Der Kurs behandelt die Protokolle zur Ausstellung und Präsentation verifizierbarer Nachweise sowie die dafür relevanten Credential-Formate. Flows, Metadaten, Proofs, Binding, Verschlüsselung, Nonces, Fehlerfälle und Interoperabilität werden anhand vollständiger Sequenzen erarbeitet.
Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.
Inhaltsübersicht
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Modul 1: Credential-Modell und Formate
- Modul 2: OpenID4VCI Rollen und Metadaten
- Modul 3: Issuance Flow
- Modul 4: OpenID4VP und Präsentationsanforderung
- Modul 5: Selective Disclosure und Verifikation
- Modul 6: Interoperabilitäts- und Sicherheitstests
- Praxisübungen
Einordnung und Zielsetzung
Der Kurs behandelt die Protokolle zur Ausstellung und Präsentation verifizierbarer Nachweise sowie die dafür relevanten Credential-Formate. Flows, Metadaten, Proofs, Binding, Verschlüsselung, Nonces, Fehlerfälle und Interoperabilität werden anhand vollständiger Sequenzen erarbeitet.
Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.
Zielgruppe
Wallet- und Backend-Engineering, Identity Architecture, Security Engineering, API-Integration und technische Testverantwortung
Voraussetzungen
Sichere Kenntnisse in HTTP, OAuth 2.0 oder OpenID Connect sowie Grundlagen kryptografischer Signaturen
Lernziele
- Credential-Modell und Formate fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- OpenID4VCI Rollen und Metadaten fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Issuance Flow fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- OpenID4VP und Präsentationsanforderung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Selective Disclosure und Verifikation fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Interoperabilitäts- und Sicherheitstests fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
- Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
- Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.
Seminarinhalte
Modul 1: Credential-Modell und Formate
Struktur, Semantik, Signatur und Bindung unterschiedlicher Nachweisformate werden verglichen.
- Schritt 1: Issuer-, Subject-, Claim- und Statusinformationen zuordnen.
- Schritt 2: Formatvarianten und deren Serialisierung vergleichen.
- Schritt 3: Signatur-, Offenlegungs- und Binding-Eigenschaften bewerten.
- Schritt 4: Formatwahl anhand von Use Case und Interoperabilität begründen.
Modul 2: OpenID4VCI Rollen und Metadaten
Issuer und Wallet konfigurieren eine nachvollziehbare Vertrauens- und Interoperabilitätsbasis.
- Schritt 1: Rollen, Endpunkte und Metadatenobjekte bestimmen.
- Schritt 2: Credential Configuration und unterstützte Formate abbilden.
- Schritt 3: Authorization-, Token- und Credential-Endpunkte zuordnen.
- Schritt 4: Versionierung und Validierung von Metadaten definieren.
Modul 3: Issuance Flow
Ausstellung wird vom Offer bis zur sicheren Ablage im Wallet modelliert.
- Schritt 1: Credential Offer und Benutzerkontext erzeugen.
- Schritt 2: Authorization- oder Pre-Authorized-Code-Variante auswählen.
- Schritt 3: Token, Nonce und Proof korrekt verwenden.
- Schritt 4: Credential Response, Fehler und Deferred Issuance behandeln.
Modul 4: OpenID4VP und Präsentationsanforderung
Relying Parties fordern nur erforderliche Nachweise und Claims an.
- Schritt 1: Authorization Request und Response Mode bestimmen.
- Schritt 2: Presentation Definition oder gleichwertige Anforderung strukturieren.
- Schritt 3: Nonce, Audience und Holder Binding prüfen.
- Schritt 4: Antwort, Einwilligung und Fehlerzustände verarbeiten.
Modul 5: Selective Disclosure und Verifikation
Offenlegung und kryptografische Prüfung werden formatgerecht umgesetzt.
- Schritt 1: Angeforderte und tatsächlich offengelegte Claims vergleichen.
- Schritt 2: Signaturkette, Issuer-Vertrauen und Gültigkeit prüfen.
- Schritt 3: Holder Binding, Replay-Schutz und Statuskontrolle durchführen.
- Schritt 4: Verifikationsergebnis in ein kanonisches Trust-Objekt überführen.
Modul 6: Interoperabilitäts- und Sicherheitstests
Positive, negative und grenzwertige Protokollfälle werden reproduzierbar geprüft.
- Schritt 1: Testmatrix nach Flow, Format und Fehlerklasse erstellen.
- Schritt 2: Manipulierte Metadaten, Tokens und Credentials erzeugen.
- Schritt 3: Timeout, Replay, falsche Audience und abgelaufene Nachweise testen.
- Schritt 4: Abweichungen, Kompatibilitätsprofil und Freigabekriterien dokumentieren.
Praxisübungen
- Übung 1: Dekodierung und Vergleich mehrerer Credential-Formate. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 2: Modellierung eines vollständigen Issuance Flows. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 3: Erstellung einer Presentation-Anforderung. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 4: Verifikation mit Selective Disclosure. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
- Übung 5: Aufbau einer Interoperabilitäts- und Negativtestmatrix. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Wallet- und Backend-Engineering, Identity Architecture, Security Engineering, API-Integration und technische Testverantwortung |
| Voraussetzungen: | Sichere Kenntnisse in HTTP, OAuth 2.0 oder OpenID Connect sowie Grundlagen kryptografischer Signaturen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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