Seminar Intensivseminar G+D Netcetera Digital Identity, PID und IAM-Brücken

Der fünftägige Intensivpfad integriert die Themen des gesamten Portfolios zu einem durchgängigen Lösungs- und Betriebsmodell. Von Proofing und Betrugsabwehr über EUDI Wallet, PID, Verifiable Credentials und Trust Management bis zu brIDge, IAM-Brücken, Governance, Testing und Migration entsteht ein vollständiges Architektur- und Umsetzungskonzept.

Der Aufbau führt von der fachlichen und technischen Einordnung über klar definierte Entscheidungs- und Integrationsschritte bis zu überprüfbaren Arbeitsartefakten. Jeder Themenblock wird schrittweise erläutert und in einer praktischen Aufgabe angewendet.

Inhaltsübersicht

  1. Einordnung und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Modul 1: Identity Proofing und Assurance
  6. Modul 2: Betrug, Deepfakes und Workforce-Szenarien
  7. Modul 3: EUDI Wallet, PID und Verifiable Credentials
  8. Modul 4: OpenID4VCI, OpenID4VP und Trust
  9. Modul 5: PID-Onboarding und Relying-Party-Journeys
  10. Modul 6: brIDge Architektur und Orchestrierung
  11. Modul 7: IAM-Brücken und Lifecycle-Integration
  12. Modul 8: Datenschutz, Compliance und UX
  13. Modul 9: Security, Betrieb und Testing
  14. Modul 10: Migration und End-to-End-Architekturwerkstatt
  15. Praxisübungen

Einordnung und Zielsetzung

Der fünftägige Intensivpfad integriert die Themen des gesamten Portfolios zu einem durchgängigen Lösungs- und Betriebsmodell. Von Proofing und Betrugsabwehr über EUDI Wallet, PID, Verifiable Credentials und Trust Management bis zu brIDge, IAM-Brücken, Governance, Testing und Migration entsteht ein vollständiges Architektur- und Umsetzungskonzept.

Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, sichere technische Übergaben, datensparsame Verarbeitung und ein belastbarer Betrieb. Die Seminarergebnisse werden als Modelle, Entscheidungstabellen, Testfälle oder Umsetzungsskizzen dokumentiert.

Zielgruppe

Leitende IAM- und Security-Architektur, Programm- und Projektleitung, Digital Identity Engineering, Compliance, Fraud Management, Plattformbetrieb und technische Entscheider

Voraussetzungen

Fundierte IAM- oder Security-Kenntnisse; Erfahrung mit digitalen Onboarding- oder Integrationsprojekten ist vorteilhaft

Lernziele

  • Identity Proofing und Assurance fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Betrug, Deepfakes und Workforce-Szenarien fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • EUDI Wallet, PID und Verifiable Credentials fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • OpenID4VCI, OpenID4VP und Trust fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • PID-Onboarding und Relying-Party-Journeys fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • brIDge Architektur und Orchestrierung fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • IAM-Brücken und Lifecycle-Integration fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Datenschutz, Compliance und UX fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Security, Betrieb und Testing fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Migration und End-to-End-Architekturwerkstatt fachlich einordnen, schrittweise bearbeiten und mit überprüfbaren Kriterien dokumentieren.
  • Abhängigkeiten zwischen Identitätsprüfung, Wallet, Gateway und IAM erkennen und in ein konsistentes Zielbild überführen.
  • Sicherheits-, Datenschutz-, Betriebs- und Interoperabilitätsanforderungen in Abnahmekriterien übersetzen.

Seminarinhalte

Modul 1: Identity Proofing und Assurance

Proofing-Verfahren, Evidenz, Bindung, Assurance und risikobasierte Auswahl bilden die Vertrauensbasis.

  1. Schritt 1: Proofing-Phasen und Evidenzklassen strukturieren.
  2. Schritt 2: Assurance-Bedarf aus Geschäftsrisiko ableiten.
  3. Schritt 3: Wallet-, eID-, Dokumenten- und manuelle Verfahren vergleichen.
  4. Schritt 4: Ausnahme- und Re-Verification-Regeln festlegen.

Modul 2: Betrug, Deepfakes und Workforce-Szenarien

Angriffe und besondere Identitätslebenszyklen werden mit mehrschichtigen Kontrollen abgesichert.

  1. Schritt 1: Dokumentenbetrug, Injection, Replay und Deepfakes modellieren.
  2. Schritt 2: Erkennungssignale und Analystenprozesse kombinieren.
  3. Schritt 3: Workforce-Onboarding, Recovery und privilegierte Rollen einordnen.
  4. Schritt 4: Incident- und Verbesserungsprozess definieren.

Modul 3: EUDI Wallet, PID und Verifiable Credentials

Wallet-Rollen, PID, Credential-Ausstellung und datensparsame Präsentation werden in einem gemeinsamen Modell verbunden.

  1. Schritt 1: Ökosystemrollen und Vertrauensbeziehungen modellieren.
  2. Schritt 2: PID- und Credential-Lebenszyklus beschreiben.
  3. Schritt 3: Selective Disclosure und minimale Claim-Sätze festlegen.
  4. Schritt 4: Relying-Party-Präsentation und Verifikation spezifizieren.

