Seminar / Training
Die Schulung betrachtet TF-A als verbindendes Element einer vollständigen Arm-Softwarekette. BL33-Nutzlasten wie U-Boot oder UEFI, Linux-Start, PSCI und SMCCC sowie BL32-Integration mit einem Trusted OS werden über klare Schnittstellen zusammengeführt. Der Schwerpunkt liegt auf reproduzierbaren Artefakten, korrekten Übergabedaten und einer Diagnosemethodik, die Fehler einer konkreten Komponente zuordnet.
Inhaltsübersicht
- Gesamte Bootkette und Schnittstellenverträge
- BL33 mit U-Boot
- BL33 mit UEFI
- Linux-Start und Firmware-Schnittstellen
- BL32 und Trusted OS
- FF-A- und SPM-Integration
- Artefakt- und Versionsmanagement
- Fehleranalyse über Komponentengrenzen
- Integrationsabnahme
Lernziele
- Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zwischen TF-A, BL32, BL33 und Betriebssystem klar festlegen.
- U-Boot- und UEFI-Nutzlasten korrekt bauen, paketieren und starten.
- Linux-Übergabe über Device Tree oder geeignete Firmwaredaten prüfen.
- Trusted-OS- und SPM/SPMD-Varianten in die Bootkette integrieren.
- Integrationsfehler anhand von Artefakten, Übergaben und Laufzeitprotokollen systematisch eingrenzen.
Seminarinhalte
1. Gesamte Bootkette und Schnittstellenverträge
- Schritt 1: Boot-ROM, TF-A, Secure Payload, BL33 und Betriebssystem werden mit Verantwortlichkeiten angeordnet.
- Schritt 2: Binärformat, Ladeadresse, Entry Point, Sicherheitszustand und übergebene Daten werden je Schnittstelle dokumentiert.
- Schritt 3: Versions- und Konfigurationsabhängigkeiten werden vor dem Build sichtbar gemacht.
Praxis: Eine Integrationsmatrix für eine konkrete Plattform wird erstellt.
2. BL33 mit U-Boot
- Schritt 1: U-Boot wird passend zur Zielarchitektur und Startadresse gebaut.
- Schritt 2: Das Image wird als BL33 in FIP oder Plattformpaket eingebunden.
- Schritt 3: Konsole, Device Tree, Speicherreservierungen und Übergang zu Linux werden geprüft.
Praxis: Ein U-Boot-Payload wird integriert und bis zur Shell gestartet.
3. BL33 mit UEFI
- Schritt 1: UEFI-Firmware wird nach Ladeformat, Speicherbedarf und Startzustand vorbereitet.
- Schritt 2: TF-A-Übergaben werden mit UEFI-Plattformdaten und optionalem ACPI- oder Device-Tree-Pfad abgestimmt.
- Schritt 3: UEFI-Anwendungen und Betriebssystemstart werden als getrennte Abnahmestufen getestet.
Praxis: Eine UEFI-Nutzlast wird eingebunden und mit einem einfachen Bootziel geprüft.
4. Linux-Start und Firmware-Schnittstellen
- Schritt 1: Kernel, Initramfs und Hardwarebeschreibung werden auf Adressen und Reservierungen geprüft.
- Schritt 2: PSCI-Methode, CPU-Topologie und SMCCC-Kompatibilität werden im Betriebssystem sichtbar gemacht.
- Schritt 3: Bootargumente, Konsole und frühe Kernelmeldungen werden mit TF-A-Protokollen korreliert.
Praxis: Linux wird gestartet und CPU-On/Off sowie System-Reset werden geprüft.
5. BL32 und Trusted OS
- Schritt 1: Secure Payload Dispatcher, SPMD und SPMC werden als alternative Integrationsmodelle unterschieden.
- Schritt 2: BL32-Image, Manifest, Speicherbereiche und Entry-Point-Daten werden korrekt paketiert.
- Schritt 3: Kommunikationspfade zum Normal World Client werden mit minimalen Berechtigungen eingerichtet.
Praxis: Ein Trusted-OS-Payload wird gestartet und ein einfacher Dienstaufruf geprüft.
6. FF-A- und SPM-Integration
- Schritt 1: SPMC-Lage in S-EL1, S-EL2 oder EL3 wird anhand der Plattformfähigkeiten gewählt.
- Schritt 2: Secure-Partition-Manifeste und Layoutdateien werden in Build und FIP eingebunden.
- Schritt 3: Direkte Nachrichten, Speicherteilung und Interruptpfade werden mit der Normal World abgestimmt.
Praxis: Eine kleine Secure-Partition-Konfiguration wird geladen und angesprochen.
7. Artefakt- und Versionsmanagement
- Schritt 1: TF-A, U-Boot oder UEFI, Trusted OS und Kernel erhalten einen gemeinsamen Integrationsstand.
- Schritt 2: FIP, Device Trees, Konfigurationen und Prüfsummen werden als konsistentes Bündel abgelegt.
- Schritt 3: Austausch einzelner Komponenten erfolgt nur mit erneuter Kompatibilitätsprüfung.
Praxis: Zwei Integrationsstände werden verglichen und eine unzulässige Mischkonfiguration erkannt.
8. Fehleranalyse über Komponentengrenzen
- Schritt 1: Der letzte erfolgreiche Übergabepunkt wird anhand von Logs und Entry-Point-Daten bestimmt.
- Schritt 2: Image-Inhalt, Ladeadresse, Sicherheitszustand und erwartete Schnittstellenversion werden geprüft.
- Schritt 3: Die Ursache wird genau einer Komponente oder einem Übergabevertrag zugeordnet.
Praxis: Ein absichtlich fehlerhaft adressierter BL33-Payload wird lokalisiert und korrigiert.
9. Integrationsabnahme
- Schritt 1: Cold Boot, Warm Boot, CPU-Hotplug, Suspend, Reset und Secure-Service-Aufrufe werden als End-to-End-Test ausgeführt.
- Schritt 2: Negative Tests decken fehlende Images, falsche Konfigurationen und inkompatible Versionen ab.
- Schritt 3: Ein freigabefähiges Integrationsprotokoll wird erstellt.
Praxis: Eine vollständige Bootkette wird mit definierten Funktions- und Fehlertests abgenommen.
Zielgruppe
Firmware- und Embedded-Linux-Entwickler, BSP-Teams, U-Boot- oder UEFI-Integratoren, Trusted-OS-Entwickler und Systemarchitekten.
Voraussetzungen
TF-A-Architektur und Build-Grundlagen, Linux-Bootwissen, C- und Shell-Kenntnisse; Erfahrung mit U-Boot, UEFI oder einem Trusted OS ist hilfreich.
Praxisumgebung
Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, einer BL33-Nutzlast, Linux-Kernel, optionalem Trusted OS, AArch64-Toolchain sowie QEMU oder FVP.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware- und Embedded-Linux-Entwickler, BSP-Teams, U-Boot- oder UEFI-Integratoren, Trusted-OS-Entwickler und Systemarchitekten. |
| Voraussetzungen: | TF-A-Architektur und Build-Grundlagen, Linux-Bootwissen, C- und Shell-Kenntnisse; Erfahrung mit U-Boot, UEFI oder einem Trusted OS ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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