Seminar Bizzdesign HOPEX – Technologieportfolio und Lifecycle Management

Das zweitägige Seminar baut ein steuerbares Technologieportfolio mit Produkten, Versionen, Standards, Einsatzbeziehungen, Lebenszyklen, Risiken und Ablösungsmaßnahmen auf. Technische Fakten werden mit Anwendungen, Geschäftsauswirkungen und Roadmaps verbunden.

Inhaltsübersicht

  • Portfolio-Scope und Taxonomie festlegen
  • Technologieinventar aufbauen
  • Einsatzbeziehungen und Abhängigkeiten erfassen
  • Lifecycle und Risiko bewerten
  • Standards und Zielportfolio entwickeln
  • Ablösungsroadmap und Lifecycle-Review steuern

Lernziele

  • Technologien, Produkte, Versionen und Standards konsistent inventarisieren.
  • Einsatzbeziehungen zu Anwendungen und Services nachvollziehbar darstellen.
  • Lifecycle-, Support-, Sicherheits- und Konzentrationsrisiken bewerten.
  • Zielstandards und priorisierte Ablösungsroadmaps entwickeln.

Schrittweise Seminarinhalte

Schritt 1: Portfolio-Scope und Taxonomie festlegen

Das Technologieportfolio wird mit klaren Objektarten, Granularität, Verantwortlichkeiten und Pflegequellen vorbereitet.

  1. Technologiedomänen und relevante Produktkategorien bestimmen.
  2. Produkt, Version, Plattform, technische Komponente und Service voneinander abgrenzen.
  3. Eigentümer, Datenquellen und Aktualisierungszyklen festlegen.
  4. Namens- und Dublettenregeln für Hersteller, Produkt und Version definieren.

Prüfpunkt: Die Taxonomie verhindert Mehrfacherfassung und ordnet jede Technologie einer Pflegeverantwortung zu.

Schritt 2: Technologieinventar aufbauen

Produkte und Versionen werden mit Status, Einsatz, Eigentum und technischen Merkmalen erfasst.

  1. Hersteller, Produkt, Version und Bereitstellungsform strukturiert anlegen.
  2. Freigabe-, Standard-, Ausnahme- und Auslaufstatus zuordnen.
  3. Technische Verantwortliche und unterstützende Plattformteams erfassen.
  4. Unbekannte Versionen, Dubletten und nicht zugeordnete Produkte bereinigen.

Prüfpunkt: Das Inventar ist eindeutig, versioniert und besitzt für kritische Technologien vollständige Verantwortungsdaten.

Schritt 3: Einsatzbeziehungen und Abhängigkeiten erfassen

Technologien werden mit Anwendungen, Schnittstellen, Datenbanken und Services in ihrem tatsächlichen Nutzungskontext verbunden.

  1. Anwendungen und technische Komponenten mit verwendeten Produkten verknüpfen.
  2. Version, Umgebung und kritische Nutzung je Einsatzbeziehung dokumentieren.
  3. Gemeinsame Plattformen und konzentrierte Abhängigkeiten identifizieren.
  4. Vollständigkeit anhand eines ausgewählten End-to-End-Services prüfen.

Prüfpunkt: Für den ausgewählten Service sind alle wesentlichen Technologie- und Versionsabhängigkeiten sichtbar.

Schritt 4: Lifecycle und Risiko bewerten

Supportstatus, Obsoleszenz, Sicherheitslage und interne Standardkonformität werden einheitlich bewertet.

  1. Lifecycle-Phasen und relevante Stichtage je Produktversion erfassen.
  2. Support-, Sicherheits-, Know-how- und Herstellerabhängigkeitsrisiken bewerten.
  3. Abweichungen von Zielstandards und genehmigte Ausnahmen kennzeichnen.
  4. Geschäftsauswirkung über betroffene Anwendungen und Services ableiten.

Prüfpunkt: Jedes kritische Lifecycle-Risiko ist mit betroffenen Geschäftsfunktionen und einem verantwortlichen Eigentümer verbunden.

Schritt 5: Standards und Zielportfolio entwickeln

Technologieentscheidungen werden in verbindliche Zielstandards und begründete Ausnahmen überführt.

  1. Bevorzugte, tolerierte, einzufrierende und abzulösende Technologien klassifizieren.
  2. Entscheidungskriterien und Geltungsbereich je Standard dokumentieren.
  3. Ausnahmen mit Risiko, Ablaufdatum und Migrationsbedingung erfassen.
  4. Zielportfolio gegen Architekturprinzipien und strategische Plattformen prüfen.

Prüfpunkt: Das Zielportfolio ist entscheidbar und jede Abweichung besitzt eine befristete, risikobasierte Begründung.

Schritt 6: Ablösungsroadmap und Lifecycle-Review steuern

Risiken werden in koordinierte Maßnahmen mit Abhängigkeiten, Zeitfenstern und Managementkennzahlen übersetzt.

  1. Betroffene Anwendungen nach Kritikalität, Aufwand und Abhängigkeit gruppieren.
  2. Ablösungs-, Upgrade- oder Konsolidierungsmaßnahmen priorisieren.
  3. Meilensteine, Verantwortliche, Zieltermine und Blocker in einer Roadmap pflegen.
  4. Kennzahlen und Review-Takt für auslaufende Versionen und überfällige Maßnahmen festlegen.

Prüfpunkt: Die Roadmap adressiert alle priorisierten Lifecycle-Risiken mit Verantwortlichkeit und realistischem Zeitpfad.

Praxisfall und Arbeitsweise

Ein gemischtes Technologieinventar mit mehreren Versionen wird bereinigt und mit Anwendungen verbunden. Aus Supportende, Sicherheitsrisiko und Standardabweichung entstehen Zielstandards und eine priorisierte Ablösungsroadmap.

Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Technologie- und Infrastrukturarchitekten, Enterprise Architecture, Plattformverantwortliche, IT-Asset- und Lifecycle-Management, Applikationsverantwortliche und Security.

Voraussetzungen: Grundverständnis der eingesetzten Technologieprodukte, Versionen und Anwendungsabhängigkeiten; vorhandene Inventardaten sind hilfreich.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Technologie- und Infrastrukturarchitekten, Enterprise Architecture, Plattformverantwortliche, IT-Asset- und Lifecycle-Management, Applikationsverantwortliche und Security.
Voraussetzungen: Grundverständnis der eingesetzten Technologieprodukte, Versionen und Anwendungsabhängigkeiten; vorhandene Inventardaten sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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