. Rollen und Datenobjekte
  2. Credential-Grundstruktur
  3. Presentations und Holder-Kontext
  4. JSON-LD und Kontexte
  5. RDF-Semantik und Kanonisierung
  6. Data Integrity und Cryptosuites
  7. Proof Purpose und Autorisierung
  8. Base und Derived Proofs
  9. Status und Gültigkeit
  10. Verifier-Pipeline
  11. Interoperabilitäts- und Negativtests

Seminarinhalte

Schritt 1: Rollen und Datenobjekte

Issuer, Holder und Verifier werden von Credential, Presentation und Proof getrennt. Die Semantik eines Claims entsteht nicht allein durch seine Zeichenfolge, sondern durch Typ, Kontext und Governance.

Schritt 2: Credential-Grundstruktur

Context, Type, Issuer, Validity, Credential Subject und optionale Statusinformationen werden modelliert. Pflicht- und optionale Angaben werden anhand eines Beispielnachweises geprüft.

Schritt 3: Presentations und Holder-Kontext

Eine Presentation kann mehrere Credentials oder abgeleitete Proofs transportieren. Holder-Bezug, Challenge, Domain und Präsentationszweck werden nicht mit der Issuer-Aussage verwechselt.

Schritt 4: JSON-LD und Kontexte

Kontexte definieren Begriffe und Datentypen. Zulässige Kontexte, lokale Caches, Versionsbindung und Schutz vor unerwarteter Remote-Auflösung werden in einer Verarbeitungsrichtlinie festgelegt.

Schritt 5: RDF-Semantik und Kanonisierung

Gleichwertige Daten können unterschiedlich serialisiert sein. Kanonisierung wird als Voraussetzung kryptografischer Data-Integrity-Verfahren eingeordnet und mit einfachen Beispielen getestet.

Schritt 6: Data Integrity und Cryptosuites

Proof Type, Cryptosuite, Verification Method, Proof Purpose und gesicherte Konfiguration werden analysiert. Der Verifier akzeptiert nur explizit erlaubte Suites und Schlüsselbeziehungen.

Schritt 7: Proof Purpose und Autorisierung

Assertion Method, Authentication und weitere Beziehungen haben unterschiedliche Bedeutung. Ein gültiger Schlüssel genügt nicht, wenn er für den konkreten Proof-Zweck nicht autorisiert ist.

Schritt 8: Base und Derived Proofs

Ein Issuer sichert das ursprüngliche Credential; ein Holder kann daraus je nach Cryptosuite einen abgeleiteten Nachweis erzeugen. Herkunft, offengelegte Aussagen und Präsentationskontext bleiben getrennte Prüfdimensionen.

Schritt 9: Status und Gültigkeit

Zeitangaben, Statusmechanismen und Issuer-Schlüsselrotation werden nach Datenmodellprüfung behandelt. Die Policy legt fest, welche Unsicherheit bei nicht erreichbaren Quellen zulässig ist.

Schritt 10: Verifier-Pipeline

Syntax, Kontext, Typen, Schema, Proof Configuration, Schlüssel, Kryptografie, Status und fachliche Entscheidung werden sequenziell geprüft. Fehlerdaten werden minimiert und nicht mit ungeprüften Claims angereichert.

Schritt 11: Interoperabilitäts- und Negativtests

Alternative Serialisierungen, unbekannte Kontexte, falscher Proof Purpose, ersetzte Schlüssel und unvollständige abgeleitete Credentials werden getestet.

Praxisanteil

  • VC-Datenmodell für einen Qualifikationsnachweis erstellen
  • Data-Integrity-Proof-Konfiguration und Schlüsselautorisierung prüfen
  • Base- und Derived-Proof-Verarbeitung als Verifier-Pipeline modellieren
  • Kontext-, Typ- und Proof-Purpose-Negativtests durchführen

Zielgruppe

VC-Architekten, Entwickler, Wallet- und Verifier-Teams, Datenmodellierer, Security Engineers und technische Tester

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von JSON, digitalen Signaturen und Verifiable Credentials

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: VC-Architekten, Entwickler, Wallet- und Verifier-Teams, Datenmodellierer, Security Engineers und technische Tester
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von JSON, digitalen Signaturen und Verifiable Credentials
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, moderierte Architekturarbeit, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
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