Modul 4: OpenID4VCI, OpenID4VP und Trust

Protokollabläufe, Schlüssel, Metadaten und Statusprüfungen werden zu einer interoperablen Vertrauenskette kombiniert.

  1. Schritt 1: Issuance- und Presentation-Flows sequenziell modellieren.
  2. Schritt 2: Proofs, Nonces und Binding-Mechanismen einordnen.
  3. Schritt 3: Trust Lists, Schlüsselrotation und Credential-Status definieren.
  4. Schritt 4: Interoperabilitäts- und Negativtests ableiten.

Modul 5: PID-Onboarding und Relying-Party-Journeys

Issuer-, Wallet- und Verifikationsprozesse werden mit klaren Rollen, Policies und Ausnahmewegen entworfen.

  1. Schritt 1: Enrollment und Identitätsbindung für PID festlegen.
  2. Schritt 2: Ausstellung, Annahme und Wallet-Ablage modellieren.
  3. Schritt 3: Attributanforderung und Einwilligung der Relying Party gestalten.
  4. Schritt 4: Fehler, Fallback und Widerruf behandeln.

Modul 6: brIDge Architektur und Orchestrierung

Das Gateway verbindet verschiedene Identity Sources mit normalisierten Vertrauenssignalen und nachgelagerten Systemen.

  1. Schritt 1: Gateway-Grenzen und Adaptermuster festlegen.
  2. Schritt 2: Routing nach Land, Risiko, Präferenz und LoA modellieren.
  3. Schritt 3: Claim-Normalisierung und Policy-Entscheidung definieren.
  4. Schritt 4: Fallback und Resilienzpfade testen.

Modul 7: IAM-Brücken und Lifecycle-Integration

OAuth 2.0, OIDC, SAML und SCIM transportieren Identitäts- und Lifecycle-Informationen in CIAM, IGA und PAM.

  1. Schritt 1: Zweck und Einsatzgrenzen der Protokolle zuordnen.
  2. Schritt 2: Token-, Assertion- und Claim-Mappings entwickeln.
  3. Schritt 3: Kontoverknüpfung, Provisionierung und Step-up gestalten.
  4. Schritt 4: Lifecycle- und Recovery-Ereignisse integrieren.

Modul 8: Datenschutz, Compliance und UX

Datenminimierung, Nachweisführung und barrierearme Journeys werden als gemeinsame Qualitätsanforderungen operationalisiert.

  1. Schritt 1: Zwecke, Rollen und minimale Daten bestimmen.
  2. Schritt 2: Aufbewahrung, Löschung und Audit-Evidenz festlegen.
  3. Schritt 3: Abbruch-, Hilfe- und alternative Pfade gestalten.
  4. Schritt 4: Kontrollen und UX-Kennzahlen definieren.

Modul 9: Security, Betrieb und Testing

Hardening, Monitoring, Security Testing und Incident Response sichern die produktive Nutzung.

  1. Schritt 1: Bedrohungsmodell und Hardening-Baseline erstellen.
  2. Schritt 2: Monitoring, Logging und Runbooks definieren.
  3. Schritt 3: Protokoll-, Policy-, Resilienz- und Angriffstests planen.
  4. Schritt 4: Release-, Incident- und Recovery-Verfahren verbinden.

Modul 10: Migration und End-to-End-Architekturwerkstatt

Alle Themen werden in eine gestufte Einführung mit Zielarchitektur und Betriebsübergabe überführt.

  1. Schritt 1: Ist-Landschaft und Migrationsabhängigkeiten erfassen.
  2. Schritt 2: Koexistenz von Dokumentenprüfung, Wallet und eID planen.
  3. Schritt 3: End-to-End-Architektur und Sequenzen erstellen.
  4. Schritt 4: Pilot, Skalierung, Governance und Abnahme als Roadmap dokumentieren.

Praxisübungen

  1. Übung 1: Entwicklung eines vollständigen Assurance- und Proofing-Modells. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  2. Übung 2: Modellierung von Issuance und PID-Verifikation. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  3. Übung 3: Entwurf einer brIDge- und IAM-Zielarchitektur. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  4. Übung 4: Aufbau einer Policy-, Claim- und Lifecycle-Matrix. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  5. Übung 5: Threat Modeling und Security-Testplanung. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.
  6. Übung 6: Erstellung einer fünfstufigen Migrations- und Betriebsroadmap. Ausgangslage und Ziel werden abgegrenzt, das Artefakt wird schrittweise erstellt und anschließend anhand fachlicher, technischer und organisatorischer Prüfkriterien bewertet.

Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Leitende IAM- und Security-Architektur, Programm- und Projektleitung, Digital Identity Engineering, Compliance, Fraud Management, Plattformbetrieb und technische Entscheider
Voraussetzungen: Fundierte IAM- oder Security-Kenntnisse; Erfahrung mit digitalen Onboarding- oder Integrationsprojekten ist vorteilhaft
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
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Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
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Salzburg 5 Tage
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