Seminar / Training
Das Intensivseminar bündelt EL3 Runtime Services, SMCCC, PSCI, GIC, SDEI, Trusted Board Boot, Measured Boot, Security Hardening, Secure Partition Manager mit FF-A sowie RME und Arm CCA. Die Inhalte werden als abgestimmte Sicherheitsarchitektur vermittelt: Vertrauenskette, Laufzeitgrenzen, Speicher- und Kommunikationsisolation sowie technische Nachweise greifen ineinander.
Inhaltsübersicht
- Tag 1: EL3 Runtime Services und SMCCC
- Tag 1: PSCI, GIC und SDEI
- Tag 2: Trusted Board Boot
- Tag 2: Measured Boot
- Tag 3: Threat Modeling und Hardening
- Tag 3: Schlüssel-, Debug- und Updategrenzen
- Tag 4: Secure Partition Manager und FF-A
- Tag 4: Partition-Isolation und Fehleranalyse
- Tag 5: RME und Arm CCA
- Tag 5: Sicherheitsabnahme
Lernziele
- EL3 Runtime Services und Power-Management-Schnittstellen sicher entwerfen und validieren.
- Trusted Board Boot, Rollback-Schutz und Measured Boot als gemeinsame Vertrauensbasis umsetzen.
- SMC-, Interrupt- und Fehlerpfade gegen Missbrauch und Informationsabfluss härten.
- Secure Partitions mit FF-A integrieren und ihre Speicher- sowie Kommunikationsgrenzen prüfen.
- RME/CCA in die Plattformarchitektur einordnen und eine nachvollziehbare Isolationsteststrategie erstellen.
Seminarinhalte
1. Tag 1: EL3 Runtime Services und SMCCC
- Schritt 1: Servicebereiche, Funktions-IDs, Argumente und Rückgabewerte werden eindeutig festgelegt.
- Schritt 2: Pointer-, Größen-, Sicherheitszustands- und Lebenszyklusprüfungen werden vor jeder Operation ausgeführt.
- Schritt 3: Nebenläufigkeit, Reentrancy und Fehlerantworten werden mit Negativtests abgesichert.
Praxis: Ein eigener Runtime Service wird implementiert und gegen ungültige Aufrufe gehärtet.
2. Tag 1: PSCI, GIC und SDEI
- Schritt 1: Power-Domänen und CPU-Zustände werden mit Plattformoperationen verbunden.
- Schritt 2: Sichere Interruptgruppen und Exception-Pfade werden mit klaren Prioritäten eingerichtet.
- Schritt 3: Asynchrone Ereignisse werden kontrolliert registriert, zugestellt und quittiert.
Praxis: Ein Multicore-Szenario kombiniert CPU_ON, Suspend und ein sicheres Ereignis.
3. Tag 2: Trusted Board Boot
- Schritt 1: Root of Trust, Schlüsselrollen und Zertifikatsabhängigkeiten werden als Chain of Trust modelliert.
- Schritt 2: Zertifikate und FIP werden reproduzierbar erzeugt und unabhängig inspiziert.
- Schritt 3: Manipulierte, unbekannte und zu alte Images werden kontrolliert abgewiesen.
Praxis: Eine authentisierte Bootkette wird mit Rollback- und Manipulationstest aufgebaut.
4. Tag 2: Measured Boot
- Schritt 1: Messobjekte und Ereignisreihenfolge werden vom tatsächlichen Ladepfad abgeleitet.
- Schritt 2: Event Log und Backend werden mit klaren Puffer- und Fehlerregeln integriert.
- Schritt 3: Höhere Software-Schichten lesen und bewerten die Messdaten nachvollziehbar.
Praxis: Ein gemessener Bootlauf wird erzeugt, ausgelesen und mit Buildartefakten verglichen.
5. Tag 3: Threat Modeling und Hardening
- Schritt 1: Assets, Angreifer und Vertrauensgrenzen werden für Boot und Runtime gemeinsam modelliert.
