Seminar Tetragon – Security Operations, Threat Hunting und Incident Response

Seminar / Training

Das Seminar überführt Tetragon-Daten in belastbare Arbeitsabläufe für Security Operations. Beobachtung wird mit Hypothesen, priorisierten Suchfragen, reproduzierbaren Abfragen und einer strukturierten Triage verbunden.

Threat Hunting und Incident Response nutzen denselben technischen Kontext, unterscheiden sich jedoch in Zeitdruck, Evidenzanforderung und Reaktionsentscheidung. Beide Abläufe werden in Übungen von der ersten Auffälligkeit bis zur dokumentierten Nachbearbeitung durchgespielt.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Betriebsmodell für Security Operations festlegen
  • Schritt 2: Erkennungsfälle priorisieren
  • Schritt 3: Triage-Felder und Mindestkontext bestimmen
  • Schritt 4: Hunting-Hypothesen formulieren
  • Schritt 5: Tetra-Abfragen entwickeln
  • Schritt 6: Prozess- und Workload-Timeline erstellen
  • Schritt 7: Ersteinschätzung und Scope bestimmen
  • Schritt 8: Evidenz sichern
  • Schritt 9: Reaktion koordinieren
  • Schritt 10: Enforcement-Ereignisse analysieren
  • Schritt 11: Threat Hunt durchführen
  • Schritt 12: Incident-Response-Übung abschließen
  • Schritt 13: Detection Engineering zurückkoppeln
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • Tetragon-Signale in SOC-Arbeitsabläufe und Prioritäten einordnen
  • Hunting-Hypothesen in Ereignisse, Filter und Zeitfenster übersetzen
  • Prozess-, Datei-, Netzwerk- und Identitätsdaten zu Timelines verbinden
  • Vorfälle mit gesicherter Evidenz triagieren und eingrenzen
  • Erkenntnisse in verbesserte Policies und Runbooks zurückführen

Seminarinhalte

Schritt 1: Betriebsmodell für Security Operations festlegen

Datenquellen, Verantwortlichkeiten, Bereitschaft, Eskalation und Übergaben werden definiert.

  • Tetragon-Ereignisse werden nach Beobachtung, Warnung und Enforcement-Wirkung klassifiziert.
  • Technische und fachliche Eigentümer werden in den Ablauf eingebunden.

Schritt 2: Erkennungsfälle priorisieren

Prozessausführung, Privilegienwechsel, Dateizugriff, Netzwerkverbindung und Policy-Umgehung werden nach Risiko bewertet.

  • Signalqualität, Kontextverfügbarkeit und erwartete Reaktionszeit werden berücksichtigt.
  • Ein überschaubarer Katalog mit klaren Akzeptanzkriterien wird aufgebaut.

Schritt 3: Triage-Felder und Mindestkontext bestimmen

Zeit, Host, Cluster, Namespace, Workload, Container, Prozess, Elternprozess, Identität, Argumente und Aktion werden geordnet.

  • Fehlender Kontext wird sichtbar markiert und gezielt nacherhoben.
  • Sensible Inhalte werden datensparsam behandelt.

Schritt 4: Hunting-Hypothesen formulieren

Eine Annahme wird in beobachtbares Verhalten, erwartete Gegenbeispiele und Suchgrenzen zerlegt.

  • Normalverhalten und bekannte administrative Abläufe werden vorab beschrieben.
  • Hypothesen erhalten ein Ende: bestätigt, widerlegt oder mangels Daten offen.

Schritt 5: Tetra-Abfragen entwickeln

Breite Ereignissuche wird schrittweise nach Ereignistyp, Workload, Prozess, Identität und Zeit eingegrenzt.

  • Wiederverwendbare Filter und Ausgabeformate werden in Hunting-Notebooks oder Runbooks dokumentiert.
  • Abfragen werden mit definierten Testereignissen verifiziert.

