Seminar Trusted Firmware-A – Build-System, Toolchains und FIP-Images

Seminar / Training

Das Seminar behandelt den reproduzierbaren Aufbau von Trusted Firmware-A für unterschiedliche Plattformen und Konfigurationen. Die Build-Logik wird nicht nur bedient, sondern bis zu ihren Abhängigkeiten, Artefakten und Sicherheitsoptionen nachvollzogen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Firmware Image Packages, unterstützenden Werkzeugen und der kontrollierten Übergabe von Build-Ergebnissen an Integration, Test und Freigabe.

Inhaltsübersicht

  1. Build-Voraussetzungen und Toolchain-Auswahl
  2. Build-Struktur und Make-Ziele
  3. Plattform- und Feature-Optionen
  4. Firmware Image Package verstehen
  5. FIP erstellen und pflegen
  6. Zertifikate, Schlüssel und optionale Verschlüsselung
  7. Reproduzierbarkeit und Fehlerbehebung

Lernziele

  • Eine belastbare TF-A-Build-Umgebung für AArch64 und bei Bedarf AArch32 einrichten.
  • Plattform-, Architektur-, Debug- und Sicherheitsoptionen nachvollziehbar kombinieren.
  • FIP-Dateien erstellen, untersuchen, aktualisieren und auf Vollständigkeit prüfen.
  • Werkzeuge wie fiptool und cert_create in einen reproduzierbaren Ablauf integrieren.
  • Build-Fehler anhand von Abhängigkeiten, Map-Dateien und Kommandozeilenparametern systematisch beheben.

Seminarinhalte

1. Build-Voraussetzungen und Toolchain-Auswahl

  1. Schritt 1: Host-Werkzeuge, Cross-Compiler, Binutils, Python-Werkzeuge und Device-Tree-Compiler werden geprüft.
  2. Schritt 2: GNU-, LLVM- und Arm-Compiler-Konfigurationen werden nach Zielarchitektur und Supportbedarf unterschieden.
  3. Schritt 3: Umgebungsvariablen, Suchpfade und Versionsprüfungen werden reproduzierbar dokumentiert.

Praxis: Eine frische Build-Umgebung wird mit einem automatisierten Vorabtest aufgesetzt.

2. Build-Struktur und Make-Ziele

  1. Schritt 1: Top-Level-Makefiles, Plattform-Makefiles und gemeinsam eingebundene Fragmente werden gelesen.
  2. Schritt 2: Ziele wie all, bl1, bl2, bl31, fip und unterstützende Werkzeuge werden voneinander abgegrenzt.
  3. Schritt 3: Release-, Debug- und Clean-Builds werden mit eindeutigen Ausgabeordnern ausgeführt.

Praxis: Ein Build wird von der Kommandozeile bis zu den erzeugten ELF- und Binärdateien vollständig protokolliert.

3. Plattform- und Feature-Optionen

  1. Schritt 1: PLAT, ARCH, CROSS_COMPILE, DEBUG und LOG_LEVEL werden als Grundkonfiguration gesetzt.
  2. Schritt 2: Sicherheits-, Architektur- und Laufzeitoptionen werden nach Abhängigkeiten gruppiert.
  3. Schritt 3: Änderungen an Optionen werden mit Clean-Build, Konfigurationsnachweis und Artefaktvergleich abgesichert.

Praxis: Eine Build-Matrix aus Plattform, Debug-Modus und Sicherheitsprofil wird automatisiert erzeugt.

4. Firmware Image Package verstehen

  1. Schritt 1: Aufbau, Inhaltsverzeichnis und UUID-basierte Einträge eines FIP werden analysiert.
  2. Schritt 2: BL-Images, Konfigurationsdateien, Zertifikate und optionale Nutzlasten werden korrekt zugeordnet.
  3. Schritt 3: Fehlende, doppelte oder veraltete Einträge werden vor der Integration erkannt.

Praxis: Mehrere FIP-Dateien werden extrahiert, verglichen und auf definierte Freigabekriterien geprüft.

5. FIP erstellen und pflegen

  1. Schritt 1: Ein FIP wird aus TF-A, BL32, BL33 und Konfigurationsartefakten erzeugt.
  2. Schritt 2: Einzelne Komponenten werden mit fiptool aktualisiert, entfernt und erneut eingespielt.
  3. Schritt 3: Hashwerte, Größen, Build-Informationen und Freigabestatus werden in einem Manifest festgehalten.

Praxis: Eine Nutzlast wird kontrolliert ausgetauscht, ohne die übrigen Paketbestandteile zu verändern.

6. Zertifikate, Schlüssel und optionale Verschlüsselung

  1. Schritt 1: cert_create und die Build-Integration für Zertifikate werden eingeordnet.
  2. Schritt 2: Entwicklungs- und Produktionsschlüssel werden organisatorisch und technisch getrennt.
  3. Schritt 3: Verschlüsselungsoptionen werden nach Schlüsselbereitstellung, Nonce-Verwendung und Entschlüsselungspfad geprüft.

Praxis: Ein Testpaket mit signierten Komponenten wird erstellt und auf nachvollziehbare Schlüsselverwendung kontrolliert.

7. Reproduzierbarkeit und Fehlerbehebung

  1. Schritt 1: Build-Ausgaben werden bereinigt, versioniert und mit festen Eingaben erneut erzeugt.
  2. Schritt 2: Linkerfehler, fehlende Symbole, falsche Pfade und inkonsistente Optionen werden anhand einer Prüfreihenfolge behoben.
  3. Schritt 3: Artefakte werden für CI, Integration und spätere Rekonstruktion eindeutig archiviert.

Praxis: Ein absichtlich inkonsistenter Build wird analysiert und in einen reproduzierbaren Zustand überführt.

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, Build Engineers, BSP-Teams, DevOps-Engineers für Embedded-Systeme und technische Integratoren.

Voraussetzungen

Linux- und Shell-Kenntnisse, Grundkenntnisse in C, Make und Cross-Compilation; TF-A-Architekturwissen ist hilfreich.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit GNU Make, AArch64-Toolchain, Git, Python, OpenSSL, Device-Tree-Compiler und den TF-A-Werkzeugen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, Build Engineers, BSP-Teams, DevOps-Engineers für Embedded-Systeme und technische Integratoren.
Voraussetzungen: Linux- und Shell-Kenntnisse, Grundkenntnisse in C, Make und Cross-Compilation; TF-A-Architekturwissen ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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