Seminar / Training
Das Seminar baut eine messbare Betriebsgrundlage für Tetragon auf. Statt ausschließlich auf Logs zu reagieren, werden Komponentenzustand, Ereignisvolumen, Exportverhalten, Ressourcenverbrauch und BPF-Programmstatistiken zu einem belastbaren Monitoringmodell verbunden.
Die Performanceoptimierung beginnt bei der fachlichen Frage und der Policy-Selektivität. Erst danach werden Ressourcen, Puffer und Exportpfade angepasst. Dadurch bleibt die Beobachtung aussagekräftig, ohne den Betrieb mit unnötiger Last zu belasten.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Schritt 1: Monitoringziele und Serviceindikatoren definieren
- Schritt 2: Metrikquellen und Labels inventarisieren
- Schritt 3: Gesundheit und Abdeckung überwachen
- Schritt 4: Ereignisvolumen und Datenqualität messen
- Schritt 5: Ressourcenverbrauch analysieren
- Schritt 6: BPF-Programmstatistiken verwenden
- Schritt 7: Policy-Kosten reduzieren
- Schritt 8: Exportpfade dimensionieren
- Schritt 9: Dashboards und Warnungen erstellen
- Schritt 10: Kapazitäts- und Lasttest durchführen
- Schritt 11: Performance-Runbook etablieren
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Lernziele
- relevante Gesundheits-, Last- und Qualitätsmetriken auswählen
- Ereignisraten, Verluste, Rückstau und Ressourcenverbrauch korrelieren
- BPF-Programmstatistiken zur Ursachenanalyse einsetzen
- Dashboards, Warnungen und Serviceziele für Tetragon definieren
- Policies und Exportpfade anhand gemessener Daten optimieren
Seminarinhalte
Schritt 1: Monitoringziele und Serviceindikatoren definieren
Verfügbarkeit, Abdeckung, Ereignisqualität, Latenz und Ressourcenverbrauch werden als getrennte Ziele formuliert.
- Für jede Kennzahl werden Datenquelle, Intervall, Verantwortlichkeit und Reaktion festgelegt.
- Technische Signale werden mit betrieblicher Auswirkung verknüpft.
Schritt 2: Metrikquellen und Labels inventarisieren
Agent-, Operator-, Export- und Policy-bezogene Metriken werden geordnet.
- Labels mit hoher Kardinalität werden erkannt und begrenzt.
- Knoten-, Cluster- und Workload-Sicht werden für Dashboards getrennt.
Schritt 3: Gesundheit und Abdeckung überwachen
Laufende Instanzen, erwartete Knotenabdeckung, Neustarts, Bereitschaft und Policy-Zustand werden gemessen.
- Teilweise Ausfälle werden von vollständigem Dienstausfall unterschieden.
- Abweichungen werden mit einer eindeutigen Betriebsreaktion verbunden.
Schritt 4: Ereignisvolumen und Datenqualität messen
Raten nach Ereignistyp, Policy und Umgebung werden ausgewertet.
- Drosselung, verlorene Ereignisse, unvollständiger Kontext und ungewöhnliche Sprünge werden erfasst.
- Grundlast und sicherheitsrelevante Spitzen werden getrennt bewertet.
Schritt 5: Ressourcenverbrauch analysieren
CPU, Arbeitsspeicher, Dateideskriptoren, Netzwerk und Datenträgerpfade werden korreliert.
- Knotenunterschiede und Workload-Spitzen werden berücksichtigt.
- Requests, Limits und Reserven werden anhand von Messreihen dimensioniert.
Schritt 6: BPF-Programmstatistiken verwenden
Laufzeit, Aufrufhäufigkeit und relative Kosten einzelner Programme werden interpretiert.
- Teure oder sehr häufig ausgelöste Hooks werden identifiziert.
- Messwerte werden mit konkreten Policies und Ereignisraten verbunden.
Schritt 7: Policy-Kosten reduzieren
Zu breite Hooks, fehlende Selektoren, übermäßige Argumenterfassung und redundante Regeln werden korrigiert.
- Filter werden möglichst früh und präzise angewendet.
- Optimierungen werden gegen fachliche Abdeckung und Umgehungsrisiko getestet.
Schritt 8: Exportpfade dimensionieren
Puffer, Batch-Verhalten, Kompression, Netzwerk, Verbraucherleistung und Rückstau werden abgestimmt.
- Langsame Verbraucher und temporäre Ausfälle werden in Lasttests simuliert.
- Abwurf- und Wiederanlaufverhalten werden dokumentiert.
Schritt 9: Dashboards und Warnungen erstellen
Übersicht, Komponenten, Datenqualität, Ressourcen und Policy-Last erhalten getrennte Ansichten.
- Warnungen nutzen mehrstufige Schwellen, Dauerbedingungen und Kontext.
- Alarmfluten werden durch Gruppierung und Abhängigkeiten reduziert.
Schritt 10: Kapazitäts- und Lasttest durchführen
Basismessung, definierte Laststeigerung und Rückkehr zum Normalzustand werden aufgezeichnet.
- Akzeptanzgrenzen für Latenz, Verlust und Ressourcen werden geprüft.
- Ergebnisse führen zu konkreten Konfigurations- und Policy-Anpassungen.
Schritt 11: Performance-Runbook etablieren
Hohe CPU-Last, Speicherwachstum, Ereignisverlust und Exportstau erhalten standardisierte Diagnosepfade.
- Vorher-Nachher-Messungen sichern die Wirksamkeit von Änderungen.
- Regelmäßige Trendprüfung und Kapazitätsplanung werden im Betrieb verankert.
Praxisübungen
- Monitoringmodell mit Serviceindikatoren und Verantwortlichkeiten erstellen
- Dashboard für Abdeckung, Ereignisrate, Fehler und Ressourcen entwerfen
- BPF-Statistiken einer absichtlich breiten Policy auswerten
- Policy durch präzisere Selektoren optimieren und Wirkung messen
- Lasttest für einen langsamen Ereignisverbraucher durchführen
Zielgruppe
SRE, Plattformbetrieb, Kubernetes- und Linux-Administration, Security Engineering, Observability-Teams und technische Betriebsverantwortliche.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Tetragon-Betrieb und Policies sowie Erfahrung mit Metriken, Zeitreihen und Ressourcenanalyse.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | SRE, Plattformbetrieb, Kubernetes- und Linux-Administration, Security Engineering, Observability-Teams und technische Betriebsverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Tetragon-Betrieb und Policies sowie Erfahrung mit Metriken, Zeitreihen und Ressourcenanalyse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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