Seminar Bizzdesign HOPEX – Cyber Resilience und Risikoanalyse

Das zweitägige Seminar verbindet Cyber-Risiken mit Geschäftsleistungen, Prozessen, Anwendungen, Technologien, Daten und Abhängigkeiten. Bedrohungsszenarien, Auswirkungen, Kontrollen, Resilienzmaßnahmen, Priorisierung und Managementsicht werden in einem konsistenten Analysemodell aufgebaut.

Inhaltsübersicht

  • Schutzbedarf und kritische Assets bestimmen
  • Bedrohungsszenarien formulieren
  • Risiko und Geschäftsauswirkung bewerten
  • Kontrollen und Wirksamkeit analysieren
  • Resilienzmaßnahmen und Szenarien priorisieren
  • Resilienz-Dashboard und Review aufbauen

Lernziele

  • Kritische Geschäfts- und IT-Assets mit ihren Abhängigkeiten identifizieren.
  • Cyber-Szenarien konsistent bewerten und bis zu Geschäftsauswirkungen rückverfolgen.
  • Kontrollen und Resilienzmaßnahmen nach Wirksamkeit und Restgefährdung beurteilen.
  • Prioritäten und Managemententscheidungen aus Risiko- und Architekturkontext ableiten.

Schrittweise Seminarinhalte

Schritt 1: Schutzbedarf und kritische Assets bestimmen

Die Analyse beginnt mit den Geschäftsleistungen und ordnet ihnen die für Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit relevanten Assets zu.

  1. Kritische Produkte, Leistungen und End-to-End-Prozesse auswählen.
  2. Anwendungen, Technologien, Daten, Standorte und externe Dienste zuordnen.
  3. Schutzbedarf und Kritikalität anhand einheitlicher Kriterien bewerten.
  4. Abhängigkeitsketten auf konzentrierte Risiken und einzelne Fehlerpunkte prüfen.

Prüfpunkt: Die kritischen Leistungen sind vollständig mit den wesentlichen unterstützenden Assets verbunden.

Schritt 2: Bedrohungsszenarien formulieren

Cyber-Risiken werden als nachvollziehbare Szenarien mit Auslöser, Schwachstelle, Ereignis und Wirkung beschrieben.

  1. Relevante Bedrohungsquellen und Angriffspfade für die ausgewählten Assets bestimmen.
  2. Schwachstellen, Voraussetzungen und vorhandene Schutzmechanismen erfassen.
  3. Szenarien mit klarer Ursache-Wirkungs-Kette formulieren.
  4. Doppelungen und zu allgemeine Szenarien anhand von Qualitätsregeln bereinigen.

Prüfpunkt: Jedes Szenario besitzt ein eindeutiges Ereignis, betroffene Assets und nachvollziehbare Auswirkungen.

Schritt 3: Risiko und Geschäftsauswirkung bewerten

Wahrscheinlichkeit, technische Auswirkung und geschäftliche Konsequenz werden getrennt erfasst und konsistent zusammengeführt.

  1. Bewertungsskalen und Schwellenwerte mit verständlichen Definitionen festlegen.
  2. Auswirkungen auf Betrieb, Finanzen, Kunden, Compliance und Reputation bewerten.
  3. Abhängigkeiten und Kaskadeneffekte in der Risikoeinstufung berücksichtigen.
  4. Annahmen, Datenlücken und Unsicherheiten explizit dokumentieren.

Prüfpunkt: Die Risikoeinstufung ist begründet und lässt sich bis zur betroffenen Geschäftsleistung zurückverfolgen.

Schritt 4: Kontrollen und Wirksamkeit analysieren

Vorhandene Schutzmaßnahmen werden mit Szenarien, Assets, Verantwortlichen und Prüfbelegen verbunden.

  1. Präventive, detektive, reaktive und wiederherstellende Kontrollen unterscheiden.
  2. Kontrolldesign, Implementierungsgrad und operative Wirksamkeit bewerten.
  3. Deckungslücken und Mehrfachabhängigkeiten von einzelnen Kontrollen erkennen.
  4. Prüfbedarf und Nachweispflichten für kritische Kontrollen festlegen.

Prüfpunkt: Für jedes priorisierte Risiko ist die Kontrollabdeckung einschließlich Wirksamkeitslücke sichtbar.

Schritt 5: Resilienzmaßnahmen und Szenarien priorisieren

Verbesserungen werden nicht isoliert, sondern als alternative Maßnahmenpakete mit Wirkung und Abhängigkeiten betrachtet.

  1. Maßnahmen für Prävention, Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung entwickeln.
  2. Wirkung auf Risiko, Wiederanlauf, Kosten und Umsetzungsdauer bewerten.
  3. Abhängigkeiten zu Architektur-, Technologie- und BCM-Maßnahmen einbeziehen.
  4. Sofortmaßnahmen und strukturelle Verbesserungen in eine priorisierte Reihenfolge bringen.

Prüfpunkt: Das gewählte Maßnahmenpaket reduziert das Risiko nachvollziehbar und besitzt realistische Voraussetzungen.

Schritt 6: Resilienz-Dashboard und Review aufbauen

Risiken, Kontrollen und Maßnahmen werden in eine wiederkehrende Steuerung mit klaren Eskalationskriterien überführt.

  1. Kennzahlen für Kritikalität, Kontrolllücken, Restrisiko und Maßnahmenfortschritt auswählen.
  2. Arbeits- und Managementsicht mit unterschiedlichen Detailgraden gestalten.
  3. Review-Takt, Risikoeigentum und Eskalationsschwellen festlegen.
  4. Ein Risikoreview mit Entscheidung, Maßnahme und Wiedervorlage protokollieren.

Prüfpunkt: Das Dashboard unterstützt eine konkrete Priorisierungsentscheidung und zeigt offene Verantwortlichkeiten.

Praxisfall und Arbeitsweise

Ein geschäftskritischer digitaler Service wird gegen ein Ransomware- und Lieferkettenszenario analysiert. Die Teilnehmenden modellieren Abhängigkeiten, bewerten Geschäftsauswirkungen, prüfen Kontrollwirksamkeit und priorisieren ein abgestimmtes Resilienzpaket.

Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Informationssicherheit, Cyber-Risikomanagement, Enterprise Architecture, Business Continuity, IT-Service-Verantwortliche und technische Risikoeigentümer.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Informationssicherheitsrisiken, Geschäftsprozessen und IT-Architekturen; Erfahrung mit Risiko- oder Kontrollkatalogen ist hilfreich.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Informationssicherheit, Cyber-Risikomanagement, Enterprise Architecture, Business Continuity, IT-Service-Verantwortliche und technische Risikoeigentümer.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Informationssicherheitsrisiken, Geschäftsprozessen und IT-Architekturen; Erfahrung mit Risiko- oder Kontrollkatalogen ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
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