Seminar Trusted Firmware-A – Device Tree, FCONF und Firmware Handoff

Seminar / Training

Die Schulung behandelt dynamische und statische Konfigurationen als verbindliche Schnittstelle zwischen Boot-Stufen, Plattformcode und nachgelagerter Software. Device Trees, FCONF-Properties, Konfigurations-Images und Transfer Lists werden von ihrer Erstellung bis zur sicheren Nutzung verfolgt. Der Schwerpunkt liegt auf nachvollziehbaren Datenflüssen, klaren Eigentumsgrenzen und der Diagnose fehlerhafter Übergaben.

Inhaltsübersicht

  1. Konfigurationsarchitektur in TF-A
  2. TF-A-Konfigurations-Device-Trees
  3. FCONF-Populatoren und Property-Zugriff
  4. Laden und Weiterreichen von Konfigurationen
  5. Transfer Lists und Firmware Handoff
  6. Validierung und Sicherheitsprüfung
  7. Fehleranalyse im Datenfluss

Lernziele

  • Konfigurationsdaten für die einzelnen TF-A-Boot-Stufen korrekt einordnen.
  • FCONF-Properties definieren, laden, validieren und im Plattformcode verwenden.
  • Device Trees und Konfigurations-Images sicher in FIP und Bootfluss integrieren.
  • Firmware-Handoff mit Transfer Lists und Entry-Point-Daten analysieren.
  • Fehler durch Schemaabweichungen, Adresskonflikte und unklare Datenhoheit vermeiden.

Seminarinhalte

1. Konfigurationsarchitektur in TF-A

  1. Schritt 1: Compile-Time-, Build-Time- und Runtime-Konfiguration werden voneinander abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Plattformkonstanten, Build-Optionen und geladene Konfigurationsdaten werden den verantwortlichen Stufen zugeordnet.
  3. Schritt 3: Sicherheitskritische Werte werden hinsichtlich Herkunft, Vertrauensniveau und Änderbarkeit bewertet.

Praxis: Eine bestehende Plattformkonfiguration wird nach Quelle, Besitzer und Verbraucherstufe inventarisiert.

2. TF-A-Konfigurations-Device-Trees

  1. Schritt 1: Firmware-, SoC-, Trusted-Boot-, Hardware- und Non-Trusted-Konfigurationen werden funktional unterschieden.
  2. Schritt 2: Knoten, Properties, Phandles und reservierte Speicherbereiche werden konsistent modelliert.
  3. Schritt 3: DTS, DTB und Build-Abhängigkeiten werden in einen reproduzierbaren Erzeugungsweg gebracht.

Praxis: Ein Konfigurationsbaum wird erweitert, kompiliert und strukturell geprüft.

3. FCONF-Populatoren und Property-Zugriff

  1. Schritt 1: Ein FCONF-Namespace wird mit passenden Property-Strukturen entworfen.
  2. Schritt 2: Populator-Funktionen lesen Werte, prüfen Pflichtfelder und übernehmen sie in kontrollierte Laufzeitstrukturen.
  3. Schritt 3: Verbraucher greifen ohne erneutes Parsen und mit klarer Fehlerbehandlung auf die Werte zu.

Praxis: Eine eigene Property wird vom Device Tree bis zur Verwendung im Plattformcode implementiert.

4. Laden und Weiterreichen von Konfigurationen

  1. Schritt 1: Konfigurations-Images werden im FIP registriert und über die Image-Ladepolitik eingebunden.
  2. Schritt 2: Adressen, Größen und Eigentumswechsel werden an jeder Boot-Stufe geprüft.
  3. Schritt 3: Hardwareinformationen für BL33 werden von internen TF-A-Konfigurationen sauber getrennt.

Praxis: Ein Konfigurations-Image wird geladen, verändert und an die nächste Stufe übergeben.

5. Transfer Lists und Firmware Handoff

  1. Schritt 1: Transfer-List-Header, Einträge, Ausrichtung und Größenregeln werden analysiert.
  2. Schritt 2: Device Trees, Entry-Point-Informationen und weitere Metadaten werden als typisierte Einträge übertragen.
  3. Schritt 3: Integrität, Überschreibschutz und Vertrauensübergang werden für jede Übergabe bewertet.

Praxis: Eine Transfer List wird erzeugt, ausgelesen und auf fehlerhafte Einträge geprüft.

6. Validierung und Sicherheitsprüfung

  1. Schritt 1: Pflichtwerte, Wertebereiche, Längen, Adressen und Überlappungen werden vor der Nutzung validiert.
  2. Schritt 2: Nicht vertrauenswürdige oder weniger vertrauenswürdige Daten werden kopiert, normalisiert oder verworfen.
  3. Schritt 3: Fehlerpfade erhalten eindeutige Diagnosen und verhindern die Nutzung teilgültiger Konfigurationen.

Praxis: Mehrere absichtlich fehlerhafte Konfigurationen werden mit gezielten Validierungsregeln abgefangen.

7. Fehleranalyse im Datenfluss

  1. Schritt 1: Ein fehlender Wert wird vom Verbraucher rückwärts bis zum Build-Artefakt verfolgt.
  2. Schritt 2: Abweichungen zwischen Quell-DTS, DTB im FIP und Laufzeitspeicher werden verglichen.
  3. Schritt 3: Die Korrektur wird durch einen automatisierten Konfigurations- und Boot-Test abgesichert.

Praxis: Ein Handoff-Fehler wird mit Dump, FIP-Analyse und Quellvergleich vollständig behoben.

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, BSP-Entwickler, Plattformintegratoren und Entwickler von Bootloader- oder Betriebssystemübergaben.

Voraussetzungen

TF-A-Grundlagen, C-Kenntnisse, Device-Tree-Grundwissen und Erfahrung mit Build- und FIP-Artefakten.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit TF-A-Quellbaum, Device-Tree-Compiler, AArch64-Toolchain, fiptool sowie QEMU oder FVP.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, BSP-Entwickler, Plattformintegratoren und Entwickler von Bootloader- oder Betriebssystemübergaben.
Voraussetzungen: TF-A-Grundlagen, C-Kenntnisse, Device-Tree-Grundwissen und Erfahrung mit Build- und FIP-Artefakten.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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