Seminar Bizzdesign HOPEX – Governance, Risk and Compliance

Das zweitägige Seminar richtet ein integriertes GRC-Modell ein, in dem Anforderungen, Risiken, Kontrollen, Verantwortlichkeiten, Bewertungen, Nachweise, Maßnahmen und Managemententscheidungen zusammengeführt werden. Der Schwerpunkt liegt auf einem wiederholbaren Steuerungszyklus statt auf isolierter Dokumentation.

Inhaltsübersicht

  • GRC-Geltungsbereich und Rollenmodell definieren
  • Anforderungen und Kontrollziele strukturieren
  • Risiken erfassen und bewerten
  • Kontrollen zuordnen und Wirksamkeit prüfen
  • Assessment, Finding und Maßnahme steuern
  • Restrisiko, Ausnahme und Managementsicht etablieren

Lernziele

  • GRC-Objekte, Rollen und Entscheidungswege in einem integrierten Modell strukturieren.
  • Anforderungen, Risiken und Kontrollen nachvollziehbar miteinander verknüpfen.
  • Assessments, Nachweise, Findings und Maßnahmen kontrolliert durchführen.
  • Restrisiken, Ausnahmen und Managementkennzahlen in einem Review steuern.

Schrittweise Seminarinhalte

Schritt 1: GRC-Geltungsbereich und Rollenmodell definieren

Der Steuerungsrahmen wird mit klaren Objektarten, Verantwortlichkeiten, Bewertungszyklen und Eskalationen vorbereitet.

  1. Geschäftseinheiten, Prozesse, Systeme und Regelwerke im Geltungsbereich bestimmen.
  2. Risiko-, Kontroll-, Anforderungs- und Maßnahmenverantwortung voneinander abgrenzen.
  3. Bewertungs-, Review- und Freigabezyklen je GRC-Objekt festlegen.
  4. Eskalationsschwellen und Managemententscheidungen definieren.

Prüfpunkt: Jeder GRC-Prozess besitzt einen eindeutigen Eigentümer, Prüfer und Entscheider.

Schritt 2: Anforderungen und Kontrollziele strukturieren

Externe und interne Vorgaben werden in prüfbare Anforderungen und Kontrollziele überführt.

  1. Anforderungen nach Quelle, Thema, Geltungsbereich und Gültigkeit klassifizieren.
  2. Doppelungen und Überschneidungen in einem harmonisierten Kontrollziel zusammenführen.
  3. Betroffene Prozesse, Anwendungen, Daten und Organisationseinheiten verknüpfen.
  4. Eigentum, Prüffrequenz und erforderliche Nachweise je Kontrollziel festlegen.

Prüfpunkt: Aktive Anforderungen sind eindeutig gültig, zugeordnet und durch prüfbare Kontrollziele abgedeckt.

Schritt 3: Risiken erfassen und bewerten

Risiken werden mit Ursache, Ereignis, Wirkung, betroffenen Objekten und einheitlichen Bewertungsmaßstäben dokumentiert.

  1. Risikoszenarien mit klarer Ursache-Wirkungs-Kette formulieren.
  2. Bruttorisiko anhand definierter Eintritts- und Auswirkungsskalen bewerten.
  3. Betroffene Geschäftsleistungen, Prozesse, Anwendungen und Daten zuordnen.
  4. Bewertungsannahmen, Unsicherheiten und Review-Bedarf dokumentieren.

Prüfpunkt: Die Risikoeinstufung ist nachvollziehbar und bis zum Geschäftskontext rückverfolgbar.

Schritt 4: Kontrollen zuordnen und Wirksamkeit prüfen

Kontrolldesign und operative Wirksamkeit werden getrennt bewertet und mit Risiken sowie Anforderungen verbunden.

  1. Präventive, detektive und korrigierende Kontrollen klassifizieren.
  2. Kontrollbeschreibung, Verantwortlichkeit, Frequenz und Nachweis definieren.
  3. Design- und Wirksamkeitsbewertung anhand eines Beispieltests durchführen.
  4. Kontrolllücken, Redundanzen und Abhängigkeiten identifizieren.

Prüfpunkt: Für jedes priorisierte Risiko ist die Kontrollabdeckung einschließlich Wirksamkeitslücke sichtbar.

Schritt 5: Assessment, Finding und Maßnahme steuern

Die operative Prüfung wird von der Planung bis zum bestätigten Maßnahmenabschluss als Workflow ausgeführt.

  1. Assessmentumfang, Prüfschritte, Stichprobe und erforderliche Nachweise festlegen.
  2. Bewertungen erfassen und Abweichungen als Findings klassifizieren.
  3. Maßnahmen mit Verantwortlichem, Termin, Priorität und Abschlussnachweis zuordnen.
  4. Rückgabe, Eskalation und Wirksamkeitsprüfung im Statusprozess testen.

Prüfpunkt: Kein kritisches Finding bleibt ohne Maßnahme, Termin und bestätigte Abschlussprüfung.

Schritt 6: Restrisiko, Ausnahme und Managementsicht etablieren

Offene Risiken und Abweichungen werden mit Entscheidung, Befristung und wiederkehrender Überwachung verbunden.

  1. Restrisiko nach Berücksichtigung wirksamer Kontrollen bestimmen.
  2. Risikoakzeptanz und Compliance-Ausnahmen mit Begründung und Ablaufdatum erfassen.
  3. Kennzahlen für hohe Risiken, Kontrolllücken, Findings und überfällige Maßnahmen auswählen.
  4. Ein Management-Review mit Entscheidung, Auflage und Wiedervorlage simulieren.

Prüfpunkt: Das Management kann Restrisiko und Maßnahmenlage auf aktueller, nachvollziehbarer Basis entscheiden.

Praxisfall und Arbeitsweise

Für einen kritischen Geschäftsprozess werden Anforderungen harmonisiert, Risiken bewertet und Kontrollen zugeordnet. Ein Assessment erzeugt ein Finding, das über Maßnahme, Nachweis und Wirksamkeitsprüfung bis zur Managemententscheidung gesteuert wird.

Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: GRC-Verantwortliche, Risikomanagement, Compliance, Informationssicherheit, interne Kontrollsysteme, Prozess- und Kontrollverantwortliche sowie Management-Reporting.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Risiko-, Compliance- oder Kontrollmanagement; ein vorhandener Anforderungs- oder Kontrollkatalog ist hilfreich.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: GRC-Verantwortliche, Risikomanagement, Compliance, Informationssicherheit, interne Kontrollsysteme, Prozess- und Kontrollverantwortliche sowie Management-Reporting.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Risiko-, Compliance- oder Kontrollmanagement; ein vorhandener Anforderungs- oder Kontrollkatalog ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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