Seminar brIDge – Policies, LoA und Claim Mapping

Der Kurs übersetzt fachliche Identitätsanforderungen in ausführbare Policies. Behandelt werden Levels of Assurance, attributbezogene Vertrauenssignale, Claim-Normalisierung, Datenminimierung und die Übergabe konsistenter Ergebnisse an IAM-, CIAM- und KYC-Prozesse.

Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.

Inhaltsübersicht

  1. Einordnung und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Modul 1: Assurance-Modell
  6. Modul 2: Policy-Entwurf
  7. Modul 3: Claim-Normalisierung und Mapping
  8. Modul 4: Datenminimierung und Zweckbindung
  9. Modul 5: Policy- und Mapping-Tests
  10. Praxisübungen

Einordnung und Zielsetzung

Der Kurs übersetzt fachliche Identitätsanforderungen in ausführbare Policies. Behandelt werden Levels of Assurance, attributbezogene Vertrauenssignale, Claim-Normalisierung, Datenminimierung und die Übergabe konsistenter Ergebnisse an IAM-, CIAM- und KYC-Prozesse.

Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.

Zielgruppe

IAM- und CIAM-Architektur, KYC- und Compliance-Design, Integration Engineering, Datenarchitektur und Security Engineering

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu Claims, föderierten Identitäten und digitalen Nachweisen

Lernziele

  • Assurance-Modell fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Policy-Entwurf fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Claim-Normalisierung und Mapping fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Datenminimierung und Zweckbindung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Policy- und Mapping-Tests fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
  • Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.

Seminarinhalte

Modul 1: Assurance-Modell

Vertrauensniveaus werden für Identität, einzelne Attribute und konkrete Transaktionen getrennt modelliert.

  1. Schritt 1: Geschäftsrisiko und erforderliches Vertrauensniveau bestimmen.
  2. Schritt 2: LoA, Evidenz, Ausstellervertrauen und Aktualität unterscheiden.
  3. Schritt 3: Attributbezogene Mindestwerte definieren.
  4. Schritt 4: Entscheidungs- und Eskalationsschwellen dokumentieren.

Modul 2: Policy-Entwurf

Fachliche Anforderungen werden in eindeutige und überprüfbare Regeln übersetzt.

  1. Schritt 1: Policy-Eingaben, Ergebnisse und Nebenbedingungen festlegen.
  2. Schritt 2: Regeln nach Use Case, Land und Kundensegment strukturieren.
  3. Schritt 3: Prioritäten, Ausnahmen und Ablehnungsgründe definieren.
  4. Schritt 4: Versionierung und Freigabeprozess festlegen.

Modul 3: Claim-Normalisierung und Mapping

Heterogene Nachweise werden in ein kanonisches, zielsystemgerechtes Attributmodell überführt.

  1. Schritt 1: Quell-Claims und Semantik inventarisieren.
  2. Schritt 2: Kanonische Namen, Datentypen und Wertebereiche definieren.
  3. Schritt 3: Transformationen, Validierungen und Herkunftsmetadaten abbilden.
  4. Schritt 4: Ziel-Mappings für CIAM, KYC und Fachverfahren erstellen.

Modul 4: Datenminimierung und Zweckbindung

Nur erforderliche Daten werden angefordert, verarbeitet und weitergegeben.

  1. Schritt 1: Entscheidungszweck und minimalen Attributsatz bestimmen.
  2. Schritt 2: Abgeleitete Aussagen statt Rohdaten prüfen.
  3. Schritt 3: Speicher-, Lösch- und Maskierungsregeln festlegen.
  4. Schritt 4: Policy und Einwilligungsdarstellung auf Konsistenz prüfen.

Modul 5: Policy- und Mapping-Tests

Regeln und Transformationen werden mit reproduzierbaren Testfällen abgesichert.

  1. Schritt 1: Äquivalenzklassen und Grenzfälle bilden.
  2. Schritt 2: Testnachweise mit unterschiedlichen LoA und Claim-Varianten erstellen.
  3. Schritt 3: Entscheidung und Mapping-Ergebnis gegen Sollwerte prüfen.
  4. Schritt 4: Regressionstest und Freigabenachweis dokumentieren.

Praxisübungen

  1. Übung 1: Entwurf eines attributbezogenen Assurance-Modells. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  2. Übung 2: Erstellung einer Policy-Entscheidungstabelle. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  3. Übung 3: Mapping heterogener Claims auf ein kanonisches Modell. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  4. Übung 4: Aufbau eines automatisierbaren Policy-Testkatalogs. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.

Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: IAM- und CIAM-Architektur, KYC- und Compliance-Design, Integration Engineering, Datenarchitektur und Security Engineering
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Claims, föderierten Identitäten und digitalen Nachweisen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
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