Schritt 6: Prozess- und Workload-Timeline erstellen

Exec-, Exit-, Datei-, Netzwerk- und Privilegienereignisse werden zeitlich verbunden.

  • Eltern-Kind-Beziehungen, Containerwechsel und Orchestrator-Neustarts werden berücksichtigt.
  • Unsichere Zuordnungen werden kenntlich gemacht und durch Zusatzdaten geprüft.

Schritt 7: Ersteinschätzung und Scope bestimmen

Auswirkung, betroffene Identitäten, Workloads, Knoten und Zeiträume werden ermittelt.

  • Einzelereignis und wiederkehrendes Muster werden unterschieden.
  • Die Suche wird kontrolliert auf verwandte Systeme und Indikatoren erweitert.

Schritt 8: Evidenz sichern

Relevante Ereignisse, Policy-Versionen, Konfiguration und Zeitbezug werden nachvollziehbar festgehalten.

  • Originaldaten und abgeleitete Bewertung werden getrennt.
  • Integrität, Zugriff und Aufbewahrung orientieren sich am internen Vorfallverfahren.

Schritt 9: Reaktion koordinieren

Beobachtung, zusätzliche Telemetrie, Isolation, Prozessreaktion und Policy-Anpassung werden nach Risiko ausgewählt.

  • Betriebsverantwortliche und Anwendungsowner werden vor eingreifenden Maßnahmen eingebunden.
  • Jede Maßnahme besitzt Erfolgskontrolle und Rücksetzweg.

Schritt 10: Enforcement-Ereignisse analysieren

Ausgelöste Aktionen werden mit Ursache, Scope, betroffener Anwendung und Folgeereignissen verbunden.

  • Fehlblockierung und tatsächlicher Angriff werden anhand des Gesamtverlaufs unterschieden.
  • Notfallausnahmen werden zeitlich und fachlich kontrolliert.

Schritt 11: Threat Hunt durchführen

Eine vorgegebene Hypothese wird über mehrere Workloads und Ereignistypen untersucht.

  • Zwischenergebnisse steuern die nächste Suchstufe.
  • Das Ergebnis enthält sowohl Funde als auch geprüfte Ausschlüsse.

Schritt 12: Incident-Response-Übung abschließen

Ein simulierter Vorfall wird von Alarm über Triage, Scope, Evidenz und Reaktion bis zur Wiederherstellung bearbeitet.

  • Entscheidungen und Zeitpunkte werden protokolliert.
  • Technische und organisatorische Verbesserungen werden priorisiert.

Schritt 13: Detection Engineering zurückkoppeln

Neue Erkenntnisse werden in Filter, Policies, Tests und Anreicherung überführt.

  • Fehlalarme und Erkennungslücken erhalten reproduzierbare Testfälle.
  • Runbooks und Schulungsfälle werden mit dem aktualisierten Stand abgeglichen.

Praxisübungen

  1. Triage-Checkliste und Mindestkontext für einen Prozessalarm erstellen
  2. Hunting-Hypothese in Tetra-Filter und Testereignisse übersetzen
  3. Timeline aus Prozess-, Datei- und Netzwerkereignissen rekonstruieren
  4. simulierten Vorfall mit Scope, Evidenz, Reaktion und Wiederherstellung bearbeiten
  5. Erkenntnisse in eine verbesserte Policy und einen Regressionstest überführen

Zielgruppe

SOC-Analysten, Threat Hunter, Incident Responder, Security Engineers, Plattformbetrieb und technische Forensikteams.

Voraussetzungen

Gute Kenntnisse zu Linux- oder Kubernetes-Workloads, Erfahrung mit Sicherheitsanalyse und Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen und Tetra CLI.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: SOC-Analysten, Threat Hunter, Incident Responder, Security Engineers, Plattformbetrieb und technische Forensikteams.
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse zu Linux- oder Kubernetes-Workloads, Erfahrung mit Sicherheitsanalyse und Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen und Tetra CLI.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 3 Tage
Stream live 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
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