Seminarprofil
Das Seminar vermittelt das Verifiable-Credentials-Datenmodell und Data Integrity als Fundament für BBS-basierte und weitere selective-disclosure-fähige Nachweise. Behandelt werden Datenmodell, Kontexte, Typen, Proof Purpose, Verification Methods, Validierung, Status und sichere Verarbeitung abgeleiteter Credentials.
Lernziele
- Credential- und Presentation-Datenmodell fachlich korrekt strukturieren
- Data-Integrity-Proofs, Proof Purpose und Verification Methods sicher validieren
- JSON-LD-Kontexte und RDF-Semantik kontrolliert und reproduzierbar verarbeiten
- Base Credentials und abgeleitete selective-disclosure-Präsentationen unterscheiden
- Datenmodell-, Trust-, Status- und Policy-Prüfungen zu einer Verifier-Pipeline verbinden
Inhaltsübersicht
- Rollen und Datenobjekte
- Credential-Grundstruktur
- Presentations und Holder-Kontext
- JSON-LD und Kontexte
- RDF-Semantik und Kanonisierung
- Data Integrity und Cryptosuites
- Proof Purpose und Autorisierung
- Base und Derived Proofs
- Status und Gültigkeit
- Verifier-Pipeline
- Interoperabilitäts- und Negativtests
Seminarinhalte
Schritt 1: Rollen und Datenobjekte
Issuer, Holder und Verifier werden von Credential, Presentation und Proof getrennt. Die Semantik eines Claims entsteht nicht allein durch seine Zeichenfolge, sondern durch Typ, Kontext und Governance.
Schritt 2: Credential-Grundstruktur
Context, Type, Issuer, Validity, Credential Subject und optionale Statusinformationen werden modelliert. Pflicht- und optionale Angaben werden anhand eines Beispielnachweises geprüft.
Schritt 3: Presentations und Holder-Kontext
Eine Presentation kann mehrere Credentials oder abgeleitete Proofs transportieren. Holder-Bezug, Challenge, Domain und Präsentationszweck werden nicht mit der Issuer-Aussage verwechselt.
Schritt 4: JSON-LD und Kontexte
Kontexte definieren Begriffe und Datentypen. Zulässige Kontexte, lokale Caches, Versionsbindung und Schutz vor unerwarteter Remote-Auflösung werden in einer Verarbeitungsrichtlinie festgelegt.
Schritt 5: RDF-Semantik und Kanonisierung
Gleichwertige Daten können unterschiedlich serialisiert sein. Kanonisierung wird als Voraussetzung kryptografischer Data-Integrity-Verfahren eingeordnet und mit einfachen Beispielen getestet.
Schritt 6: Data Integrity und Cryptosuites
Proof Type, Cryptosuite, Verification Method, Proof Purpose und gesicherte Konfiguration werden analysiert. Der Verifier akzeptiert nur explizit erlaubte Suites und Schlüsselbeziehungen.
Schritt 7: Proof Purpose und Autorisierung
Assertion Method, Authentication und weitere Beziehungen haben unterschiedliche Bedeutung. Ein gültiger Schlüssel genügt nicht, wenn er für den konkreten Proof-Zweck nicht autorisiert ist.
Schritt 8: Base und Derived Proofs
Ein Issuer sichert das ursprüngliche Credential; ein Holder kann daraus je nach Cryptosuite einen abgeleiteten Nachweis erzeugen. Herkunft, offengelegte Aussagen und Präsentationskontext bleiben getrennte Prüfdimensionen.
Schritt 9: Status und Gültigkeit
Zeitangaben, Statusmechanismen und Issuer-Schlüsselrotation werden nach Datenmodellprüfung behandelt. Die Policy legt fest, welche Unsicherheit bei nicht erreichbaren Quellen zulässig ist.
Schritt 10: Verifier-Pipeline
Syntax, Kontext, Typen, Schema, Proof Configuration, Schlüssel, Kryptografie, Status und fachliche Entscheidung werden sequenziell geprüft. Fehlerdaten werden minimiert und nicht mit ungeprüften Claims angereichert.
Schritt 11: Interoperabilitäts- und Negativtests
Alternative Serialisierungen, unbekannte Kontexte, falscher Proof Purpose, ersetzte Schlüssel und unvollständige abgeleitete Credentials werden getestet.
Praxisanteil
- VC-Datenmodell für einen Qualifikationsnachweis erstellen
- Data-Integrity-Proof-Konfiguration und Schlüsselautorisierung prüfen
- Base- und Derived-Proof-Verarbeitung als Verifier-Pipeline modellieren
- Kontext-, Typ- und Proof-Purpose-Negativtests durchführen
Zielgruppe
VC-Architekten, Entwickler, Wallet- und Verifier-Teams, Datenmodellierer, Security Engineers und technische Tester
Voraussetzungen
Grundkenntnisse von JSON, digitalen Signaturen und Verifiable Credentials
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | VC-Architekten, Entwickler, Wallet- und Verifier-Teams, Datenmodellierer, Security Engineers und technische Tester |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse von JSON, digitalen Signaturen und Verifiable Credentials |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, moderierte Architekturarbeit, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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