Seminar Tetragon – Installation auf Linux, Container und systemd

Seminar / Training

Das Seminar behandelt Tetragon außerhalb eines Kubernetes-Clusters. Verglichen werden direkte Bereitstellung, Paketbetrieb, containerisierte Ausführung und die Einbindung als systemd-Dienst. Ziel ist eine nachvollziehbare Installation mit stabilen Startbedingungen, begrenzten Rechten und klaren Diagnosewegen.

Mehrere Betriebsformen werden nicht nur installiert, sondern anhand von Wartbarkeit, Isolation, Hostzugriff, Upgradefähigkeit und Ausfallverhalten bewertet.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Betriebsform und Zielarchitektur auswählen
  • Schritt 2: Kernel- und Hostvoraussetzungen prüfen
  • Schritt 3: Dateien und Verzeichnisse vorbereiten
  • Schritt 4: Direkte oder paketbasierte Installation durchführen
  • Schritt 5: Containerbetrieb konfigurieren
  • Schritt 6: systemd-Dienst erstellen
  • Schritt 7: Konfiguration und Policies anbinden
  • Schritt 8: CLI- und API-Zugriff absichern
  • Schritt 9: Funktionsprüfung durchführen
  • Schritt 10: Upgrade und Rollback vorbereiten
  • Schritt 11: Betriebsübergabe und Diagnose festlegen
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • Linux- und Kernel-Voraussetzungen für Standalone-Betrieb prüfen
  • geeignete Bereitstellungsform anhand betrieblicher Anforderungen auswählen
  • Dateien, Rechte, Konfiguration und Dienststart sicher einrichten
  • Ereignisexport, CLI-Zugriff und erste Policies validieren
  • Upgrade, Rollback und Fehlerdiagnose für den Hostbetrieb vorbereiten

Seminarinhalte

Schritt 1: Betriebsform und Zielarchitektur auswählen

Direkter Binary-Betrieb, Paketinstallation, Container und systemd werden nach Isolation, Wartung und Hostintegration verglichen.

  • Datenpfade, Konfigurationsorte, Laufzeitbenutzer und Exportziele werden festgelegt.
  • Ein klarer Sollzustand für Test- und Produktionshost wird beschrieben.

Schritt 2: Kernel- und Hostvoraussetzungen prüfen

Kernel-Funktionen, BPF-Dateisystem, Debug- und Trace-Pfade, Namespaces und erforderliche Fähigkeiten werden kontrolliert.

  • Sicherheitsmodule, Härtung und restriktive Richtlinien werden als mögliche Einflussfaktoren bewertet.
  • Prüfergebnisse werden in einer Host-Checkliste dokumentiert.

Schritt 3: Dateien und Verzeichnisse vorbereiten

Programmdateien, Konfiguration, Policies, Laufzeitdaten, Protokolle und Zertifikate werden getrennt abgelegt.

  • Eigentümer, Gruppen und Rechte werden nach dem Minimalprinzip gesetzt.
  • Temporäre und persistente Daten werden bewusst unterschieden.

Schritt 4: Direkte oder paketbasierte Installation durchführen

Version, Prüfsumme, Ablage und Startparameter werden reproduzierbar festgelegt.

  • Abhängigkeiten und Pfade werden kontrolliert aufgelöst.
  • Der erste Start erfolgt mit minimaler Beobachtung und klarer Fehlerausgabe.

Schritt 5: Containerbetrieb konfigurieren

Hostzugriffe, Mounts, Netzwerk, Fähigkeiten und Gerätebezug werden auf den notwendigen Umfang begrenzt.

  • Container-Lebenszyklus und Host-Lebenszyklus werden aufeinander abgestimmt.
  • Besonderheiten bei PID-, Mount- und Netzwerk-Namespaces werden geprüft.

Schritt 6: systemd-Dienst erstellen

Unit-Datei, Abhängigkeiten, Umgebungsdatei, Neustartverhalten, Limits und Shutdown werden definiert.

  • Startreihenfolge zu Netzwerk, Dateisystemen und Container-Laufzeit wird festgelegt.
  • Dienstzustand und Fehlerausgabe werden in Standardprüfungen aufgenommen.

Schritt 7: Konfiguration und Policies anbinden

Basisparameter, Sensoren, Policy-Verzeichnisse und Export werden eingerichtet.

  • Änderungen werden mit Validierung und kontrolliertem Reload oder Neustart verbunden.
  • Fehlerhafte Policies werden isoliert, ohne den gesamten Betrieb unnötig zu beeinträchtigen.

Schritt 8: CLI- und API-Zugriff absichern

Lokale und entfernte Zugriffswege werden nach Vertrauenszone getrennt.

  • Dateisystemrechte, Socketzugriff und TLS werden entsprechend dem Betriebsmodell eingerichtet.
  • Administrativer Zugriff wird nachvollziehbar begrenzt.

Schritt 9: Funktionsprüfung durchführen

Prozessereignis, Prozesskontext, Policy-Treffer, Export und Neustartverhalten werden getestet.

  • Host- und Containerprozesse werden bewusst unterschieden.
  • Abnahmekriterien und bekannte Einschränkungen werden dokumentiert.

Schritt 10: Upgrade und Rollback vorbereiten

Programmversion, Konfiguration und Policies werden unabhängig sicherbar gemacht.

  • Upgrade wird zunächst auf einem Testhost mit festem Testkatalog durchgeführt.
  • Rückkehr zur vorherigen Version wird praktisch erprobt.

Schritt 11: Betriebsübergabe und Diagnose festlegen

Statuskommandos, Logpfade, Metriken, Ressourcenprüfung und Eskalation werden in ein Runbook aufgenommen.

  • Startfehler, fehlende Ereignisse und Berechtigungsprobleme werden mit Standardtests abgedeckt.
  • Die Installation wird als reproduzierbare Hostkonfiguration übergeben.

Praxisübungen

  1. Hostvoraussetzungen mit einer technischen Checkliste prüfen
  2. systemd-Unit mit geordnetem Start, Restart und Shutdown erstellen
  3. Containerbetrieb mit minimal erforderlichen Hostzugriffen konfigurieren
  4. Ereignis- und Policy-Funktion nach Neustart abnehmen
  5. Upgrade und Rücksetzung auf einem Testhost durchführen

Zielgruppe

Linux-Administratoren, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, Security Engineering und Betreiber containerisierter Hostdienste.

Voraussetzungen

Sichere Linux- und systemd-Kenntnisse; für die Containerübungen zusätzlich Grundkenntnisse der eingesetzten Container-Laufzeit.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administratoren, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, Security Engineering und Betreiber containerisierter Hostdienste.
Voraussetzungen: Sichere Linux- und systemd-Kenntnisse; für die Containerübungen zusätzlich Grundkenntnisse der eingesetzten Container-Laufzeit.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 2 Tage
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Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
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