Seminar / Training
Das Seminar erschließt die gRPC-Schnittstelle von Tetragon für eigene Werkzeuge und Integrationen. Behandelt werden Datenmodelle, Ereignisstreams, Filter, Zustandsabfragen, Verbindungsabsicherung, Fehlerbehandlung und der kontrollierte Weitertransport in nachgelagerte Systeme.
Aus einer kleinen Client-Anwendung entsteht schrittweise eine robuste Integrationskomponente mit Wiederanlauf, Lastbegrenzung, Monitoring und nachvollziehbarem Betriebsverhalten.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Schritt 1: API-Anwendungsfälle und Architektur festlegen
- Schritt 2: gRPC-Grundlagen anwenden
- Schritt 3: Nachrichtenmodell und Ereignistypen untersuchen
- Schritt 4: Ersten Ereignisclient entwickeln
- Schritt 5: Filter und Scope einsetzen
- Schritt 6: Zustands- und Verwaltungsabfragen nutzen
- Schritt 7: TLS und gegenseitige Authentisierung einrichten
- Schritt 8: Robuste Stream-Verarbeitung implementieren
- Schritt 9: Normalisierung und Routing gestalten
- Schritt 10: Integration testen
- Schritt 11: Monitoring und Betrieb aufbauen
- Schritt 12: Referenzintegration fertigstellen
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Lernziele
- gRPC-Dienste und Nachrichtenmodelle von Tetragon fachlich einordnen
- Ereignisstreams mit serverseitigen Filtern sicher verarbeiten
- TLS und gegenseitige Authentisierung für API-Verbindungen konfigurieren
- Clients gegen Verbindungsabbrüche, Rückstau und Dubletten absichern
- eine überwachte und dokumentierte Integrationspipeline bereitstellen
Seminarinhalte
Schritt 1: API-Anwendungsfälle und Architektur festlegen
Live-Analyse, Export, Automatisierung, Zustandsabfrage und Reaktionsintegration werden voneinander abgegrenzt.
- Datenfluss, Vertrauensgrenzen, Verbraucher und Aufbewahrung werden in einer Zielarchitektur beschrieben.
- Volumen, Latenz und Verfügbarkeit werden als technische Anforderungen formuliert.
Schritt 2: gRPC-Grundlagen anwenden
Dienste, Methoden, Nachrichten, Streaming, Metadaten und Statuscodes werden am Tetragon-Kontext erläutert.
- Client- und Server-Streaming werden nach Kommunikationsmuster unterschieden.
- Zeitlimits, Abbruch und Ressourcenfreigabe werden von Anfang an berücksichtigt.
Schritt 3: Nachrichtenmodell und Ereignistypen untersuchen
Gemeinsame Prozessfelder, ereignisspezifische Nutzdaten und optionale Kontextinformationen werden strukturiert.
- Versions- und Kompatibilitätsfragen werden bei der Deserialisierung berücksichtigt.
- Interne Datenmodelle werden so gestaltet, dass unbekannte Felder nicht zum Ausfall führen.
Schritt 4: Ersten Ereignisclient entwickeln
Verbindung, Stream-Aufruf, Nachrichtenschleife und kontrolliertes Beenden werden implementiert.
- Ausgewählte Felder werden normalisiert und nachvollziehbar ausgegeben.
- Fehler und Verbindungsstatus werden getrennt vom Nutzdatenstrom protokolliert.
Schritt 5: Filter und Scope einsetzen
Ereignistypen, Prozesse, Namespaces, Workloads und weitere Kriterien werden serverseitig eingeschränkt.
- Filter werden auf Selektivität und unbeabsichtigte Lücken geprüft.
- Dynamische Filteränderungen werden in einem kontrollierten Client-Lebenszyklus umgesetzt.
Schritt 6: Zustands- und Verwaltungsabfragen nutzen
Verfügbare Status-, Sensor- und Policy-Informationen werden für Betriebsprüfungen verwendet.
- Abfragen werden in Health-Checks und Diagnosefunktionen integriert.
- Antworten werden mit lokaler Konfiguration und erwarteten Sollzuständen verglichen.
Schritt 7: TLS und gegenseitige Authentisierung einrichten
Zertifikatskette, Serveridentität, Clientidentität und Vertrauensspeicher werden sauber getrennt.
- Dateirechte, Rotation und Ablaufüberwachung werden in den Betriebsprozess aufgenommen.
- Typische Zertifikats- und Namensfehler werden diagnostiziert.
Schritt 8: Robuste Stream-Verarbeitung implementieren
Wiederverbindung, exponentielle Verzögerung, Heartbeats, Zeitlimits und geordnetes Shutdown-Verhalten werden ergänzt.
- Rückstau und langsame Verbraucher werden durch Puffergrenzen und Lastabwurf kontrolliert.
- Dubletten und Verarbeitungslücken werden mit geeigneten Zustandsinformationen behandelt.
Schritt 9: Normalisierung und Routing gestalten
Ereignisse werden in ein internes Schema überführt und um Betriebsmetadaten ergänzt.
- Routing nach Ereignistyp, Kritikalität oder Mandant wird implementiert.
- Datensparsamkeit und Schutz sensibler Argumente werden berücksichtigt.
Schritt 10: Integration testen
Unit-, Schema-, Verbindungs-, Last- und Wiederanlauftests werden mit definierten Ereignissen ausgeführt.
- Fehlerhafte Nachrichten und unerwartete Felder werden kontrolliert verarbeitet.
- Akzeptanzkriterien für Latenz, Verlust und Ressourcenverbrauch werden gemessen.
Schritt 11: Monitoring und Betrieb aufbauen
Verbindungsstatus, Nachrichtenrate, Verarbeitungsdauer, Fehler, Rückstau und Neustarts werden als Metriken erfasst.
- Runbooks für Zertifikatsfehler, Stream-Abbruch und Lastspitzen werden erstellt.
- Konfiguration, Geheimnisse und Deployment werden versioniert und nachvollziehbar freigegeben.
Schritt 12: Referenzintegration fertigstellen
Ein vollständiger Client wird paketiert, konfigurierbar gemacht und in einer Testumgebung betrieben.
- Datenfluss und Sicherheitsgrenzen werden dokumentiert.
- Die Integration wird anhand eines End-to-End-Szenarios abgenommen.
Praxisübungen
- Streaming-Client mit Ereignisfilter und strukturierter Ausgabe entwickeln
- TLS- und mTLS-Verbindung mit kontrollierter Zertifikatsprüfung konfigurieren
- Wiederverbindung und Backpressure für einen simulierten Ausfall implementieren
- End-to-End-Pipeline mit Betriebsmetriken und Fehler-Runbook abnehmen
Zielgruppe
Softwareentwickler, Plattformentwickler, Security Engineering, SIEM- und Datenplattformteams, DevOps und technische Integrationsverantwortliche.
Voraussetzungen
Sichere Programmierkenntnisse in einer gRPC-fähigen Sprache, Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen sowie Netzwerk- und TLS-Grundlagen.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Softwareentwickler, Plattformentwickler, Security Engineering, SIEM- und Datenplattformteams, DevOps und technische Integrationsverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Sichere Programmierkenntnisse in einer gRPC-fähigen Sprache, Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen sowie Netzwerk- und TLS-Grundlagen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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