Seminar Identity Proofing gegen Dokumentenbetrug und Deepfakes

Das Seminar analysiert moderne Angriffe auf dokumenten-, video- und biometriegestützte Identitätsprüfungen. Dokumentenmanipulation, Injection, Replay, Presentation Attacks, synthetische Medien und Social Engineering werden mit mehrschichtigen Kontrollen und belastbaren Eskalationswegen beantwortet.

Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.

Inhaltsübersicht

  1. Einordnung und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Modul 1: Angriffsmodell für Identity Proofing
  6. Modul 2: Dokumentenbetrug und Evidenzprüfung
  7. Modul 3: Deepfakes und Presentation Attacks
  8. Modul 4: Mehrschichtige Erkennung und Entscheidung
  9. Modul 5: Fraud Operations und Incident Response
  10. Praxisübungen

Einordnung und Zielsetzung

Das Seminar analysiert moderne Angriffe auf dokumenten-, video- und biometriegestützte Identitätsprüfungen. Dokumentenmanipulation, Injection, Replay, Presentation Attacks, synthetische Medien und Social Engineering werden mit mehrschichtigen Kontrollen und belastbaren Eskalationswegen beantwortet.

Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.

Zielgruppe

Fraud Prevention, Security Engineering, Identity Proofing Operations, Digital Onboarding, SOC, Risk Management und technische Revision

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu Identity Proofing und digitalen Onboarding-Prozessen

Lernziele

  • Angriffsmodell für Identity Proofing fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Dokumentenbetrug und Evidenzprüfung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Deepfakes und Presentation Attacks fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Mehrschichtige Erkennung und Entscheidung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Fraud Operations und Incident Response fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
  • Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.

Seminarinhalte

Modul 1: Angriffsmodell für Identity Proofing

Angreiferziele, Fähigkeiten und Angriffspfade werden für die gesamte Proofing-Journey modelliert.

  1. Schritt 1: Assets, Vertrauensgrenzen und kritische Entscheidungen erfassen.
  2. Schritt 2: Dokumenten-, Kanal-, Geräte- und Personenangriffe klassifizieren.
  3. Schritt 3: Injection, Replay und Prozessumgehung in Sequenzen abbilden.
  4. Schritt 4: Risiko und priorisierte Kontrollen ableiten.

Modul 2: Dokumentenbetrug und Evidenzprüfung

Manipulierte, gefälschte oder missbräuchlich verwendete Dokumente werden durch kombinierte Prüfmerkmale erkannt.

  1. Schritt 1: Dokumentenarten und Sicherheitsmerkmale bestimmen.
  2. Schritt 2: Bild-, Daten- und Konsistenzprüfungen zuordnen.
  3. Schritt 3: NFC-, MRZ-, Barcode- und Registersignale vergleichend bewerten.
  4. Schritt 4: Unklare Ergebnisse in Step-up oder manuelle Prüfung überführen.

Modul 3: Deepfakes und Presentation Attacks

Synthetische oder präsentierte Medien werden auf Kanal-, Sensor- und Verhaltenshinweise geprüft.

  1. Schritt 1: Attack Presentation, Injection und generative Manipulation unterscheiden.
  2. Schritt 2: Liveness-, Challenge- und Kanalintegritätskontrollen kombinieren.
  3. Schritt 3: Signalqualität und Umgehungsrisiko bewerten.
  4. Schritt 4: Fallback ohne Absenkung des Zielvertrauens gestalten.

Modul 4: Mehrschichtige Erkennung und Entscheidung

Einzelne Signale werden zu einer erklärbaren Gesamtentscheidung verbunden.

  1. Schritt 1: Dokument-, Biometrie-, Geräte- und Verhaltenssignale normalisieren.
  2. Schritt 2: Regeln, Schwellen und Widersprüche definieren.
  3. Schritt 3: False Positives und False Negatives risikogerecht austarieren.
  4. Schritt 4: Entscheidungsgrund und Evidenz datensparsam protokollieren.

Modul 5: Fraud Operations und Incident Response

Verdachtsfälle werden reproduzierbar geprüft und Sicherheitsereignisse kontrolliert behandelt.

  1. Schritt 1: Fallklassen, Prioritäten und Mindestinformationen definieren.
  2. Schritt 2: Analystenprüfung mit Vier-Augen- und Eskalationsregeln strukturieren.
  3. Schritt 3: Kampagnenmuster und betroffene Konten korrelieren.
  4. Schritt 4: Eindämmung, Wiederherstellung und Kontrollverbesserung dokumentieren.

Praxisübungen

  1. Übung 1: Threat Modeling einer angegriffenen Onboarding-Journey. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  2. Übung 2: Bewertung manipulierter Dokumenten- und Mediendaten. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  3. Übung 3: Entwurf einer mehrschichtigen Erkennungslogik. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  4. Übung 4: Bearbeitung eines simulierten Deepfake-Verdachtsfalls. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.

Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Fraud Prevention, Security Engineering, Identity Proofing Operations, Digital Onboarding, SOC, Risk Management und technische Revision
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Identity Proofing und digitalen Onboarding-Prozessen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
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