Seminar Zero-Knowledge Proofs – Grundlagen für Identity und Credentials

Seminarprofil

Das Grundlagenseminar erklärt Zero-Knowledge-Proofs anhand von Identity- und Credential-Anwendungen. Ohne unnötige Mathematik werden Witness, Statement, Completeness, Soundness, Zero Knowledge, Commitments, Proofs of Knowledge, Range Proofs und typische Systemklassen verständlich gemacht.

Lernziele

  • Zero Knowledge von Verschlüsselung, Signatur und selektiver Offenlegung abgrenzen
  • Statement, Witness, Prover, Verifier und Challenge-Response sicher erklären
  • Completeness, Soundness und Zero-Knowledge-Eigenschaft praxisnah bewerten
  • Proof-of-Knowledge-, Range-, Membership- und Equality-Anwendungen unterscheiden
  • Komplexität, Setup, Performance und Auditbedarf realistisch einschätzen

Inhaltsübersicht

  1. Motivation durch Datenminimierung
  2. Prover, Verifier, Statement und Witness
  3. Completeness, Soundness und Zero Knowledge
  4. Commitment-Grundidee
  5. Interaktive Sigma-Protokolle
  6. Nicht-interaktive Proofs
  7. Proof of Knowledge
  8. Range Proofs und Prädikate
  9. Equality und gemeinsame Geheimnisse
  10. Set- und Merkle-Mitgliedschaft
  11. Proof-Systemfamilien
  12. Identity-Anwendungsfälle
  13. Grenzen und Entscheidungscheckliste

Seminarinhalte

Schritt 1: Motivation durch Datenminimierung

Ein Verifier benötigt häufig nur eine Aussage und nicht alle zugrunde liegenden Daten. Beispiele aus Alter, Berechtigung und Qualifikation zeigen den Unterschied zwischen Offenlegung und Beweis.

Schritt 2: Prover, Verifier, Statement und Witness

Die Rollen und Eingaben eines Proof-Systems werden an einem einfachen Geheimnisnachweis erklärt. Öffentliche und private Werte werden strikt getrennt.

Schritt 3: Completeness, Soundness und Zero Knowledge

Die drei Kerneigenschaften werden mit Fehlerwahrscheinlichkeit und Angreifermodell verbunden. Zero Knowledge bedeutet nicht automatisch Anonymität oder Schutz vor Metadatenkorrelation.

Schritt 4: Commitment-Grundidee

Ein Commitment bindet einen Wert, ohne ihn sofort zu zeigen. Binding, Hiding und Randomness werden anhand einer digitalen Umschlagmetapher und einer technischen Darstellung nachvollzogen.

Schritt 5: Interaktive Sigma-Protokolle

Commitment, Challenge und Response bilden ein verbreitetes Muster. Wiederverwendete Zufallswerte und vorhersehbare Challenges zeigen, wie Implementierungsfehler Geheimnisse gefährden.

Schritt 6: Nicht-interaktive Proofs

Fiat-Shamir ersetzt die interaktive Challenge durch einen Hash über vollständigen Kontext. Domänentrennung und Bindung aller öffentlichen Daten sind entscheidend.

Schritt 7: Proof of Knowledge

Der Prover beweist Kenntnis eines Geheimnisses statt nur die Wahrheit einer Aussage. Diese Unterscheidung wird auf Schlüsselbesitz und signierte Credentials übertragen.

Schritt 8: Range Proofs und Prädikate

Aussagen wie „Wert liegt in einem Bereich“ werden ohne Offenlegung des exakten Werts eingeordnet. Bitlänge, Grenzwerte und Zahlencodierung bestimmen Sicherheit und Aufwand.

Schritt 9: Equality und gemeinsame Geheimnisse

Ein verborgener Wert kann über mehrere Aussagen hinweg als gleich bewiesen werden. Nutzen für Credential-Kombinationen wird gegen Korrelation durch stabile Pseudonyme abgewogen.

Schritt 10: Set- und Merkle-Mitgliedschaft

Mitgliedschaft in einer erlaubten Menge oder einem Merkle-Baum ermöglicht datensparsame Nachweise. Aktualität und Herkunft des öffentlichen Roots bleiben Teil der Trust Policy.

Schritt 11: Proof-Systemfamilien

Spezialisierte Credential-Proofs, SNARKs, STARKs und Bulletproof-artige Verfahren werden nach Setup, Größe, Performance und Einsatzbereich eingeordnet, ohne Produktpräferenz.

Schritt 12: Identity-Anwendungsfälle

Altersnachweis, Rollenberechtigung, Sanktionslistenprüfung, Mehrfach-Credential-Aussagen und private Statusprüfung werden auf passende Proof-Muster abgebildet.

Schritt 13: Grenzen und Entscheidungscheckliste

Kryptografische Komplexität, mobile Ressourcen, Audit, Standardisierung und Governance werden gegen den Zusatznutzen gestellt. Oft ist ein standardisiertes Credential-Verfahren sicherer als ein eigener Circuit.

Praxisanteil

  • Einfaches Challenge-Response-Protokoll auf Papier nachvollziehen
  • Identity-Anforderungen in Statement und Witness zerlegen
  • Range-, Membership- und Equality-Proofs geeigneten Use Cases zuordnen
  • Entscheidungscheckliste für Standardverfahren oder individuelles ZKP ausfüllen

Zielgruppe

Entwickler, Architekten, Security, Datenschutz, technische Product Owner und Projektleitungen

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von Public-Key-Kryptografie sind hilfreich, aber nicht zwingend

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Entwickler, Architekten, Security, Datenschutz, technische Product Owner und Projektleitungen
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von Public-Key-Kryptografie sind hilfreich, aber nicht zwingend
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, moderierte Architekturarbeit, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
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Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
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