Seminar BIC Process Design – Variantenmanagement und Modellvergleich

Dieses Seminar vermittelt den kontrollierten Umgang mit Prozessvarianten und Modellunterschieden in BIC Process Design. Gemeinsamer Standard, lokale Abweichung, Version, Variante und Modellvergleich werden klar getrennt, damit Unterschiede nachvollziehbar bewertet, freigegeben und bei Bedarf harmonisiert werden können.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen
  7. Arbeitsweise
  8. Module
    1. Variantenstrategie und Begriffe
    2. Gemeinsamer Kern und Variationspunkte
    3. Varianten anlegen und pflegen
    4. Modellvergleich und Versionshistorie
    5. Bewertung und Harmonisierung
    6. Governance und Lebenszyklus

Seminarprofil

Der Kurs verhindert, dass Variantenmanagement zu unüberschaubaren Kopien führt. Jede Abweichung erhält einen fachlichen Grund, einen Verantwortlichen, eine Gültigkeit und eine Entscheidung über Beibehaltung oder Rückführung.

Zielgruppe

Process Owner, globale Prozessverantwortliche, Modellierer, BPM-Governance, Qualitätsmanagement und Transformationsprogramme.

Voraussetzungen

Sichere Grundkenntnisse der Modellierung und Versionsverwaltung in BIC Process Design.

Lernziele

  • Versionen, Varianten und unabhängige Prozesskopien eindeutig unterscheiden.
  • Einen gemeinsamen Prozesskern und zulässige Variationspunkte definieren.
  • Varianten strukturiert anlegen, benennen und verantworten.
  • Modelle und Versionen mit dem Modellvergleich systematisch analysieren.
  • Abweichungen nach Nutzen, Risiko und Standardisierungsgrad bewerten.
  • Ein Governance-Verfahren für Freigabe, Konsolidierung und Stilllegung etablieren.

Seminarinhalte

Modul 1: Variantenstrategie und Begriffe

Zunächst wird geklärt, wann eine Variante fachlich gerechtfertigt ist.

  1. Schritt 1: Version, Variante, Standortausprägung und unabhängiger Prozess werden definiert.
  2. Schritt 2: Treiber wie Recht, Produkt, Kunde, System oder Organisation werden erfasst.
  3. Schritt 3: Unzulässige Gründe wie persönliche Vorlieben oder historische Kopien werden ausgeschlossen.
  4. Schritt 4: Kriterien für Standard, Variante und lokale Arbeitsanweisung werden festgelegt.

Modul 2: Gemeinsamer Kern und Variationspunkte

Der globale beziehungsweise übergreifende Prozesskern wird sichtbar gemacht.

  1. Schritt 1: Pflichtschritte, Kontrollen und Ergebnisse werden als unveränderlicher Kern identifiziert.
  2. Schritt 2: Zulässige Variationspunkte werden mit Ursache und Umfang beschrieben.
  3. Schritt 3: Abhängigkeiten zu Rollen, Anwendungen, Dokumenten und Regeln werden geprüft.
  4. Schritt 4: Ein Variantensteckbrief dokumentiert Geltung, Verantwortung und Gültigkeit.

Modul 3: Varianten anlegen und pflegen

Varianten werden strukturiert und ohne Verlust des Bezugs zum Standardmodell erstellt.

  1. Schritt 1: Das geeignete Ausgangsmodell wird ausgewählt.
  2. Schritt 2: Variante, Name und Geltungsbereich werden eindeutig gepflegt.
  3. Schritt 3: Nur tatsächlich abweichende Inhalte werden geändert.
  4. Schritt 4: Gemeinsame Katalogobjekte werden weiterverwendet und lokale Objekte klar gekennzeichnet.

Modul 4: Modellvergleich und Versionshistorie

Unterschiede werden technisch sichtbar und fachlich interpretiert.

  1. Schritt 1: Zwei relevante Stände werden für den Vergleich ausgewählt.
  2. Schritt 2: Hinzugefügte, entfernte und geänderte Elemente werden nacheinander geprüft.
  3. Schritt 3: Attributänderungen werden von rein visuellen Änderungen getrennt.
  4. Schritt 4: Jede relevante Abweichung wird einem fachlichen Änderungsgrund zugeordnet.

Modul 5: Bewertung und Harmonisierung

Varianten werden regelmäßig auf Notwendigkeit und Standardisierungspotenzial geprüft.

  1. Schritt 1: Nutzen, Compliance, Kosten und Betriebsrisiko der Abweichung werden bewertet.
  2. Schritt 2: Best Practices aus lokalen Varianten werden als mögliche Standardänderung identifiziert.
  3. Schritt 3: Unbegründete Abweichungen werden in einen Rückführungsplan aufgenommen.
  4. Schritt 4: Erhalt, Anpassung oder Stilllegung werden mit verantwortlicher Entscheidung dokumentiert.

Modul 6: Governance und Lebenszyklus

Ein verbindlicher Prozess hält die Variantenlandschaft dauerhaft beherrschbar.

  1. Schritt 1: Antrag, Prüfung und Freigabe einer neuen Variante werden definiert.
  2. Schritt 2: Gültigkeitszeitraum und regelmäßiges Review werden festgelegt.
  3. Schritt 3: Änderungen des Standards lösen eine Prüfung aller betroffenen Varianten aus.
  4. Schritt 4: Stillgelegte Varianten werden depubliziert und nachvollziehbar archiviert.

Praxisübungen

  • Definition eines Prozesskerns und mehrerer fachlich begründeter Variationspunkte.
  • Anlage und Modellvergleich einer Standortvariante mit dem Standardprozess.
  • Entscheidung über Harmonisierung, Beibehaltung oder Stilllegung anhand eines Kriterienkatalogs.

Arbeitsweise

Fachvortrag, Variantenworkshop, praktische Anlage, Modellvergleich, Bewertungsmatrix und Governance-Entwurf.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Process Owner, globale Prozessverantwortliche, Modellierer, BPM-Governance, Qualitätsmanagement und Transformationsprogramme.
Voraussetzungen: Sichere Grundkenntnisse der Modellierung und Versionsverwaltung in BIC Process Design.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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