- Schritt 2: Build-, Speicher-, Parser-, Debug- und Recovery-Härtung wird priorisiert umgesetzt.
- Schritt 3: Statische Analyse, Grenzwerttests und Fuzzing liefern technische Nachweise.
Praxis: Ein Runtime- und Parserpfad wird gehärtet und mit Negativtests belastet.
6. Tag 3: Schlüssel-, Debug- und Updategrenzen
- Schritt 1: Geheimnisse werden über Provisionierung, Nutzung, Rotation und Löschung verfolgt.
- Schritt 2: Debug und Fertigung werden an Produktzustand und Autorisierung gebunden.
- Schritt 3: Update und Recovery akzeptieren ausschließlich authentisierte und rollback-sichere Zustände.
Praxis: Ein sicherer Produktlebenszyklus vom Entwicklungsbuild bis zum Recoveryfall wird entworfen.
7. Tag 4: Secure Partition Manager und FF-A
- Schritt 1: SPMD, SPMC und Secure Partitions werden in einer gewählten Ausführungsarchitektur gestartet.
- Schritt 2: Manifest, Discovery und Direct Messaging werden implementiert und validiert.
- Schritt 3: Shared Memory, Notifications und Interrupts werden mit vollständigem Lebenszyklus getestet.
Praxis: Zwei Partitionen kommunizieren über FF-A und schließen eine Shared-Memory-Transaktion sicher ab.
8. Tag 4: Partition-Isolation und Fehleranalyse
- Schritt 1: Speicher-, Geräte- und Endpunktrechte werden mit Manifest und Seitentabellen abgeglichen.
- Schritt 2: Busy-, Reentrancy-, Fragmentierungs- und Versionsfehler werden gezielt ausgelöst.
- Schritt 3: Logs aus TF-A, SPMC und Partitionen werden über den Transaktionspfad korreliert.
Praxis: Eine FF-A-Isolationstestreihe identifiziert und erklärt mehrere Fehlerklassen.
9. Tag 5: RME und Arm CCA
- Schritt 1: Root-, Realm-, Secure- und Non-secure-Zustand werden mit klaren Verantwortungen modelliert.
- Schritt 2: GPT und Granule-Übergänge werden eingerichtet und auf unerlaubte Zustände geprüft.
- Schritt 3: RMM-Handoff und Hypervisor-Integration werden als vollständiger Boot- und Laufzeitpfad verfolgt.
Praxis: Ein Realm-Lebenszyklus wird auf einem RME-fähigen Modell ausgeführt.
10. Tag 5: Sicherheitsabnahme
- Schritt 1: Chain of Trust, Messungen, Runtime Services, Partitionen und Realm-Isolation werden in einer Testmatrix verbunden.
- Schritt 2: Offene Risiken, Plattformgrenzen und Recovery-Entscheidungen werden dokumentiert.
- Schritt 3: Freigabe verlangt reproduzierbare Artefakte, Positiv- und Negativtests sowie klare Eigentümer.
Praxis: Eine schichtübergreifende Sicherheitsabnahme wird für die Laborplattform durchgeführt.
Zielgruppe
Erfahrene Firmware- und Security-Entwickler, Trusted-OS- und Hypervisor-Teams, Plattformarchitekten, SoC-Integratoren und Produkt-Security-Verantwortliche.
Voraussetzungen
Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, C-Programmierung, Grundlagen zu Kryptografie, Secure Boot, MMU, GIC, PSCI und Virtualisierung.
Praxisumgebung
Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, Zertifikats- und FIP-Werkzeugen, SPMC/Secure-Partition-Komponenten, RMM/Hypervisor-Teststack, QEMU oder RME-fähigem FVP und Debugger.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Firmware- und Security-Entwickler, Trusted-OS- und Hypervisor-Teams, Plattformarchitekten, SoC-Integratoren und Produkt-Security-Verantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, C-Programmierung, Grundlagen zu Kryptografie, Secure Boot, MMU, GIC, PSCI und Virtualisierung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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